Ein Befund. Mehrere Möglichkeiten. Die entscheidenden Unterschiede sofort sehen.
Histologischer Leitbefund: Kontinuierliche chronische, oft aktive Mukositis; basale Plasmozytose und Architekturstörung
Wichtigste Abgrenzung: Frühstadium und Therapie können das klassische Verteilungsmuster verschleiern
Diagnostisches Vorgehen: Stufenbiopsien, Endoskopie, Verlauf
Morphologie: Basale Plasmozytose, verzweigte/verkürzte Krypten, diffuse chronisch aktive Mukositis.
Klinik: Blutige Diarrhö; endoskopisch häufig kontinuierlicher, rektal beginnender Befall.
Verwechslungsdiagnosen: Morbus Crohn (Kolon); Akute selbstlimitierende Kolitis; Divertikelassoziierte segmentale Kolitis (SCAD); Immunkolitis unter Checkpoint-Inhibitoren
Fallstricke: Therapie und frühe Krankheitsphase können die typische Kontinuität aufheben.
Zusatzdiagnostik: Stufenbiopsien mit Lokalisation, Endoskopie, Mikrobiologie/Medikation je nach Situation.
Histologischer Leitbefund: Diskontinuierliche Veränderungen, fokale Kryptenschäden, teils nicht kryptenbezogene Granulome
Wichtigste Abgrenzung: Granulome fehlen häufig; Infektionen wie Yersinien oder Tuberkulose bedenken
Diagnostisches Vorgehen: Ileum-/Kolonstufenbiopsien, Klinik, Infektionsausschluss
Morphologie: Fokal betonte chronische Entzündung, diskontinuierliche Architekturstörung; selten nicht kryptenassoziierte Granulome.
Klinik: Segmentaler Befall, perianale Läsionen und Dünndarmbeteiligung als klinische Anker.
Verwechslungsdiagnosen: Colitis ulcerosa; Intestinale Tuberkulose; Yersinia-enterocolitica-/pseudotuberculosis-Kolitis; Divertikelassoziierte segmentale Kolitis (SCAD)
Fallstricke: Das Fehlen von Granulomen spricht nicht gegen Crohn; Kryptenrupturgranulome sind unspezifisch.
Zusatzdiagnostik: Stufenbiopsien, Ileoskopie, Infektionsabklärung und Klinik-Pathologie-Korrelation.
Histologischer Leitbefund: Chronische Kolitis mit nicht eindeutig zuordenbarem UC-/Crohn-Profil
Wichtigste Abgrenzung: Keine erzwungene Zuordnung bei widersprüchlichen Befunden
Diagnostisches Vorgehen: Verteilung, Vorbehandlung, weitere Biopsien
Histologischer Leitbefund: Isolierte fokale Kryptitis ohne sichere Zeichen chronischer Mukosaschädigung
Wichtigste Abgrenzung: Reaktionsmuster, keine eigenständige Ätiologie; Infektion, Arzneimittel oder frühe CED
Diagnostisches Vorgehen: Klinik, Stuhltest, Medikamentenanamnese
Morphologie: Fokale Kryptitis/Kryptenabszesse bei weitgehend erhaltener Kryptenarchitektur.
Klinik: Häufig unspezifischer Befund bei Diarrhö, Medikamenten, Infekt oder frühem CED-Kontext.
Verwechslungsdiagnosen: Akute selbstlimitierende Kolitis; Morbus Crohn (Kolon); NSAR-assoziierte Kolopathie; Immunkolitis unter Checkpoint-Inhibitoren
Fallstricke: FAC ist ein histologisches Muster, keine eigenständige klinische Diagnose.
Zusatzdiagnostik: Klinik und Medikamentenliste, Stuhluntersuchungen bei Verdacht, Verlauf.
Histologischer Leitbefund: Neutrophile Kryptitis bei weitgehend erhaltener Kryptenarchitektur
Wichtigste Abgrenzung: Sehr frühe CED kann anfangs ähnlich aussehen
Diagnostisches Vorgehen: Dauer, Erregerdiagnostik, Verlauf
Morphologie: Neutrophile Kryptitis ohne etablierte chronische Architekturstörung.
Klinik: Akuter infektiöser Diarrhökontext, oft kurzzeitiger Verlauf.
Verwechslungsdiagnosen: Fokal aktive Kolitis (FAC); Colitis ulcerosa; Campylobacter-Kolitis
Fallstricke: Frühe CED kann architektonisch noch unauffällig erscheinen.
Zusatzdiagnostik: Klinik, Verlauf, Stuhldiagnostik je nach Indikation.
Histologischer Leitbefund: Kryptenverzweigung, Atrophie und teils Paneth-Zell-Metaplasie ohne Aktivität
Wichtigste Abgrenzung: Abgeheilte Ischämie, Divertikelassoziation oder medikamentös bedingt möglich
Diagnostisches Vorgehen: Verteilung, CED- und Therapiestatus
Histologischer Leitbefund: Chronische aktive Kolitis im divertikeltragenden Sigma
Wichtigste Abgrenzung: Rektumschonung und Segmentverteilung sind entscheidend
Diagnostisches Vorgehen: Lokalisationen der Biopsien, Endoskopie
Morphologie: Chronisch aktive Mukositis mit CED-ähnlichen Veränderungen im betroffenen Segment.
Klinik: Entzündung in divertikeltragendem Abschnitt; Rektum typischerweise ausgespart.
Verwechslungsdiagnosen: Colitis ulcerosa; Morbus Crohn (Kolon); Chronisch ischämische Kolopathie
Fallstricke: Ohne segmentorientierte Proben lässt sich SCAD nur eingeschränkt von CED unterscheiden.
Zusatzdiagnostik: Rektum- und proximal gelegene Vergleichsbiopsien; Endoskopiebefund.
Histologischer Leitbefund: Lymphfollikelhyperplasie und Entzündung im ausgeschalteten Darmabschnitt
Wichtigste Abgrenzung: Kann CED imitieren; Operationsanamnese ausschlaggebend
Diagnostisches Vorgehen: Anastomosen-/Stomaanamnese
Histologischer Leitbefund: Entzündliche Pouchmukosa, ggf. Villusatrophie und Kryptenhyperplasie
Wichtigste Abgrenzung: Ischämie, Infektion und Crohn der Pouch differenzieren
Diagnostisches Vorgehen: Pouch-Anamnese, CMV/C. difficile je nach Kontext
Histologischer Leitbefund: Entzündung des verbliebenen rektalen Schleimhautmanschettenrests
Wichtigste Abgrenzung: Pouchitis betrifft anderes anatomisches Kompartiment
Diagnostisches Vorgehen: OP-Skizze, Biopsielokalisation
Histologischer Leitbefund: Milde terminale Ileitis bei ausgeprägter Pancolitis ulcerosa
Wichtigste Abgrenzung: Crohn-Ileitis mit Ulzera, Strikturen oder Granulomen abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: Ileumbiopsien, Ausdehnung der UC
Histologischer Leitbefund: Vermehrte intraepitheliale Oberflächenlymphozyten, keine ausgeprägte Kollagenbandverdickung
Wichtigste Abgrenzung: Vermehrte IEL können auch medikamentös oder infektiös auftreten
Diagnostisches Vorgehen: HE, ggf. CD3; Klinik der wässrigen Diarrhö
Morphologie: Erhöhte intraepitheliale Lymphozyten im Oberflächenepithel, oft Oberflächenschaden.
Klinik: Typisch chronisch wässrige Diarrhö trotz makroskopisch unauffälliger Schleimhaut.
Verwechslungsdiagnosen: Kollagene Kolitis; Inkomplette mikroskopische Kolitis; Medikamenteninduzierte Schleimhautschädigung
Fallstricke: Die quantitative Bewertung hängt von guter Orientierung und Oberfläche ab; Fokalität beachten.
Zusatzdiagnostik: Stufenbiopsien beider Kolonhälften; Medikamentenanamnese, Zöliakie-Kontext.
Histologischer Leitbefund: Verdicktes, unregelmäßiges subepitheliales Kollagenband mit entzündlicher Begleitreaktion
Wichtigste Abgrenzung: Tangentialschnitte und normale regionale Variationen beachten
Diagnostisches Vorgehen: Trichrom bei Grenzfällen, Mehrsegmentbiopsien
Morphologie: Verbreitertes, unregelmäßiges subepitheliales Kollagenband mit gefangenen Kapillaren/Entzündungszellen.
Klinik: Chronische wässrige Diarrhö; endoskopisch häufig kaum auffällig.
Verwechslungsdiagnosen: Lymphozytäre Kolitis; Inkomplette mikroskopische Kolitis
Fallstricke: Ein schräg angeschnittenes Präparat kann die Kollagenbanddicke verfälschen.
Zusatzdiagnostik: Orientierte Stufen, ggf. Trichromfärbung; segmentale Proben.
