Eosinophiler

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Term Definition
Eosinophiler
Eosinophiler Granulozyt
Eosinophile Granulozyten (kurz Eosinophile) sind spezialisierte, polymorphkernige Leukozyten, die eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen, parasitären Infektionen und bestimmten chronisch-entzündlichen Erkrankungen spielen. Ihr Zytoplasma enthält charakteristische, eosinophil anfärbbare Granula mit toxischen Proteinen.
Physiologie und Aktivierung
  • Entstehung im Knochenmark unter Kontrolle von IL-5, IL-3 und GM-CSF
  • Migration ins Gewebe über eotaxin-vermittelte Chemotaxis (v. a. CCL11 über CCR3)
  • Aktivierung durch IgE-vermittelte Mechanismen, Zytokine oder Pathogenkontakt
Molekularpathologie
  • Granula enthalten zytotoxische Proteine wie Major Basic Protein (MBP), Eosinophil Cationic Protein (ECP) und Eosinophil-derived Neurotoxin (EDN)
  • Diese führen zur Schädigung von parasitären Strukturen, aber auch zur epithelialen Zellschädigung bei autoimmunen oder allergischen Prozessen
  • Bei chronischer Aktivierung: Fibrose, Remodelling, Gewebeschädigung (z. B. in Lunge, GI-Trakt)
Pathophysiologie
Diagnostische Relevanz
  • Histologie: Nachweis eosinophiler Infiltrate in Biopsien (z. B. GI-Trakt, Haut, Lunge)
  • Blutbild: Eosinophilie >500/µl → Hinweis auf systemische oder lokale Aktivierung
  • Molekular: Genetische Veränderungen bei hypereosinophilen Syndromen (z. B. FIP1L1-PDGFRA-Fusion)
Synonyms: Eosinophilenzahl,eosinophile Granulozyten,Eosinophilie,Eosinophilen,Eosinophile, eosinophiler Granulozyt
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