Amyloid

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Term Definition
Amyloid
Amyloid ist ein pathologisches, extrazelluläres Ablagerungsmaterial aus fehlgefalteten Proteinfragmenten, die sich in fibrillärer, β-Faltblatt-Struktur organisieren. Es lagert sich in Geweben und Organen ab und führt dort zu funktioneller Schädigung.
Struktur und Entstehung
  • Ablagerung von unlöslichen Proteinfibrillen aus verschiedenen Vorläuferproteinen (z. B. AL, AA, ATTR)
  • Gemeinsames Merkmal: β-Faltblatt-Konfiguration → stabile, protease-resistente Aggregate
  • Kann lokalisiert oder systemisch auftreten
Histologie und Nachweis
  • Amorphes, eosinophiles, extrazelluläres Material in HE-Färbung
  • Kongo-Rot-Färbung: ziegelrot unter Normallicht, grün-gelb doppelbrechend im polarisierten Licht
  • Nachweis auch mit Thioflavin-T (fluoreszenzbasiert) oder Immunhistochemie (Subtypisierung)
Klinische Relevanz
  • Systemische Amyloidose: z. B. AL-Amyloid (Plasmazellerkrankungen), AA-Amyloid (chronische Entzündungen)
  • Lokalisiert: z. B. im Herzen (ATTR), in endokrinen Tumoren (z. B. Medulläres Schilddrüsenkarzinom)
  • Diagnostik: Gewebebiopsie mit Kongo-Rot; Unterscheidung der Amyloidform per IHC oder Massenspektrometrie
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