Histologischer Leitbefund: Grenzwertige IEL-Zunahme oder Kollagenbandverdickung bei passender Klinik
Wichtigste Abgrenzung: Diagnostische Grenzwerte und Präparationsqualität kritisch prüfen
Diagnostisches Vorgehen: HE, Zusatzfärbung/IHC bei Bedarf
Histologischer Leitbefund: Ausgeprägte eosinophile Entzündung, ggf. Kryptenbefall und Degranulation
Wichtigste Abgrenzung: Regionale Normalwerte variieren; Parasiten, Arzneimittel, CED ausschließen
Diagnostisches Vorgehen: Medikamente, Parasiten, Allergie-/Systemkontext
Histologischer Leitbefund: Epithelioide Granulome in Kolonmukosa oder tieferen Wandschichten
Wichtigste Abgrenzung: Kryptenrupturgranulom ≠ beweisendes Crohn-Granulom
Diagnostisches Vorgehen: Erregerfärbungen und klinischer Kontext
Histologischer Leitbefund: Oberflächliches fibrinopurulentes Exsudat, oft eruptive Kryptenschädigung
Wichtigste Abgrenzung: Nicht spezifisch für C. difficile; Ischämie/Medikamente möglich
Diagnostisches Vorgehen: C. difficile-Test und Ischämie-/Arzneimittelanamnese
Histologischer Leitbefund: Ausgeprägte Schleimhautblutung und akute Epithelläsion
Wichtigste Abgrenzung: STEC, K. oxytoca, Ischämie und Medikamente können überlappen
Diagnostisches Vorgehen: Stuhldiagnostik, Klinik, Hämodynamik
Histologischer Leitbefund: Gesteigerte Kryptenepithelapoptosen, gelegentlich Kryptenverlust
Wichtigste Abgrenzung: GVHD, Mycophenolat, Checkpoint-Inhibitoren, CMV und andere Ursachen
Diagnostisches Vorgehen: Transplantations- und Medikamentenanamnese
Histologischer Leitbefund: Verkümmerte Krypten, hyalinisierte Lamina propria, Oberflächennekrose
Wichtigste Abgrenzung: Chronische Ischämie kann CED durch Architekturstörung imitieren
Diagnostisches Vorgehen: Gefäßrisiken, Hypotonie, Verteilung
Morphologie: Verkümmerte Krypten, hyalinisierte Lamina propria, Lamina-propria-Blutung, ggf. Nekrosen.
Klinik: Akutes Schmerz-/Blutungsereignis, vaskuläre Risikofaktoren oder hypoperfusionsassoziierter Verlauf.
Verwechslungsdiagnosen: Clostridioides-difficile-Kolitis; Pseudomembranöse Kolitis (Reaktionsmuster); Chronisch ischämische Kolopathie; Colitis ulcerosa
Fallstricke: Pseudomembranen können bei Ischämie vorkommen und beweisen keine C.-difficile-Infektion.
Zusatzdiagnostik: Endoskopie-/Gefäß- und OP-Kontext, Medikamente, mikrobiologische Abklärung nach Klinik.
Histologischer Leitbefund: Kryptenatrophie, Fibrose und gelegentlich architektonische Unordnung
Wichtigste Abgrenzung: Wenig basale Plasmozytose spricht eher gegen klassische CED
Diagnostisches Vorgehen: Gefäß-/Operationsanamnese
Histologischer Leitbefund: Ektatische Gefäße, Stromafibrose und atypische Stromazellen nach Bestrahlung
Wichtigste Abgrenzung: Chronische Ischämie oder vaskuläre Läsionen abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: Bestrahlungsfeld und zeitlicher Abstand
Histologischer Leitbefund: Ulzeration/Nekrose oft mit geringer entzündlicher Reaktion bei Neutropenie
Wichtigste Abgrenzung: Infektion und Ischämie koexistieren häufig
Diagnostisches Vorgehen: Blutbild, Chemotherapie, cökale Lokalisation
Histologischer Leitbefund: Kryptenepithelapoptosen, bei Schwere Kryptenverlust und Mukosadenudation
Wichtigste Abgrenzung: Medikamentenschaden und Virusinfektion können sehr ähnlich sein
Diagnostisches Vorgehen: Transplantationsanamnese, CMV-Ausschluss
Morphologie: Ausgeprägte Kryptenapoptosen, Kryptenverlust und Mukosaschädigung je nach Grad.
Klinik: Hämatopoetische Stammzelltransplantation; Durchfall und mögliche weitere Organbeteiligung.
Verwechslungsdiagnosen: Mycophenolat-assoziierte Kolitis; CMV-Kolitis; Immunkolitis unter Checkpoint-Inhibitoren
Fallstricke: Medikamente und Infektionen können ein apoptotisches GVHD-Muster imitieren.
Zusatzdiagnostik: Transplantationszeitpunkt, Therapie, Virologie; gradbezogene Auswertung.
Histologischer Leitbefund: Variables Spektrum von aktiver bis chronischer oder mikroskopischer Kolitis, teils Apoptosen
Wichtigste Abgrenzung: Kein pathognomonisches Muster; IBD und Infektionen imitierbar
Diagnostisches Vorgehen: ICI-Therapie, Infektionsausschluss
Morphologie: Variabel aktive Kolitis, Mikrokolitis- oder apoptotisches Muster.
Klinik: Therapie mit PD-1/PD-L1-/CTLA-4-Inhibitoren; zeitlicher Bezug oft hilfreich.
Verwechslungsdiagnosen: Colitis ulcerosa; Fokal aktive Kolitis (FAC); Mycophenolat-assoziierte Kolitis
Fallstricke: Keine pathognomonische Histologie; bereits bestehende CED ist zu berücksichtigen.
Zusatzdiagnostik: Therapieanamnese, Infektionsausschluss, Verteilung der Biopsien.
Histologischer Leitbefund: Kryptenapoptosen, dilatierte geschädigte Krypten, teils CED-ähnlich
Wichtigste Abgrenzung: GVHD und ICI-Kolitis morphologisch überlappend
Diagnostisches Vorgehen: Immunsuppression, Medikamentenliste
Morphologie: Kryptenapoptosen, gelegentliche Kryptenausfälle und variabel CED- oder GVHD-ähnliches Muster.
Klinik: Mycophenolat-Therapie nach Organtransplantation oder bei Autoimmunerkrankung.
Verwechslungsdiagnosen: Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (GI-GVHD); Immunkolitis unter Checkpoint-Inhibitoren; CMV-Kolitis
Fallstricke: Apoptosen sind kein Alleinstellungsmerkmal dieser Arzneimittelreaktion.
Zusatzdiagnostik: Medikations- und Transplantationsanamnese; relevante Infektionen ausschließen.
Histologischer Leitbefund: Fokal aktive Schleimhautläsionen, Erosionen und ggf. diaphragmatische Strikturen
Wichtigste Abgrenzung: CED und ischämische Veränderung können ähnlich wirken
Diagnostisches Vorgehen: NSAR-Einnahme, Endoskopie
Histologischer Leitbefund: Akute Kolitis nach Antibiotikagabe, teils mit Pseudomembranen
Wichtigste Abgrenzung: C. difficile und K. oxytoca als unterschiedliche Mechanismen
Diagnostisches Vorgehen: Medikationszeitraum, mikrobiologische Tests
Histologischer Leitbefund: Kryptenschädigung, Apoptosen und mukosale Regenerationsstörung
Wichtigste Abgrenzung: Neutropenie, Opportunisten und Ischämie mitbedenken
Diagnostisches Vorgehen: Wirkstoff, Zyklus, Blutbild
Histologischer Leitbefund: Aktive Kolitis mit IEL und Apoptosen, teils IBD-ähnlich
Wichtigste Abgrenzung: ICI/MMF/GVHD und Infektion abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: PI3K-Inhibitor-Therapie
Histologischer Leitbefund: Fokale Kryptitis, oberflächliche Schleimhautschädigung nach Darmvorbereitung
Wichtigste Abgrenzung: Artefakt und echte fokal aktive Kolitis differenzieren
Diagnostisches Vorgehen: Vorbereitungsmedikation
Histologischer Leitbefund: Charakteristische nicht polarisierbare Kristalle in geschädigter Mukosa
Wichtigste Abgrenzung: Kayexalat-Kristalle ähneln; Substanzidentifikation relevant
Diagnostisches Vorgehen: Dialyse-/Medikamentenanamnese
Histologischer Leitbefund: Kristalle in Ulzera oder Nekrosen, teils ischämieartige Läsion
Wichtigste Abgrenzung: Kristallmorphologie und Medikamentenanamnese zusammenführen
Diagnostisches Vorgehen: Kaliumbinder, H&E-Polarisation
Histologischer Leitbefund: Bile-acid-resin-Kristalle in Schleimhaut/Ulzera, ggf. assoziierte Schädigung
Wichtigste Abgrenzung: Andere Medikamentenkristalle und Darminhalt
Diagnostisches Vorgehen: Medikamentenanamnese
Histologischer Leitbefund: Dilatierte, vermehrte Mukosagefäße und kongestive Veränderungen
Wichtigste Abgrenzung: Angiodysplasie und Strahlenproktitis abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: Portale Hypertension, Endoskopie
Histologischer Leitbefund: Druckbedingte Ulzeration oft im Rektosigmoid bei Koprostase
Wichtigste Abgrenzung: Ischämie oder Malignom der Ulkusränder nicht übersehen
Diagnostisches Vorgehen: Koprostase, Lokalisation, Ulkusgrund
Histologischer Leitbefund: Fibromuskuläre Obliteration der Lamina propria, verzerrte Krypten
Wichtigste Abgrenzung: Auch ohne sichtbares Ulkus; Prolapsassoziation wichtig
Diagnostisches Vorgehen: Defäkationsanamnese, Endoskopie
Morphologie: Fibromuskuläre Obliteration der Lamina propria, gestreckte Krypten, Schleimhautprolapsveränderungen.
