| Keratinisierung |
Die Keratinisierung (Verhornung) bezeichnet die Differenzierung von Plattenepithelzellen mit Bildung von Keratinen und Ausbildung einer schützenden Hornschicht (Stratum corneum). Sie ist ein physiologischer Prozess der Epidermis und bestimmter Schleimhäute, kann jedoch auch im Rahmen neoplastischer Prozesse auftreten.
Histologie
- Zunehmende Anreicherung von Zytokeratin-Intermediärfilamenten im Zytoplasma
- Verlust von Zellkern und Organellen in terminal differenzierten Keratinozyten
- Bildung eosinophiler, kompakter Hornmassen
- Histologisch sichtbar als Orthokeratose (kernlos) oder Parakeratose (kernhaltig)
Molekularbiologie
- Regulation durch Transkriptionsfaktoren wie p63 und NOTCH-Signalwege
- Expression spezifischer Zytokeratine (u. a. CK5, CK14, CK1, CK10) abhängig vom Differenzierungsgrad
- Beteiligung von Filaggrin, Involucrin und Loricrin an der terminalen Differenzierung
Pathologische Bedeutung
- Typisches Merkmal des Plattenepithelkarzinoms
- Manifestiert sich als Keratinperlen, Einzelzellverhornung oder Dyskeratose
- Der Grad der Keratinisierung korreliert häufig mit dem Differenzierungsgrad des Tumors
Immunhistochemie
- Typischerweise Expression von CK5/6, p40 und p63
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