Anti-EGFR-Therapie

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Term Definition
Anti-EGFR-Therapie

Die Anti-EGFR-Therapie ist eine zielgerichtete Tumortherapie, die den Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR, ERBB1) blockiert und dadurch die Aktivierung proliferationsfördernder Signalwege hemmt. Sie wird insbesondere bei Tumoren mit intaktem EGFR-Signalweg eingesetzt.

Molekularer Mechanismus
  • Blockade der EGFR-vermittelten Signaltransduktion
  • Hemmung der nachgeschalteten RAS-RAF-MAPK- und PI3K-AKT-mTOR-Signalwege
  • Folge: Verminderte Zellproliferation, Angiogenese und Tumorprogression
Therapeutische Prinzipien
  • Monoklonale Antikörper: Bindung an die extrazelluläre EGFR-Domäne (z. B. Cetuximab, Panitumumab)
  • Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI): Hemmung der intrazellulären Tyrosinkinasedomäne (z. B. Gefitinib, Erlotinib, Osimertinib)
Prädiktive Marker
  • Kolorektales Karzinom: Wirksamkeit von Cetuximab/Panitumumab nur bei RAS-Wildtyp (KRAS und NRAS)
  • NSCLC: Ansprechen auf EGFR-TKI bei aktivierenden EGFR-Mutationen (z. B. Exon-19-Deletion, L858R)
  • Weitere Resistenzmechanismen: BRAF-, PIK3CA- oder MET-Alterationen
Klinisch-pathologische Bedeutung
  • Wichtiger Bestandteil der Präzisionsonkologie
  • Molekularpathologische Testung vor Therapiebeginn obligat
Synonyms: Anti-EGFR-Therapien
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