Klinik: Obstruktive Defäkation, Beckenbodenstörung, rektaler Mukosaprolaps.
Verwechslungsdiagnosen: Mukosaprolaps-Syndrom; Colitis ulcerosa; Entzündlicher kloakogener Polyp
Fallstricke: Weder Ulkus noch singulärer Herd sind zwingend; reaktive Atypien können Dysplasie imitieren.
Zusatzdiagnostik: Rektoskopie, Lokalisation, Defäkationsanamnese.
Histologischer Leitbefund: Fibromuskuläre Hyperplasie und langgezogene, unregelmäßige Krypten
Wichtigste Abgrenzung: Kann neoplastische Architektur und chronische Kolitis imitieren
Diagnostisches Vorgehen: Lokalisation, Prolaps-/Pressanamnese
Histologischer Leitbefund: Endometriales Stroma und Drüsen meist in tieferen Wandschichten
Wichtigste Abgrenzung: Mukoasbiopsie häufig falsch-negativ; infiltrierende Tumoren differenzieren
Diagnostisches Vorgehen: Gynäkologische Klinik, CD10/ER/PAX8 nach Bedarf
Histologischer Leitbefund: Eosinophile Mukositis beim Säugling in passendem klinischem Kontext
Wichtigste Abgrenzung: Eosinophilenzahl allein nicht beweisend
Diagnostisches Vorgehen: Alter, Ernährung, Verlauf
Histologischer Leitbefund: Mastzellvermehrung kann vorkommen, ist isoliert nicht krankheitsspezifisch
Wichtigste Abgrenzung: Keine eigenständige Diagnose allein aufgrund einer erhöhten Mastzellzahl
Diagnostisches Vorgehen: Klinik und definierte Kriterien systemischer Mastozytose
Histologischer Leitbefund: Typische pseudomembranöse Läsion, aber histologisch nicht erregerspezifisch
Wichtigste Abgrenzung: Ischämie und andere Infektionen können gleich aussehen
Diagnostisches Vorgehen: Stuhltoxin-/NAAT-Diagnostik gemäß Klinik
Morphologie: Oberflächennekrose und neutrophile Exsudate, teils typische vulkanartige Pseudomembranen.
Klinik: Antibiotika-/Hospitalisationskontext, Diarrhö; schwere Verläufe möglich.
Verwechslungsdiagnosen: Ischämische Kolitis; Pseudomembranöse Kolitis (Reaktionsmuster); Medikamentenassoziierte Kolitis
Fallstricke: Pseudomembranen sind nicht spezifisch; negativer Histologiebefund schließt CDI nicht aus.
Zusatzdiagnostik: Mikrobiologischer Nachweis (algorithmische Diagnostik) und klinischer Kontext.
Histologischer Leitbefund: Akute Kryptitis, Kryptenabszesse bei oft erhaltener Architektur
Wichtigste Abgrenzung: Muster allein grenzt nicht gegen andere bakterielle Erreger ab
Diagnostisches Vorgehen: Stuhl-PCR/Kultur
Histologischer Leitbefund: Akute, häufig diffuse neutrophile Kolitis
Wichtigste Abgrenzung: Früher Crohn oder andere bakterielle Kolitis möglich
Diagnostisches Vorgehen: Stuhldiagnostik
Histologischer Leitbefund: Ausgeprägt aktive Kolitis, oft distale Betonung
Wichtigste Abgrenzung: UC und andere invasive Bakterien können imitieren
Diagnostisches Vorgehen: Stuhl-PCR/Kultur
Histologischer Leitbefund: Hämorrhagisch-ischämieartige Schleimhautschädigung möglich
Wichtigste Abgrenzung: Primäre Ischämie und andere hämorrhagische Kolitiden
Diagnostisches Vorgehen: Shigatoxin-Nachweis, klinische Hinweise
Histologischer Leitbefund: Invasiv-bakterielle akute Mukosaschädigung
Wichtigste Abgrenzung: Histologisch nicht von anderen akuten Erregern trennbar
Diagnostisches Vorgehen: Erreger-PCR
Histologischer Leitbefund: Lymphfollikelbetonte Entzündung, ggf. Granulome, oft ileozökal
Wichtigste Abgrenzung: Crohn und Tuberkulose wichtige Mimics
Diagnostisches Vorgehen: Erreger-PCR/Serologie, Lokalisation
Histologischer Leitbefund: Akute hämorrhagische, teils rechtsbetonte Kolitis nach Antibiotika
Wichtigste Abgrenzung: STEC oder Ischämie differenzieren
Diagnostisches Vorgehen: Anamnese und gezielte Mikrobiologie
Histologischer Leitbefund: Granulomatöse Entzündung mit teils konfluierenden Granulomen/Nekrosen
Wichtigste Abgrenzung: Crohn, Yersinien und Pilze abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: Ziehl-Neelsen, PCR, Kultur, Epidemiologie
Morphologie: Granulomatöse Entzündung, teils mit Nekrose; Sensitivität kleiner Biopsien begrenzt.
Klinik: Risikokontext, ileozökale Bevorzugung möglich.
Verwechslungsdiagnosen: Morbus Crohn (Kolon); Yersinia-enterocolitica-/pseudotuberculosis-Kolitis
Fallstricke: Fehlende Nekrose oder negativer ZN schließt Tuberkulose nicht aus.
Zusatzdiagnostik: Spezialfärbung, PCR/Kultur aus geeignetem Material und Infektionsanamnese.
Histologischer Leitbefund: Makrophagenreiche Läsionen bei Immunsuppression
Wichtigste Abgrenzung: Whipple-ähnliche Reaktion und Histoplasmose
Diagnostisches Vorgehen: AFB-Färbung, PCR/Kultur
Histologischer Leitbefund: Große viruszytopathische Zellen mit nukleären Einschlüssen, häufig an Ulzera
Wichtigste Abgrenzung: Insbesondere bei CED/Immunsuppression sekundäre Infektion bedenken
Diagnostisches Vorgehen: CMV-IHC, klinische Immunsuppression
Morphologie: Große zytomegale Zellen mit intranukleären Einschlüssen, bevorzugt in Ulkus-/Granulationsgewebe.
Klinik: Insbesondere unter Immunsuppression, bei schweren Ulzera oder steroidrefraktärer Kolitis.
Verwechslungsdiagnosen: HSV-Proktitis; Adenovirus-Kolitis; Colitis ulcerosa
Fallstricke: Seltener Befall kann in HE übersehen werden; positive PCR allein zeigt nicht immer Gewebsinvasion.
Zusatzdiagnostik: Gezielte CMV-IHC bei Verdacht; Ulkusgrund und klinische Immunsuppression berücksichtigen.
Histologischer Leitbefund: Ulzerative Proktitis mit randständigen multinukleären viruszytopathischen Zellen
Wichtigste Abgrenzung: Andere STI und CMV abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: HSV-IHC/PCR, klinische Anamnese
Histologischer Leitbefund: Virale nukleäre Einschlusskörperchen, teils ausgeprägte Epithelapoptose
Wichtigste Abgrenzung: GVHD und CMV bei Transplantierten
Diagnostisches Vorgehen: Adenovirus-IHC/PCR
Histologischer Leitbefund: Scharf begrenzte Ulzeration mit atypischen EBV-positiven B-Zellen
Wichtigste Abgrenzung: DLBCL/PTLD erfordern Kontext und Ausbreitungsbeurteilung
Diagnostisches Vorgehen: EBER-ISH, Immunsuppression, Staging
Histologischer Leitbefund: Bürstensaumartiger basophiler Saum aus Spirochäten an Oberfläche
Wichtigste Abgrenzung: Meist Zufallsbefund; Aktivität individuell variabel
Diagnostisches Vorgehen: Warthin-Starry, ggf. IHC
Morphologie: Basophiler, bürstensaumartiger Belag auf der Kolonoberfläche.
Klinik: Oft zufälliger Befund; klinische Relevanz variabel.
Verwechslungsdiagnosen: Akute selbstlimitierende Kolitis; Lymphozytäre Kolitis
Fallstricke: HE kann subtil sein und ein begleitender Befund muss nicht die Symptome erklären.
Zusatzdiagnostik: Warthin-Starry bzw. Treponema-IHC bei Bedarf, klinischer Kontext.
