Ekzem |
Ekzem (auch: Dermatitis) ist ein nicht infektiöser, entzündlicher Hautzustand, der durch Rötung, Juckreiz, Schuppung, Nässen und ggf. Bläschenbildung gekennzeichnet ist. Es handelt sich um eine häufige Reaktion der Haut auf exogene Reize (z. B. Allergene, Irritantien) oder endogene Dispositionen.
Typen (Beispiele)
- Atopisches Ekzem: Chronisch-rezidivierend, oft bei atopischer Diathese (z. B. Heuschnupfen, Asthma)
- Kontaktallergisches Ekzem: Typ-IV-Reaktion nach Allergenkontakt (z. B. Nickel, Duftstoffe)
- Irritativ-toxisches Ekzem: Durch direkte Schadwirkung von Chemikalien, häufig an Händen
- Seborrhoisches Ekzem: Fette Hautareale, assoziiert mit Malassezia-Hefen
Histologie
- Spongiose: Interzelluläres Ödem der Epidermis
- Lymphozytäres Infiltrat in der Dermis (perivaskulär)
- Intraepidermale Vesikel (bei akuten Formen)
- Hyperkeratose und Akanthose (bei chronischem Verlauf)
Klinische Relevanz
- Sehr häufige dermatologische Diagnose
- Therapie je nach Ursache: topische Kortikosteroide, Calcineurininhibitoren, Barriereschutz
- Bei allergischem Ekzem: Allergiediagnostik (Epikutantest)
Synonyms:
Dermatitis
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