Fibrin ist ein unlösliches Protein, das durch enzymatische Spaltung von Fibrinogen durch
Thrombin entsteht und eine zentrale Rolle in der
Blutgerinnung spielt. Es bildet ein stabilisierendes
Netzwerk innerhalb eines Thrombus und ist Bestandteil des Wundheilungsprozesses.
Pathologische Relevanz
- Fibrinablagerungen sind typisch bei akuten Entzündungen, Ulzerationen, Thrombosen und in Gefäßwänden (z. B. Vaskulitiden).
- Bei Ulzera und Erosionen der Schleimhaut (z. B. Magen, Darm, Haut) findet sich oberflächlich häufig ein fibrinös-exsudativer Belag.
- Fibrin ist wesentlicher Bestandteil von Wundschorf und deckt nekrotisches Gewebe bei der Koagulationsnekrose ab.
Histologische Darstellung
- In der HE-Färbung erscheint Fibrin als amorphes, eosinophiles (rosa) Material, oft schichtweise gelagert oder netzartig.
- Kann mit Spezialfärbungen wie MSB (Martius Scarlet Blue) oder Phosphotungstinsäure-Hämatoxylin (PTAH) differenziert dargestellt werden.
Klinische Bedeutung
- Fibrinablagerungen helfen bei der Beurteilung akuter Entzündungen, Thromben und Ulzerationen.
- Im Wundschorf dient Fibrin als <b"provisorisches matrixmaterial<="" b=""> für Zellmigration und Heilung.</b"provisorisches>
Synonyms:
fibrinös,fibrinöse,fibrinöses,Fibrinauflagerung