Prostaglandin

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Term Definition
Prostaglandin
Prostaglandine sind biologisch aktive Lipidmediatoren, die zur Gruppe der Eikosanoide gehören. Sie werden enzymatisch aus Arachidonsäure durch die Cyclooxygenase (COX)-Enzyme gebildet und wirken über spezifische G-Protein-gekoppelte Rezeptoren auf vielfältige physiologische und pathophysiologische Prozesse.
Molekularer Ursprung
  • Ausgangssubstrat: Arachidonsäure (C20:4, mehrfach ungesättigte Fettsäure)
  • Enzyme: COX-1 (konstitutiv) und COX-2 (induzierbar bei Entzündung)
  • Zwischenprodukt: Prostaglandin H2 (PGH2) – wird zu verschiedenen Prostaglandinen (z. B. PGE2, PGD2, PGF2α, PGI2) weiterverarbeitet
Funktion und Wirkung
  • PGE2: Entzündungsfördernd, fiebererzeugend, schmerzsensibilisierend, Förderung der Schleimproduktion im Magen
  • PGI2 (Prostazyklin): Vasodilatation, Hemmung der Thrombozytenaggregation
  • TXA2 (Thromboxan A2, aus PGH2): Vasokonstriktion, Förderung der Thrombozytenaggregation
Klinische Relevanz
  • Entzündung: Prostaglandine sind zentrale Mediatoren bei Entzündungsreaktionen und Zielstruktur für NSAR (z. B. Ibuprofen, Diclofenac)
  • Gastrointestinaltrakt: Schutz der Schleimhaut durch PGE2 – Hemmung (z. B. durch NSAR) kann Ulzera fördern
  • Therapeutisch: PGE1-Analoga wie Misoprostol bei Ulkusprophylaxe oder zur Geburtseinleitung
Synonyms: Prostaglandine,Prostaglandinsynthese
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