Achlorhydrie

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Term Definition
Achlorhydrie
Achlorhydrie bezeichnet das vollständige Fehlen von Magensäure (HCl) im Magensaft. Sie ist ein Zeichen für eine gestörte Funktion der Belegzellen (Parietalzellen) des Magens und kann mit verschiedenen Erkrankungen assoziiert sein.
Pathophysiologie
  • Fehlende Sekretion von Salzsäure durch Parietalzellen
  • Folge: gestörte Proteinverdauung, veränderte Eisen- und Vitamin-B12-Resorption
  • Begleitet häufig von Hypergastrinämie durch kompensatorische G-Zell-Stimulation
Ursachen
  • Chronische atrophische Gastritis (v. a. Typ A – autoimmun)
  • Langfristige PPI-Therapie (reversibel)
  • Magenkarzinom (z. B. bei diffuser Typ nach Laurén)
  • Helicobacter pylori-assoziierte Gastritis
Klinische Relevanz