Sekretion bezeichnet in der Medizin den
aktiven Transport von Substanzen durch spezialisierte
Zellen an eine innere oder äußere Oberfläche. Dies geschieht häufig über
Drüsen und ist essenziell für physiologische Funktionen wie Verdauung, Regulation oder Immunabwehr.
Formen der Sekretion
- Exokrine Sekretion: Abgabe an äußere oder innere Oberflächen (z. B. Speichel, Schweiß, Verdauungsenzyme im Darm).
- Endokrine Sekretion: Abgabe von Hormonen in die Blutbahn (z. B. Insulin aus den Langerhans-Inseln).
- Parakrine und autokrine Sekretion: Lokal wirkende Signalstoffe (z. B. Zytokine, Wachstumsfaktoren).
Histologische Merkmale
- Oft in spezialisierten Epithelzellen oder Drüsen lokalisiert (z. B. Becherzellen im Darm, seröse Drüsen der Speicheldrüse).
- Typische Organellen: ausgeprägtes endoplasmatisches Retikulum, Golgi-Apparat, Sekretgranula.
Klinische Relevanz
- Störungen der Sekretion spielen eine Rolle bei Erkrankungen wie Zystischer Fibrose, Diabetes mellitus oder Gastrinom.
- Über- oder Untersekretion kann diagnostisch und therapeutisch relevant sein.