ESD (Endoskopische Submukosadissektion, engl. Endoscopic Submucosal Dissection) ist ein fortgeschrittenes endoskopisches Resektionsverfahren zur En-bloc-Entfernung oberflächlicher Neoplasien des Gastrointestinaltraktes unabhängig von ihrer Größe. Sie ermöglicht eine präzise histopathologische Beurteilung der Läsion und der Resektionsränder.
Prinzip
- Markierung der Läsionsgrenzen mittels Koagulation
- Submuköse Injektion zur Anhebung der Läsion
- Zirkuläre Inzision der Mukosa und anschließende submuköse Präparation mit Spezialmessern
- Ziel ist die vollständige En-bloc-Resektion
Indikationen
- Frühkarzinome des Ösophagus, Magens und Kolorektums
- Große Adenome oder serratierte Läsionen mit Verdacht auf Frühinvasion
- Läsionen mit hoher Wahrscheinlichkeit einer kurativen endoskopischen Therapie
Pathologische Bedeutung
- Optimale Beurteilung von lateralen und basalen Resektionsrändern (R-Status)
- Exakte Bestimmung von Invasionstiefe, Tumorbudding, Lymph- und Gefäßinvasion sowie Differenzierungsgrad
- Entscheidend für die Bewertung einer kurativer Resektion und der Notwendigkeit einer zusätzlichen Operation
Komplikationen