Blutung

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Term Definition
Blutung
Blutung (Hämorrhagie) bezeichnet das Austreten von Blut aus dem Gefäßsystem in umliegendes Gewebe, in Körperhöhlen oder an äußere Oberflächen. Je nach Lokalisation, Ausmaß und Ursache kann sie harmlos bis lebensbedrohlich sein.
Histologie
  • Extravasation von Erythrozyten in das Interstitium oder Lumen
  • Frisch: intakte Erythrozyten ohne Entzündung
  • Subakut: Hämolyse, Hämosiderinbeladene Makrophagen (Siderophagen)
  • Chronisch: Organisation durch Granulationsgewebe und Fibrose möglich
Ursachen
  • Gefäßverletzung: Trauma, Operation, vaskuläre Erosion (z. B. Ulkus, Tumor)
  • Gefäßwandschäden: Entzündung (Vaskulitis), Nekrose, Infiltration durch Malignome
  • Gerinnungsstörungen: Koagulopathien (z. B. Hämophilie, Leberinsuffizienz), Thrombozytopenie, Antikoagulation
  • Hypertonie: z. B. spontane intrazerebrale Blutung
Formen (nach Lokalisation)
  • Epistaxis: Nasenbluten
  • Hämatemesis: Blut im Erbrochenen
  • Hämatochezie / Meläna: frisches oder schwarzes Blut im Stuhl
  • Hämatothorax / Hämoperitoneum / Hämarthros: Blut in Körperhöhlen
  • Ekchymosen / Petechien / Hämatome: Blutung in die Haut oder das Unterhautfettgewebe
Klinische Relevanz
  • Histologische Beurteilung wichtig zur Ursachenklärung (z. B. Ulkusblutung, Tumorblutung, vaskulitische Veränderungen)
  • Makroskopisch imponiert frisches Blut rot, altes Blut schwarz (Hämoglobinabbau)
  • Kann Ausdruck systemischer Erkrankungen oder lokaler Pathologie sein
Synonyms: Hämorrhagie,Blutungen
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