Histologischer Leitbefund: Plasmazellreiche Proktitis, gelegentlich granulomatös/ulzeriert
Wichtigste Abgrenzung: CED und andere sexuell übertragbare Infektionen
Diagnostisches Vorgehen: Treponemen-IHC/Serologie
Histologischer Leitbefund: Schwere chronisch-aktive oder ulzerierende Proktitis
Wichtigste Abgrenzung: Crohn und Colitis ulcerosa möglich
Diagnostisches Vorgehen: Chlamydia trachomatis-PCR mit L-Genotypisierung
Histologischer Leitbefund: Aktiv-neutrophile Proktitis, histologisch unspezifisch
Wichtigste Abgrenzung: Andere STI/klassische akute Kolitis
Diagnostisches Vorgehen: NAAT auf Gonokokken
Histologischer Leitbefund: Häufig unspezifische Entzündung der Rektummukosa
Wichtigste Abgrenzung: LGV und weitere STI klinisch/mikrobiologisch trennen
Diagnostisches Vorgehen: Chlamydia-PCR
Histologischer Leitbefund: Ulzerierend-aktive Proktitis, Morphologie nicht pathognomonisch
Wichtigste Abgrenzung: Andere STI/HSV/CMV
Diagnostisches Vorgehen: PCR aus geeigneter Läsion, Exposition
Histologischer Leitbefund: Trophozoiten, teils mit phagozytierten Erythrozyten, an Ulkusrändern
Wichtigste Abgrenzung: CED; Steroide bei verkanntem Befund gefährlich
Diagnostisches Vorgehen: PAS/Erreger-PCR, Reiseanamnese
Histologischer Leitbefund: Parasitäre Eier mit granulomatöser Entzündung/Fibrose
Wichtigste Abgrenzung: Andere Ursachen eosinophiler/granulomatöser Kolitis
Diagnostisches Vorgehen: Morphologie der Eier, Reiseanamnese
Histologischer Leitbefund: Larven/Parasiten in Krypten bei variabler Entzündung
Wichtigste Abgrenzung: Kann CED imitieren, v. a. unter Immunsuppression relevant
Diagnostisches Vorgehen: Serologie/Stuhl-PCR, Exposition
Histologischer Leitbefund: Peitschenwürmer im Mukosabereich, oft geringe Reaktion
Wichtigste Abgrenzung: Gelegentlich IBD-ähnliche Kolitis
Diagnostisches Vorgehen: Parasitennachweis, Stuhlprobe
Histologischer Leitbefund: Winzige parasitäre Strukturen am apikalen Epithel, oft bei Immunsuppression
Wichtigste Abgrenzung: Andere opportunistische Infektionen
Diagnostisches Vorgehen: Spezialfärbung/IHC oder Stuhl-PCR
Histologischer Leitbefund: Kleine intrazelluläre Sporen, teils geringe Mukosaveränderung
Wichtigste Abgrenzung: Andere Erreger bei immunsupprimierten Patienten
Diagnostisches Vorgehen: Modifizierte Trichromfärbung, PCR
Histologischer Leitbefund: Makrophagen mit kleinen intrazellulären Hefen, teils ulzeriert
Wichtigste Abgrenzung: TB, andere Pilze und Lymphom
Diagnostisches Vorgehen: GMS/PAS, Pilzdiagnostik
Histologischer Leitbefund: Breite unregelmäßige Hyphen mit Angioinvasion und Nekrose
Wichtigste Abgrenzung: Aspergillus differenzieren; stark kontextabhängig
Diagnostisches Vorgehen: GMS/PAS, mikrobiologische Abklärung
Histologischer Leitbefund: Septierte Hyphen mit Gefäßinvasion bei schwerer Immunsuppression
Wichtigste Abgrenzung: Mucorales und andere nekrotisierende Ursachen
Diagnostisches Vorgehen: GMS, Kultur/PCR
Histologischer Leitbefund: Suppurative Entzündung, ggf. schwefelgranulaartige Bakterienkolonien
Wichtigste Abgrenzung: Malignomimitat; Pilze und Fremdkörperreaktion
Diagnostisches Vorgehen: Gram/GMS, tiefe Proben
Histologischer Leitbefund: Invasive Hefen/Pseudohyphen im Gewebe, nicht nur luminale Besiedlung
Wichtigste Abgrenzung: Bloße Oberflächenkolonisation genügt nicht
Diagnostisches Vorgehen: PAS/GMS, Risikofaktoren
Histologischer Leitbefund: Obere Krypten serratiert, basale Kryptenarchitektur meist regelrecht
Wichtigste Abgrenzung: Abnorme basale Krypten sprechen für SSL
Diagnostisches Vorgehen: Orientierung und vollständige Kryptenbasis
Morphologie: Serratierung überwiegend oberflächlich, überwiegend gerade basale Kryptenabschnitte.
Klinik: Meist kleiner, häufig distaler Polyp, aber Überlappungen.
Verwechslungsdiagnosen: Sessile serratierte Läsion (SSL); Traditionelles serratiertes Adenom (TSA)
Fallstricke: Ein proximaler großer Polyp und unzureichende Kryptenbasen sollten zur erneuten Beurteilung führen.
Zusatzdiagnostik: Kryptenbasis in gut orientierten Stufen prüfen; Makroskopie und Lokalisation.
Histologischer Leitbefund: Becherzellreiche Mukosa, geringe Serratierung, meist kleine distale Läsion
Wichtigste Abgrenzung: SSL und normale oberflächliche Hyperplasie
Diagnostisches Vorgehen: Lokalisation, Kryptenbasen
Histologischer Leitbefund: Kleine serratierte Polypen mit wenig intrazellulärem Muzin
Wichtigste Abgrenzung: Abgrenzung zu dysplastischen serratierten Läsionen
Diagnostisches Vorgehen: Kryptenarchitektur, Zytologie
Histologischer Leitbefund: Basale Kryptendilatation, horizontales Wachstum oder asymmetrische basale Serratierung
Wichtigste Abgrenzung: Hyperplastischer Polyp: basal typischerweise gerade/regelmäßig
Diagnostisches Vorgehen: Gut orientierte Basiskrypten
Morphologie: Basal verzweigte, dilatierte oder horizontale Krypten mit aberranter Serratierung an der Kryptenbasis.
Klinik: Oft proximal lokalisiert; flache, schleimbedeckte Polypen möglich.
Verwechslungsdiagnosen: Hyperplastischer Polyp, mikrovesikulärer Typ; Traditionelles serratiertes Adenom (TSA)
Fallstricke: Nur oberflächliche oder tangentiale Schnitte können die diagnostische Kryptenbasis verbergen.
Zusatzdiagnostik: Zusätzliche Stufen und orientierte Beurteilung der Kryptenbasis.
Histologischer Leitbefund: SSL-Architektur mit umschriebenem dysplastischem Epithel
Wichtigste Abgrenzung: Bei isolierter Dysplasie kann SSL-Anteil leicht übersehen werden
Diagnostisches Vorgehen: Gesamtläsion, dysplastischen Anteil erfassen
Histologischer Leitbefund: Eosinophiles Epithel, längliche Kerne, ektopische Kryptenbildungen
Wichtigste Abgrenzung: SSL und konventionelles villöses Adenom
Diagnostisches Vorgehen: Architektur, zytologische Charakteristik
Morphologie: Eosinophiles Zytoplasma, schlanke pencillate Kerne, charakteristische ektopische Kryptenformationen.
Klinik: Oft polypös im distalen Kolon; auch proximale Lokalisation möglich.
Verwechslungsdiagnosen: Sessile serratierte Läsion (SSL); Tubuläres Adenom; Hyperplastischer Polyp, mikrovesikulärer Typ
Fallstricke: TSA kann fokal konventionelle Dysplasie tragen; dies getrennt beschreiben.
Zusatzdiagnostik: Architektonische Muster, Stufen bei kleinen/fragmentierten Polypen.
Histologischer Leitbefund: Typische TSA-Morphologie mit zusätzlicher konventioneller Dysplasie
Wichtigste Abgrenzung: WHO 6 (2026) beschreibt diese Kombination explizit
Diagnostisches Vorgehen: Beide Komponenten dokumentieren
Histologischer Leitbefund: Dysplastische tubuläre Drüsen, überwiegend tubuläre Architektur
Wichtigste Abgrenzung: Reaktiv-regenerative Atypie oder serratierte Läsion
Diagnostisches Vorgehen: Architektur, Zytologie, Dysplasiegrad
Morphologie: Drüsenreiche, überwiegend tubuläre Architektur mit nukleärer Pseudostratifikation und Reifungsstörung.
Klinik: Häufiger dysplastischer konventioneller Polyp.
Verwechslungsdiagnosen: Sessile serratierte Läsion (SSL); Traditionelles serratiertes Adenom (TSA); Entzündlicher Polyp
Fallstricke: Regenerative Atypie in entzündlichen Polypen und serratierte Dysplasie können überlappen.
Zusatzdiagnostik: Morphologische Dysplasiegraduierung und Resektionsrand-/Fragmentbeurteilung nach Situation.
Histologischer Leitbefund: Kombination tubulärer und villöser dysplastischer Architektur
Wichtigste Abgrenzung: Villöses Adenom anhand Anteilen differenzieren
Diagnostisches Vorgehen: Architekturschätzung in Gesamtläsion
Histologischer Leitbefund: Ausgedehnte fingerförmig-villöse dysplastische Strukturen
Wichtigste Abgrenzung: Mukosaprolaps und serratierte Läsionen imitieren gelegentlich villöse Struktur
Diagnostisches Vorgehen: Dysplasie, Architektur
Histologischer Leitbefund: Komplexe Architektur und hochgradige zytologische Atypien ohne gesicherte Submukosainvasion
Wichtigste Abgrenzung: Intramukosale Neoplasie vs invasives Adenokarzinom unterscheiden
Diagnostisches Vorgehen: Vollständigkeit, Muscularis mucosae, Resektionsränder
Histologischer Leitbefund: Dysplasie im Kontext chronisch entzündlich veränderter Mukosa
Wichtigste Abgrenzung: Regeneration vs Dysplasie, sporadisches Adenom in CED
Diagnostisches Vorgehen: Vorbefunde, Entzündungsgrad, ggf. p53
Morphologie: Unterschiedliche dysplastische Architektur- und Zytologiemuster vor entzündlichem Hintergrund.
