| Desmoplasie |
Eine Desmoplasie bezeichnet die reaktive Neubildung eines kollagenreichen, fibrösen Stromas als Antwort auf das Wachstum eines meist malignen Tumors. Sie entsteht durch Aktivierung stromaler Fibroblasten und führt histologisch zu einem derben, narbigen Tumorstroma.
Molekularer Mechanismus
- Aktivierung von cancer-associated fibroblasts (CAFs) durch Tumorzellen
- Wichtige Mediatoren: TGF-β, PDGF, FGF, CTGF und IL-6
- Vermehrte Synthese von Kollagen Typ I und III, Fibronectin und Proteoglykanen
- Remodelling der extrazellulären Matrix durch Matrix-Metalloproteinasen (MMPs)
Histologie
- Zellarmes bis mäßig zellreiches, kollagenfaserreiches Stroma
- Spindelige Fibroblasten oder Myofibroblasten zwischen Tumorzellverbänden
- Makroskopisch häufig derbe, weißliche Schnittfläche
Typische Tumoren
Klinisch-pathologische Bedeutung
- Kann die Tumorinvasion und Metastasierung fördern
- Beeinflusst die Medikamentenpenetration und Therapieantwort
- Ist häufig mit einer ungünstigeren Prognose assoziiert
Synonyms:
desmoplastisch, desmoplastische, desmoplastisches, desmoplastische Stromareaktion
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