Kolik

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Term Definition
Kolik

Eine Kolik bezeichnet einen anfallsartig auftretenden, wellenförmigen Schmerz, der durch kräftige Kontraktionen der glatten Muskulatur eines Hohlorgans gegen ein mechanisches Hindernis entsteht. Typisch sind Schmerzspitzen mit zwischenzeitlichen Beschwerdeintervallen.

Pathophysiologie
  • Obstruktion oder Lumeneinengung eines Hohlorgans führt zu verstärkter Peristaltik
  • Dehnung der Organwand und Ischämie aktivieren viszerale Schmerzfasern
  • Beteiligte Mediatoren sind u. a. Prostaglandine, Substanz P und Bradykinin
Typische Formen
  • Gallenkolik: meist durch Cholezystolithiasis oder Choledocholithiasis
  • Nierenkolik: typischerweise bei Urolithiasis
  • Darmkolik: z. B. bei Ileus, Invagination oder entzündlichen Prozessen
  • Uteruskolik: z. B. bei Dysmenorrhoe oder Wehentätigkeit
Histologie
Klinisch-pathologische Bedeutung
  • Charakteristisch sind starke, intermittierende Schmerzen mit Bewegungsunruhe des Patienten
  • Die Schmerzlokalisation gibt häufig Hinweise auf das betroffene Organ
  • Persistierende Koliken können auf eine drohende Ischämie oder Organperforation hinweisen
Synonyms: kolikartig,kolikartige,kolikartiges,kolikartiger
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