Klinik: Langjährige chronisch-entzündliche Darmerkrankung als Kontext.
Verwechslungsdiagnosen: Tubuläres Adenom; Colitis ulcerosa; Morbus Crohn (Kolon)
Fallstricke: Entzündungsbedingte regenerative Atypie und unsichtbare Dysplasie erfordern ggf. Expertenreview.
Zusatzdiagnostik: Endoskopische Sichtbarkeit, Resektionsstatus, Vorgeschichte und Zweitmeinung bei unklarer Dysplasie.
Histologischer Leitbefund: Serratierte Architektur in chronisch entzündeter Mukosa
Wichtigste Abgrenzung: Reaktive Serratierung nicht automatisch SSL
Diagnostisches Vorgehen: Vergleich angrenzender Mukosa, Morphologie
Histologischer Leitbefund: Regenerative Schleimhautinseln und Granulationsgewebe bei vorausgegangener Entzündung
Wichtigste Abgrenzung: Dysplastische Veränderung nicht übersehen
Diagnostisches Vorgehen: CED- und Ulzerationskontext
Histologischer Leitbefund: Viele fadenförmige Schleimhautfortsätze als postinflammatorische Reaktion
Wichtigste Abgrenzung: Polypöse Neoplasie und hamartomatöse Polypose
Diagnostisches Vorgehen: Makroskopie, CED-Anamnese
Histologischer Leitbefund: Fibromuskuläre Lamina-propria-Vermehrung in polypöser Läsion
Wichtigste Abgrenzung: Kann hyperplastisch-serratierten Polyp imitieren
Diagnostisches Vorgehen: Rektum/Sigma, Oberflächenarchitektur
Histologischer Leitbefund: Prolapsartiger polypöser Befund am anorektalen Übergang
Wichtigste Abgrenzung: Serratierter Polyp oder squamöse Neoplasie
Diagnostisches Vorgehen: Lokalisation an der Linea dentata
Morphologie: Prolapsartige fibromuskuläre Veränderungen im Übergang von Platten- zu Zylinderepithel.
Klinik: Polyp an anorektaler Übergangszone, häufiger Prolapskontext.
Verwechslungsdiagnosen: Solitäres Rektumulcus-Syndrom; Mukosaprolaps-Syndrom
Fallstricke: Reaktive Atypie im irritierten Übergangsepithel darf nicht ohne Weiteres als Neoplasie gelten.
Zusatzdiagnostik: Anatomische Lokalisation, epitheliale Übergänge und Stufen.
Histologischer Leitbefund: Oberflächenfibrin und entzündliches „Cap“ auf hyperplastischen Krypten
Wichtigste Abgrenzung: Inflammatorische Pseudopolypen, Prolaps
Diagnostisches Vorgehen: Endoskopisches Muster, Rektosigmoid
Histologischer Leitbefund: Zystisch dilatierte Drüsen in entzündlichem ödematösem Stroma
Wichtigste Abgrenzung: Sporadisch vs juvenile Polyposis
Diagnostisches Vorgehen: Alter, Anzahl, Familienanamnese
Histologischer Leitbefund: Baumartig verzweigende Muscularis-mucosae-Ausläufer zwischen Drüsen
Wichtigste Abgrenzung: Mukosaprolaps kann ähnlich verzweigen
Diagnostisches Vorgehen: Klinische Pigmentierung, Multiorganbefund
Histologischer Leitbefund: Morphologisch heterogen; Hamartom, Ganglioneurom und andere Muster möglich
Wichtigste Abgrenzung: Kein singulärer histologischer Marker für das Syndrom
Diagnostisches Vorgehen: Anzahl, extraintestinale Stigmata, Genetik
Histologischer Leitbefund: Ganglienzellen mit neuralem Stroma in der Lamina propria
Wichtigste Abgrenzung: Sporadisch versus MEN2B/PTEN/andere Syndromkonstellationen
Diagnostisches Vorgehen: S100/SOX10, klinischer Kontext
Histologischer Leitbefund: Reaktive Lymphfollikel mit Keimzentren und erhaltener Polarisierung
Wichtigste Abgrenzung: MALT-/Mantelzelllymphom bei atypischem Muster
Diagnostisches Vorgehen: IHC nur bei morphologischer Auffälligkeit
Histologischer Leitbefund: Blandes spindelzelliges Stroma um oft serratierte Krypten
Wichtigste Abgrenzung: Schwannzellhamartom; morphologische Überlappungen
Diagnostisches Vorgehen: EMA/Claudin-1/GLUT1 bei Bedarf
Histologischer Leitbefund: Blande S100-positive Spindelzellen in der Lamina propria
Wichtigste Abgrenzung: Perineuriom und Neurofibrom abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: S100/SOX10, EMA
Histologischer Leitbefund: Submukosale spindelzellreiche Läsion mit eosinophilem Infiltrat, teils konzentrischen Gefäßen
Wichtigste Abgrenzung: GIST und IMT differenzieren
Diagnostisches Vorgehen: CD34, DOG1/CD117, ggf. PDGFRA
Histologischer Leitbefund: Schaumzellreiche Mukosaläsion ohne ausgeprägte epitheliale Neoplasie
Wichtigste Abgrenzung: Siegelringzellkarzinom und Histiozytose bei Atypie
Diagnostisches Vorgehen: CD68, Panzytokeratine bei Bedarf
Histologischer Leitbefund: Muzingefüllte, epithelial ausgekleidete Zysten in tieferen Wandschichten
Wichtigste Abgrenzung: Muzinöses Adenokarzinom: Dysplasie und Desmoplasie prüfen
Diagnostisches Vorgehen: Serienschnitte, Prolapsanamnese
Morphologie: Zystisch erweiterte, teils verlagert wirkende Drüsen und Muzinansammlungen ohne infiltratives Wachstum.
Klinik: Submukosale Muzinzysten häufig im Prolaps-/Rektalkontext.
Verwechslungsdiagnosen: Muzinöses Adenokarzinom; Solitäres Rektumulcus-Syndrom
Fallstricke: Pseudoinvasion kann Karzinom imitieren; Desmoplasie und atypische Tumorzellen sind entscheidend.
Zusatzdiagnostik: Tiefere Stufen, Stromareaktion, klinische Lokalisationsangaben.
Histologischer Leitbefund: Fundus-/Antrumtyp-Schleimhaut außerhalb üblicher Lokalisation
Wichtigste Abgrenzung: Metaplasie und neoplastische Läsionen
Diagnostisches Vorgehen: Histologische Typisierung
Histologischer Leitbefund: Zahlreiche konventionelle Adenome
Wichtigste Abgrenzung: MUTYH-Polyposis und andere hereditäre Adenompolyposen
Diagnostisches Vorgehen: Adenomanzahl, Familienanamnese, Genetik
Histologischer Leitbefund: Multiple Adenome, teils serratierte Läsionen; oft rezessive Vererbung
Wichtigste Abgrenzung: FAP-Phänotyp kann überlappen
Diagnostisches Vorgehen: Genetische Diagnostik, Familie
Histologischer Leitbefund: Adenomatöse Polyposis mit erhöhtem Karzinomrisiko
Wichtigste Abgrenzung: APC/MUTYH-assoziierte Syndrome
Diagnostisches Vorgehen: Genetik, Familienanamnese
Histologischer Leitbefund: Multiple serratierte Läsionen mit bestimmter Verteilung und Größe
Wichtigste Abgrenzung: Diagnose anhand klinisch-endoskopischer Kriterien, nicht Einzelpolyp
Diagnostisches Vorgehen: Polypenzählung, Befundhistorie
Histologischer Leitbefund: Multiple juvenile Polypen, histologisch oft zystisch-entzündlich
Wichtigste Abgrenzung: Sporadischer juveniler Polyp
Diagnostisches Vorgehen: Zahl, Alter, Familie, Genetik
Histologischer Leitbefund: Charakteristische hamartomatöse Polypen in Syndromkonstellation
Wichtigste Abgrenzung: Isolierte prolapsassoziierte Polypen
Diagnostisches Vorgehen: STK11, Pigmentierung, Familie
Histologischer Leitbefund: Prädisposition für dMMR-assoziierte Karzinome, nicht primär klassische Polyposis
Wichtigste Abgrenzung: Sporadischer MLH1-Verlust und andere Prädispositionen
Diagnostisches Vorgehen: MMR-IHC/MSI, ggf. MLH1-Methylierung, Genetik
Histologischer Leitbefund: Gemischte kolorektale Polypen mit extraintestinalen Merkmalen
Wichtigste Abgrenzung: Mischpolyposis und einzelne harmlose Polypen
Diagnostisches Vorgehen: Syndromdiagnostik, Genetik
Histologischer Leitbefund: Diffuse entzündlich-hamartomatöse Polypose, oft edematös
Wichtigste Abgrenzung: Juvenile Polyposis, Proteingastropathie
Diagnostisches Vorgehen: Klinische Ektodermveränderungen, Endoskopie
Histologischer Leitbefund: Gemischte hyperplastische/juvenilartige/adenomatöse Polypen
Wichtigste Abgrenzung: Andere Mischpolyposen
Diagnostisches Vorgehen: GREM1-Duplikation, Familienanamnese
Histologischer Leitbefund: Rezessive Adenompolyposis und breiteres Tumorspektrum
Wichtigste Abgrenzung: Andere rezessive Adenompolyposen
Diagnostisches Vorgehen: Keimbahndiagnostik
Histologischer Leitbefund: Biallelische MSH3-Varianten mit adenomatöser Polyposis
Wichtigste Abgrenzung: Andere MMR-/Polyposis-Syndrome
Diagnostisches Vorgehen: Familie, molekulargenetische Untersuchung
Histologischer Leitbefund: Infiltrierende atypische Drüsen, Desmoplasie und ggf. Tumornekrosen
Wichtigste Abgrenzung: Pseudoinvasion im Adenom und Prolapszysten abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: Submukosainvasion, MMR-IHC nach Standard
Morphologie: Infiltrierende atypische Drüsen, Desmoplasie, ggf. Dirty Necrosis.
