Pseudostratifizierung

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Term Definition
Pseudostratifizierung

Eine Pseudostratifizierung bezeichnet das histologische Erscheinungsbild eines einschichtigen Epithels mit scheinbar mehrreihiger Zellanordnung. Obwohl die Zellkerne auf unterschiedlichen Höhen liegen, besitzen alle Zellen Kontakt zur Basalmembran.

Histologie
  • Kerne liegen auf unterschiedlichen Ebenen und vermitteln den Eindruck eines mehrschichtigen Epithels
  • Alle Zellen erreichen die Basalmembran, jedoch nicht zwingend die Oberfläche
  • Abgrenzung zum echten mehrschichtigen Epithel, bei dem nur die basalen Zellen Kontakt zur Basalmembran besitzen
Typische Beispiele
  • Respiratorisches Flimmerepithel der Trachea und Bronchien
  • Nebenhodenepithel und Ductus deferens
  • Prostataepithel mit Basalzellschicht
Molekularbiologie
  • Die Zellpolarität wird durch Zelladhäsionsmoleküle und Basalmembran-Interaktionen reguliert
  • Basale Stamm- und Vorläuferzellen gewährleisten die kontinuierliche Regeneration des Epithels
Klinisch-pathologische Bedeutung
  • Wichtiger histologischer Normalbefund verschiedener Organe
  • Verlust der regulären Kernanordnung und Polarität ist ein Merkmal epithelialer Dysplasien und Karzinome
  • Die Beurteilung der Pseudostratifizierung spielt insbesondere in der Prostata- und Zervixpathologie eine Rolle
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