Prostaglandin E2

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Term Definition
Prostaglandin E2

PGE2 (Prostaglandin E2) ist ein bioaktives Lipid aus der Gruppe der Prostaglandine, das aus Arachidonsäure über die Cyclooxygenase-Enzyme (COX-1 und COX-2) gebildet wird. Es wirkt über spezifische E-Prostanoid-Rezeptoren (EP1–EP4) und entfaltet vielfältige Funktionen im Gewebe.

Funktionelle Wirkungen
  • Entzündung: Proinflammatorisch, verstärkt Vasodilatation, Schmerz und Ödembildung.
  • Schleimhautprotektion: Fördert Schleim- und Bikarbonatsekretion im Magen, schützt vor Ulzera.
  • Fieberinduktion: Wirkt im Hypothalamus fiebererzeugend.
  • Immunmodulation: Reguliert T-Zell-Antworten, wirkt teils immunsuppressiv.
  • Tumorbiologie: Fördert Angiogenese, Zellmigration und Immunevasion in Tumoren (v. a. über COX-2).
  • Fortpflanzung: Stimuliert die Zervixreifung und Wehentätigkeit; PGE2 wird klinisch zur Geburtseinleitung eingesetzt (z. B. Dinoproston).
Pathologische Relevanz
  • Erhöhte PGE2-Spiegel bei chronischer Entzündung, z. B. Colitis ulcerosa, Arthritis.
  • Überexpression durch COX-2 in verschiedenen Karzinomen, u. a. Kolon-, Mamma- und Lungenkarzinom.
Therapeutische Relevanz
  • COX-Hemmer (NSAR, COX-2-Selektiva): Reduzieren PGE2-Synthese zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung.
  • PGE2-Analoga: Misoprostol zur Ulkusprophylaxe oder Geburtseinleitung.
Synonyms: PGE2,PGE-2,Prostaglandin-E2
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