Klinik: Invasiver epithelialer Tumor des Kolons/Rektums; Stadienbeurteilung nach Präparat.
Verwechslungsdiagnosen: Muzinöses Adenokarzinom; Adenokarzinommetastase im Kolon; Endometriose im Kolon/Rektum
Fallstricke: In Biopsien sind Desmoplasie und Invasion teils nicht sicher beurteilbar; Vorbehandlung verändert die Morphologie.
Zusatzdiagnostik: MMR-IHC/MSI-Status leitliniengemäß; Resezierat-Staging und Risikofaktoren.
Histologischer Leitbefund: Ausgedehnte extrazelluläre Muzinseen mit invasiven Tumorzellen
Wichtigste Abgrenzung: Acelluläres Muzin nach Therapie oder Appendixursprung abgrenzen
Diagnostisches Vorgehen: Tumoranteil und Primärlokalisation
Morphologie: Ausgedehnte extrazelluläre Muzinseen mit infiltrierenden Karzinomzellen; klassifikatorischer Schwellenwert zu prüfen.
Klinik: Kolorektaler Tumor mit dominanter extrazellulärer Muzinbildung.
Verwechslungsdiagnosen: Konventionelles kolorektales Adenokarzinom; Siegelringzellkarzinom des Kolorektums; Colitis cystica profunda
Fallstricke: Nach neoadjuvanter Therapie können azelluläre Muzinseen vorliegen und sind gesondert zu beurteilen.
Zusatzdiagnostik: Tumoranteile quantifizieren, Resektionskontext, MMR-IHC gemäß lokalen Standards.
Histologischer Leitbefund: Diffuse discohäsive Zellen mit intrazytoplasmatischem Muzin
Wichtigste Abgrenzung: Metastase aus Magen/Brust, histiozytäre Mimics
Diagnostisches Vorgehen: CK20/CDX2/SATB2 und weitere Marker kontextgerecht
Histologischer Leitbefund: Solide, oft wenig drüsenbildende Tumorzellen mit ausgeprägtem lymphozytärem Hintergrund
Wichtigste Abgrenzung: Lymphom und undifferenzierte Karzinome
Diagnostisches Vorgehen: PanCK, MMR-IHC, ggf. EBER
Histologischer Leitbefund: Kleine epitheliale Cluster in Retraktionsspalten, häufig lymphovaskuläre Invasion
Wichtigste Abgrenzung: Retraktionsartefakt vs echte mikropapilläre Architektur
Diagnostisches Vorgehen: Morphologie, Lymphgefäßnachweis falls indiziert
Histologischer Leitbefund: Große adenomatöse Architektur trotz infiltrativem Wachstum
Wichtigste Abgrenzung: Oberflächliches Adenom; Desmoplasie und tiefe Infiltration beachten
Diagnostisches Vorgehen: Resektatbeurteilung
Histologischer Leitbefund: Hochmaligner Tumor ohne erkennbare glanduläre Differenzierung
Wichtigste Abgrenzung: Lymphom, Melanom, Sarkom und NEC
Diagnostisches Vorgehen: Breites IHC-Panel, MMR-Status
Histologischer Leitbefund: Invasive glanduläre und plattenepitheliale Tumorkomponenten
Wichtigste Abgrenzung: Metaplasie oder Ausbreitung analer Plattenepithelkarzinome
Diagnostisches Vorgehen: Keratinmarker, anatomische Zuordnung
Histologischer Leitbefund: Plattenepithelialer maligner Tumor im Rektumbereich
Wichtigste Abgrenzung: Analer Ursprung/Metastase zuerst ausschließen
Diagnostisches Vorgehen: Lokalisation, p40/CK5/6
Histologischer Leitbefund: Undifferenziertes epitheliales Tumorbild mit dichter lymphozytärer Reaktion
Wichtigste Abgrenzung: Lymphom; EBV-Assoziation kontextabhängig
Diagnostisches Vorgehen: PanCK, EBER, MMR-IHC
Histologischer Leitbefund: Helle Zytoplasmen in maligner epithelialer Läsion
Wichtigste Abgrenzung: Metastasiertes Nierenzellkarzinom, gynäkologische Tumoren
Diagnostisches Vorgehen: PAX8, CDX2/SATB2, klinischer Kontext
Histologischer Leitbefund: Hepatozytenähnliche Tumorzellen, teils AFP-Produktion
Wichtigste Abgrenzung: Leberzellkarzinom oder andere Metastasen
Diagnostisches Vorgehen: HepPar1/Arginase-1, AFP, Klinik
Histologischer Leitbefund: Invasives Karzinom im chronisch-entzündlich veränderten Kolon
Wichtigste Abgrenzung: Sporadisches Karzinom im selben Darmabschnitt
Diagnostisches Vorgehen: Lokalisation, angrenzende Dysplasie, Verlauf
Histologischer Leitbefund: Verlagerte adenomatöse Drüsen mit Lamina-propria-Manschette und häufig Hämosiderin
Wichtigste Abgrenzung: Echtes invasives Adenokarzinom: Desmoplasie/tumor budding
Diagnostisches Vorgehen: Polypektomie, tiefe Schnitte
Histologischer Leitbefund: Einzelzellen oder sehr kleine Tumorzellgruppen an der Invasionsfront
Wichtigste Abgrenzung: Keine eigenständige Tumorentität
Diagnostisches Vorgehen: Standardisierte Beurteilung am Invasionsrand
Histologischer Leitbefund: Fibrose, Muzinseen und residuelle Zellen nach neoadjuvanter Therapie
Wichtigste Abgrenzung: Acelluläres Muzin ≠ vitaler Tumor
Diagnostisches Vorgehen: Therapieanamnese, Resektatprotokoll
Histologischer Leitbefund: Tumorinfiltration aus Appendix/ileozoekaler Region
Wichtigste Abgrenzung: Primäres Kolonkarzinom kann morphologisch identisch wirken
Diagnostisches Vorgehen: Makroskopische Kontinuität, Appendixbefund
Histologischer Leitbefund: Muzinöse Läsion mit möglicher extraappendikulärer Muzindissemination
Wichtigste Abgrenzung: Kolorektale muzinöse Neoplasie; Ursprungsorgan sichern
Diagnostisches Vorgehen: Appendix-/Peritoneumbefund
Histologischer Leitbefund: Discohäsive oder glanduläre Infiltrate in Darmwand
Wichtigste Abgrenzung: Primäres Siegelringzellkarzinom des Kolons
Diagnostisches Vorgehen: Vorbefunde, IHC mit begrenzter Spezifität
Histologischer Leitbefund: Häufig diffuse, teils siegelringzellige infiltrierende Zellen
Wichtigste Abgrenzung: Primäres kolorektales Karzinom
Diagnostisches Vorgehen: GATA3/ER und CK7/CK20 im Kontext
Histologischer Leitbefund: Seröse oder muzinöse Tumorkomponenten an Serosa/Darmwand
Wichtigste Abgrenzung: Primärer Kolontumor, Appendextumor
Diagnostisches Vorgehen: PAX8/WT1/CK7, Bildgebung
Histologischer Leitbefund: Vaskulär-reiche klarzellige neoplastische Infiltration
Wichtigste Abgrenzung: Klarzelliges kolorektales Karzinom
Diagnostisches Vorgehen: PAX8, CAIX, Klinik
Histologischer Leitbefund: Tumorinfiltrat mit variabler glandulärer oder solider Morphologie
Wichtigste Abgrenzung: Primäres kolorektales Karzinom
Diagnostisches Vorgehen: TTF1/Napsin A und CDX2/SATB2 kontextgerecht
Histologischer Leitbefund: Drüseninfiltration der rektalen Wand ohne typische mukosale Vorstufe
Wichtigste Abgrenzung: Rektales Adenokarzinom
Diagnostisches Vorgehen: NKX3.1/PSA, Vorbefund, Bildgebung
Histologischer Leitbefund: Darmwandinfiltration aus dem kleinen Becken
Wichtigste Abgrenzung: Primäres Rektumkarzinom
Diagnostisches Vorgehen: PAX8/p16/ER im Kontext, Klinik
Histologischer Leitbefund: Endometriales Drüsen-/Stromapaar mit ggf. Blutungszeichen
Wichtigste Abgrenzung: Metastatisches/gynäkologisches Karzinom und infiltrierendes Adenokarzinom
Diagnostisches Vorgehen: CD10/ER/PAX8 je nach Morphologie
Histologischer Leitbefund: Monomorphe organoide Nester/Trabekel, häufig submukosal
Wichtigste Abgrenzung: NET vom NEC anhand Differenzierung und Proliferation trennen
Diagnostisches Vorgehen: Synaptophysin/Chromogranin/INSM1, Ki-67
Morphologie: Organoide Nester/Trabekel relativ monomorpher Zellen, feingranuläres Chromatin.
