Bolusobstruktion

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Term Definition
Bolusobstruktion
Bolusobstruktion (auch: Bolusimpaktion) bezeichnet eine akute mechanische Blockade eines Hohlorgans durch einen Nahrungsbolus oder ein Fremdmaterial. Am häufigsten ist der ÖsophagusPathophysiologie
  • Ein nicht ausreichend zerkleinerter oder klebriger Nahrungsbolus (z. B. Fleisch) bleibt im Ösophagus stecken
  • Begünstigt durch: Motilitätsstörungen, Refluxstrikturen, Ösophagustumoren, Ringe/Membranen
  • Kann zu Schleimhautulzerationen, Perforation oder Blutung führen
Bolustod – klinisches Sonderphänomen
  • Plötzlicher Tod nach Verschlucken, z. B. bei vagaler Reflexinduktion (N. vagus) durch Bolus im Ösophagus
  • → führt zu Bradykardie, Asystolie oder reflektorischem Herzstillstand
  • Oft ohne makroskopisch erkennbare Obstruktion in der Obduktion
Klinische Relevanz
  • Symptome: Akute Dysphagie, retrosternaler Druck, Speichelfluss, evtl. Erbrechen
  • Diagnostik: Endoskopie zur Visualisierung und Entfernung
  • Therapie: Endoskopische Bergung, ggf. Abklärung struktureller Ursachen
  • Prävention: Gründliches Kauen, Vermeidung großer Bissen bei Risikopatienten
Synonyms: Bolusimpaktion,Bolutod,Bolusimpakt