Koagulationsnekrose

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Term Definition
Koagulationsnekrose
Koagulationsnekrose ist eine Form des Zelluntergangs, bei der die Zell- und Gewebestruktur trotz Denaturierung der Proteine weitgehend erhalten bleibt. Sie entsteht durch hypoxische Zellschädigung, insbesondere bei ischämischen Infarkten.
Pathophysiologie
  • Hypoxie → ATP-Mangel → Störung der Ionenhomöostase → Zellschwellung
  • Denaturierung von Proteinen durch Azidose
  • Lyse von Zellorganellen verzögert → Zellarchitektur bleibt erhalten
Histologie
  • Eosinophiles, homogenisiertes Zytoplasma
  • Karyolyse, Karyorrhexis oder Pyknose der Zellkerne
  • Entzündungsreaktion mit Granulozyteninfiltration
Vorkommen
  • Ischämische Infarkte: Herz (Myokardinfarkt), Niere, Milz
  • Fibrinoide Nekrose: In Gefäßwänden bei Vaskulitiden
  • Koagulationsnekrotische Tumorareale: Z. B. nach Chemotherapie
Klinische Relevanz
  • Histopathologisches Zeichen akuter Ischämieschäden
  • Wichtig für die Differenzierung von nekrotischen Prozessen (z. B. vs. Kolliquationsnekrose im Gehirn)
Synonyms: Koagulationsnekrosen