Klinik: Oft kleine submukosale Rektumläsion.
Verwechslungsdiagnosen: Neuroendokrines Karzinom (NEC) des Kolorektums; Ganglioneurom; Metastase eines neuroendokrinen Tumors
Fallstricke: NET und NEC unterscheiden sich primär in Differenzierung, nicht allein im Ki-67-Wert.
Zusatzdiagnostik: Synaptophysin/Chromogranin/INSM1 nach Morphologie; Ki-67, Mitosezahl, Invasion, R-Status.
Histologischer Leitbefund: Gut differenzierte neuroendokrine Morphologie, seltener als im Rektum
Wichtigste Abgrenzung: NEC und metastatische NET unterscheiden
Diagnostisches Vorgehen: Ki-67, Mitosezahl, Lokalisation
Histologischer Leitbefund: Hochgradig atypischer kleinzelliger Tumor mit Nekrosen und zahlreichen Mitosen
Wichtigste Abgrenzung: Lymphom und schlecht differenziertes Adenokarzinom
Diagnostisches Vorgehen: PanCK, neuroendokrine Marker, Ki-67
Histologischer Leitbefund: Hochgradig atypische große Zellen, neuroendokrine Architektur und Nekrosen
Wichtigste Abgrenzung: Schlecht differenziertes Adenokarzinom und NET G3
Diagnostisches Vorgehen: Ki-67, neuroendokrine Marker
Histologischer Leitbefund: Morphologisch eigenständige neuroendokrine und nicht neuroendokrine Komponente
Wichtigste Abgrenzung: Fokale Markerexpression allein reicht nicht
Diagnostisches Vorgehen: Gründliche Morphologie, komponentenspezifische IHC
Histologischer Leitbefund: Reife Ganglienzellen in Schwannzellreichem Stroma
Wichtigste Abgrenzung: Ganglioneuromatose und neurofibromatöse Läsion
Diagnostisches Vorgehen: S100/SOX10, Synaptophysin
Histologischer Leitbefund: Diffuse oder multiple Ganglienzell-/Nervenfaserproliferation
Wichtigste Abgrenzung: Syndromassoziation (MEN2B/PTEN/NF1) prüfen
Diagnostisches Vorgehen: Ausdehnung, Klinik, ggf. Genetik
Histologischer Leitbefund: Spindelzellige Nervenläsion mit variabler S100-Positivität
Wichtigste Abgrenzung: Schwannom/Perineuriom/GIST
Diagnostisches Vorgehen: S100, CD34, SOX10, Neurofibromatose-Kontext
Histologischer Leitbefund: S100/SOX10-positive spindelzellige Tumorbildung, oft lymphoider Randsaum
Wichtigste Abgrenzung: GIST (DOG1/CD117), Leiomyom (SMA/Desmin)
Diagnostisches Vorgehen: S100/SOX10, DOG1, SMA
Histologischer Leitbefund: Blande polygonale Zellen mit grob eosinophilem granulärem Zytoplasma
Wichtigste Abgrenzung: Makrophagen und andere granularzellige Läsionen
Diagnostisches Vorgehen: S100/SOX10, CD68
Histologischer Leitbefund: Spindel- oder epitheloidzelliger mesenchymaler Tumor, oft DOG1/CD117-positiv
Wichtigste Abgrenzung: Leiomyom, Schwannom, Desmoid und IMT
Diagnostisches Vorgehen: DOG1/CD117, ggf. KIT/PDGFRA
Morphologie: Spindelzellige oder epitheloide Tumorzellen, häufig relativ gleichförmig.
Klinik: Mesenchymaler Tumor, im Kolorektum selten; häufig intramural/submukosal.
Verwechslungsdiagnosen: Schwannom des Gastrointestinaltrakts; Leiomyom; Gastrointestinales Leiomyosarkom
Fallstricke: CD117/DOG1-Muster und Morphologie gemeinsam interpretieren; seltene GIST sind KIT-negativ.
Zusatzdiagnostik: DOG1, KIT/CD117 und bei Bedarf molekulare KIT/PDGFRA-Abklärung.
Histologischer Leitbefund: Blandes glattmuskuläres Bündelwachstum, häufig kleine polypoide Läsion
Wichtigste Abgrenzung: GIST oder Prolapsreaktion
Diagnostisches Vorgehen: SMA/Desmin, DOG1
Histologischer Leitbefund: Atypischer glattmuskulärer Tumor mit Mitosen und ggf. Nekrosen
Wichtigste Abgrenzung: GIST, dedifferenzierte andere Sarkome
Diagnostisches Vorgehen: SMA/Desmin/h-Caldesmon, DOG1
Histologischer Leitbefund: Reifes Fettgewebe in umschriebener submukosaler Läsion
Wichtigste Abgrenzung: Lipoblastische/atypische Läsionen bei ungewöhnlicher Morphologie
Diagnostisches Vorgehen: Makroskopie, ggf. MDM2 bei Verdacht
Histologischer Leitbefund: Atypische stromale Zellen im adipösen Tumor
Wichtigste Abgrenzung: Lipom, reaktive Fettgewebsveränderung
Diagnostisches Vorgehen: MDM2-Amplifikation bei Indikation
Histologischer Leitbefund: Lange bland-fibroblastische Faszikel mit infiltrativem Wachstum
Wichtigste Abgrenzung: GIST, reaktive Fibrose
Diagnostisches Vorgehen: Nukleäres β-Catenin, CTNNB1/APC-Kontext
Histologischer Leitbefund: Spindelzelltumor mit lymphoplasmazellulärem Infiltrat
Wichtigste Abgrenzung: GIST und entzündliche Pseudotumoren
Diagnostisches Vorgehen: ALK, ggf. ROS1/NTRK im Kontext
Histologischer Leitbefund: Musterlos angeordnete Spindelzellen und verzweigte Gefäße
Wichtigste Abgrenzung: GIST und andere spindelzellige Tumoren
Diagnostisches Vorgehen: STAT6 (nukleär), CD34
Histologischer Leitbefund: Blande perineuriale spindelzellige Zellen, teils um Krypten
Wichtigste Abgrenzung: Mukosales Schwannzellhamartom
Diagnostisches Vorgehen: EMA/Claudin-1/GLUT1
Histologischer Leitbefund: Plexiforme spindelzellige myxoide Tumorarchitektur
Wichtigste Abgrenzung: GIST und andere myxoide Läsionen
Diagnostisches Vorgehen: IHC-Panel, Lokalisation kritisch prüfen
Histologischer Leitbefund: Monomorphe perivaskuläre Rundzellen um verzweigte Gefäße
Wichtigste Abgrenzung: NET und perivaskuläre mesenchymale Tumoren
Diagnostisches Vorgehen: SMA, Kollagen IV, neuroendokrine Marker
Histologischer Leitbefund: Epithelioide/spindelige perivaskuläre Zellen mit melanocytärer und myogener Differenzierung
Wichtigste Abgrenzung: GIST, Melanom, klarzellige Metastase
Diagnostisches Vorgehen: HMB45/MelanA, SMA, TFE3-Kontext
Histologischer Leitbefund: Benigne proliferierende blutgefüllte Gefäßräume
Wichtigste Abgrenzung: Gefäßektasie oder vaskuläre Malformation
Diagnostisches Vorgehen: CD31/ERG nach Bedarf
Histologischer Leitbefund: Dilatierte dünnwandige lymphatische Räume
Wichtigste Abgrenzung: Hämangiom, zystische andere Läsionen
Diagnostisches Vorgehen: D2-40, CD31
Histologischer Leitbefund: Dilatierte irreguläre Gefäße in Mukosa/Submukosa
Wichtigste Abgrenzung: Strahlenschaden und portale hypertensive Kolopathie
Diagnostisches Vorgehen: Endoskopie, Lokalisation
Histologischer Leitbefund: Gefäßmalformation mit Arterien- und Venenanteilen
Wichtigste Abgrenzung: Angiodysplasie und Tumorgefäße
Diagnostisches Vorgehen: Tiefenbeurteilung, Elastika bei Bedarf
Histologischer Leitbefund: Schlitzförmige Gefäße, Spindelzellen, Erythrozytenextravasate
Wichtigste Abgrenzung: Angiosarkom, reaktive vaskuläre Proliferation
Diagnostisches Vorgehen: HHV8 (LANA), CD31
Histologischer Leitbefund: Atypische infiltrierende vaskuläre Proliferation, variable solide Anteile
Wichtigste Abgrenzung: Schlecht differenziertes Karzinom oder Kaposi-Sarkom
Diagnostisches Vorgehen: ERG/CD31, HHV8 als DD
Histologischer Leitbefund: Epithelioide vaskuläre Zellen in myxohyalinem Stroma
Wichtigste Abgrenzung: Karzinom und Angiosarkom
Diagnostisches Vorgehen: ERG/CD31, CAMTA1/TFE3 nach Kontext
Histologischer Leitbefund: Amorphe eosinophile Ablagerungen in Mukosa/Gefäßwänden
Wichtigste Abgrenzung: Hyalinisierte Ischämie oder Kollagenose
Diagnostisches Vorgehen: Kongorot mit Doppelbrechung, Subtypisierung
