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Der CRM (Circumferential Resection Margin, zirkumferentieller Resektionsrand) bezeichnet den nicht peritonealisierten radialen Resektionsrand eines chirurgischen Präparates, insbesondere beim Rektumkarzinom. Er beschreibt den geringsten Abstand zwischen Tumor und Resektionsfläche zur mesorektalen Faszie bzw. zum Resektionsrand.
Pathologische Beurteilung
- Gemessen wird der minimale Abstand zwischen Tumor und Resektionsrand
- Berücksichtigt werden Primärtumor, Tumordeposits, Lymphknotenmetastasen sowie Lymph- und Gefäßinvasionen
- Die Messung erfolgt histologisch in Millimetern
Klassifikation
- CRM negativ (CRM−): Tumorabstand > 1 mm
- CRM positiv (CRM+): Tumorabstand ≤ 1 mm
- Ein positiver CRM entspricht einer R1-Resektion am zirkumferentiellen Rand
Klinisch-pathologische Bedeutung
- Wichtiger unabhängiger Prognosefaktor beim Rektumkarzinom
- Ein positiver CRM ist mit einer erhöhten Lokalrezidivrate und schlechteren Prognose assoziiert
- Der präoperative Abstand zur mesorektalen Faszie wird mittels MRT beurteilt und beeinflusst die Indikation zur neoadjuvanten Therapie
Weitere Tumorentitäten
- Der CRM ist auch bei Ösophagus-, Pankreas- und anderen retroperitonealen Tumoren von Bedeutung
- Das zugrunde liegende Prinzip ist die Beurteilung des radialen, nicht serosabedeckten Resektionsrandes
Synonyms:
zirkumferentieller Resektionsrand,CRM-Abstand,zirkumferenzielle Resektionsrand
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