Foveoläre Hyperplasie

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Term Definition
Foveoläre Hyperplasie
Foveoläre Hyperplasie bezeichnet eine reaktive, gutartige Vermehrung der foveolären (oberflächlichen mukösen) Zellen des Magens, typischerweise infolge chronischer Reizung oder Entzündung. Sie tritt v. a. im Rahmen einer reaktiven (chemischen) Gastropathie auf, z. B. bei Gallereflux oder NSAR-Einnahme.
Histologische Merkmale
  • Verlängerte Foveolen, die bis tief in die Mukosa reichen
  • Verzweigte und irregulär angeordnete Foveolen mit Becherzell-artigem, mukösem Zytoplasma
  • Vermehrung schleimbildender Epithelzellen ohne Dysplasie
  • Begleitend: Oberflächliche Erosionen, Ödem und fibroblastisch erweiterte Lamina propria
  • Geringgradiges, oft lymphoplasmazelluläres Infiltrat
Klinische Relevanz
  • Häufiger histologischer Befund bei chemischer Gastropathie (Typ-C-Gastritis), Reflux oder chronischer Reizung
  • Abgrenzung zu neoplastischen Läsionen (z. B. foveoläres Adenom oder Frühkarzinom) wichtig
  • In der Regel benigne und reversibel nach Eliminierung der Ursache