Histologischer Leitbefund: Gaszysten mit histiozytärer/Riesenzellreaktion in Darmwand
Wichtigste Abgrenzung: Artefakt, andere zystische Wandläsionen
Diagnostisches Vorgehen: Makroskopie/Bildgebung
Histologischer Leitbefund: Riesenzellreaktion um exogenes Material, ggf. nach OP oder Perforation
Wichtigste Abgrenzung: Crohn, Infektion, neoplastische Reaktion
Diagnostisches Vorgehen: Polarisation, Operationsanamnese
Histologischer Leitbefund: Polymorphe Follikel mit Keimzentren, Mantelzonen und Polarisierung
Wichtigste Abgrenzung: Follikuläres Lymphom oder Mantelzelllymphom
Diagnostisches Vorgehen: Morphologie, ggf. CD20/CD3/CD10/BCL2
Histologischer Leitbefund: Infiltrat kleiner B-Zellen, teils lymphoepitheliale Läsionen
Wichtigste Abgrenzung: Reaktive Hyperplasie, follikuläres Lymphom
Diagnostisches Vorgehen: CD20, CD5/CD10, Leichtketten, Klonalität
Histologischer Leitbefund: Diffuse großzellige atypische lymphatische Proliferation
Wichtigste Abgrenzung: Undifferenziertes Karzinom, Melanom
Diagnostisches Vorgehen: CD45/CD20, PanCK, weitere Lymphomdiagnostik
Histologischer Leitbefund: Monomorphe kleine bis mittelgroße B-Zellen, teils multiple Polypen
Wichtigste Abgrenzung: Andere kleine B-Zell-Lymphome
Diagnostisches Vorgehen: Cyclin D1/SOX11, CD5
Histologischer Leitbefund: Atypische follikuläre B-Zell-Proliferation mit gestörter Follikelarchitektur
Wichtigste Abgrenzung: Reaktive lymphoide Hyperplasie
Diagnostisches Vorgehen: CD10/BCL6/BCL2 und Klonalität
Histologischer Leitbefund: Monomorphe mittelgroße Blasten, hohe Mitoserate, Starry-sky
Wichtigste Abgrenzung: DLBCL/HGBL
Diagnostisches Vorgehen: Ki-67, MYC-Rearrangement, EBV-Kontext
Histologischer Leitbefund: Aggressive B-Zell-Neoplasie mit blastoidem/hochproliferativem Bild
Wichtigste Abgrenzung: Burkitt und DLBCL
Diagnostisches Vorgehen: Molekulare Klassifikation, MYC/BCL2 nach Kriterien
Histologischer Leitbefund: Lymphoproliferatives Spektrum bei Transplantation/Immunsuppression
Wichtigste Abgrenzung: EBV-MCU und de-novo-Lymphom
Diagnostisches Vorgehen: EBER, Transplantationsanamnese
Histologischer Leitbefund: Dichtes meist monomorphes T-Zell-Infiltrat mit indolentem Verhalten
Wichtigste Abgrenzung: CED und aggressives T-Zell-Lymphom
Diagnostisches Vorgehen: T-Zell-Panel, Klonalität, Verlauf
Histologischer Leitbefund: Atypische intestinale T-Zell-Proliferation, variable Mukosaschädigung
Wichtigste Abgrenzung: Reaktiv-entzündliches Infiltrat, andere T-Zell-Neoplasien
Diagnostisches Vorgehen: CD3/CD4/CD8/CD56, molekulare Diagnostik
Histologischer Leitbefund: Angioinvasive nekrotisierende atypische lymphatische Proliferation
Wichtigste Abgrenzung: Andere lymphatische Neoplasien, schwere Infektion
Diagnostisches Vorgehen: EBER, CD56, zytotoxische Marker
Histologischer Leitbefund: Plasmablastische hochproliferative Zellen, oft bei Immunsuppression
Wichtigste Abgrenzung: Plasmazellneoplasie und schlecht differenziertes Karzinom
Diagnostisches Vorgehen: CD138/MUM1, EBER, CD20
Histologischer Leitbefund: Dichte atypische Mastzellaggregate, teils mit Eosinophilen
Wichtigste Abgrenzung: Reaktive Mastzellvermehrung ist nicht ausreichend
Diagnostisches Vorgehen: Tryptase/CD117/CD25, KIT-Kontext
Histologischer Leitbefund: Zellen mit gefurchten Kernen, häufig eosinophiles Begleitinfiltrat
Wichtigste Abgrenzung: Andere Histiozytosen und reaktive Entzündung
Diagnostisches Vorgehen: CD1a/Langerin/S100
Histologischer Leitbefund: Braun pigmentierte Makrophagen in der Lamina propria
Wichtigste Abgrenzung: Hämosiderin oder andere Pigmente
Diagnostisches Vorgehen: Pigmenttyp, Laxanzienanamnese
Histologischer Leitbefund: Grobkörniges Pigment bei Blutung oder Eisenablagerung
Wichtigste Abgrenzung: Lipofuszinpigmentierung der Melanosis coli
Diagnostisches Vorgehen: Berliner Blau nach Bedarf
Histologischer Leitbefund: Atypische epithelioide oder spindelige Tumorzellen, ggf. melaninpigmentiert
Wichtigste Abgrenzung: Undifferenziertes Karzinom, PEComa
Diagnostisches Vorgehen: SOX10/S100/MelanA, Vorbefund
Histologischer Leitbefund: Melanozytärer maligner Tumor im anorektalen Übergang, oft amelanotisch
Wichtigste Abgrenzung: Karzinom/Lymphom und kutane Metastase
Diagnostisches Vorgehen: SOX10/S100, anatomische Zuordnung
Histologischer Leitbefund: Fibromuskuläre Lamina propria und erosive Regeneration
Wichtigste Abgrenzung: Chronische CED und echte dysplastische Polypen
Diagnostisches Vorgehen: Rektaler Lokalbefund
Histologischer Leitbefund: Follikuläre lymphatische Aggregate im Rektum
Wichtigste Abgrenzung: Lymphomverdacht bei monotonem Wachstum
Diagnostisches Vorgehen: Architektur, ggf. IHC
Histologischer Leitbefund: Große nukleoläre Zellen und mitotische Aktivität entlang geschädigter Krypten
Wichtigste Abgrenzung: Reaktive Atypie darf nicht vorschnell Dysplasie heißen
Diagnostisches Vorgehen: Begleitinflammation, oberflächennahe Reifung
Histologischer Leitbefund: Thermische oder mechanische Zellschädigung ohne echtes Läsionsmuster
Wichtigste Abgrenzung: Kann Dysplasie und Gefäßveränderungen verfälschen
Diagnostisches Vorgehen: Probengewinnung, zusätzliche Schnitte
Histologischer Leitbefund: Oberflächliche Epithelablösung, Ödem, fokale Entzündung
Wichtigste Abgrenzung: Fokal aktive Kolitis oder Ischämie
Diagnostisches Vorgehen: Darmvorbereitung, Distribution
Histologischer Leitbefund: Leere gasartige Räume in Lamina propria nach Endoskopie/Präparation
Wichtigste Abgrenzung: Lipomatöse Läsionen und echte Pneumatosis
Diagnostisches Vorgehen: Endoskopischer Kontext
Histologischer Leitbefund: Pigmentmakrophagen betonen Mukosakontrast, meist ohne Neoplasie
Wichtigste Abgrenzung: Pigment im Adenom nicht als Tumormarker interpretieren
Diagnostisches Vorgehen: HE und ggf. Eisenfärbung
Histologischer Leitbefund: Nichtverkäsende Granulome nach Ausschluss häufiger Ursachen
Wichtigste Abgrenzung: Crohn, Infektionen, Fremdkörper
Diagnostisches Vorgehen: Systembefund und Erregersuche
Histologischer Leitbefund: Tiefe diskrete Ulzera, oft ileozökal; histologisch meist unspezifisch
Wichtigste Abgrenzung: Crohn, Infektion und Ischämie
Diagnostisches Vorgehen: Systemische Klinik, Endoskopie
Histologischer Leitbefund: Entzündung und Schädigung von Gefäßwänden, teils Ischämiefolgen
Wichtigste Abgrenzung: Primäre Ischämie oder sekundäre Gefäßveränderung
Diagnostisches Vorgehen: Gefäßfärbungen, Serologie, Systemkontext
Histologischer Leitbefund: Dichtes lymphoplasmazelluläres Infiltrat mit storiformer Fibrose
Wichtigste Abgrenzung: IgG4-positive Plasmazellen allein nicht diagnostisch
Diagnostisches Vorgehen: IgG4/IgG, Systembefund, Organ-Kriterien
Suchbegriff oder Filter reduzieren. Seltene Ursachen sind häufig über benachbarte Patterns auffindbar.
Morphologie, Gegenprobe und nächster Schritt – nebeneinander.
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