MLH1-Promotormethylierung

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Term Definition
MLH1-Promotormethylierung

Die MLH1-Promotormethylierung bezeichnet die epigenetische Inaktivierung des DNA-Reparaturgens MLH1 durch Hypermethylierung seines Promotorbereichs. Dies führt zu einem Verlust der MLH1-Expression und damit zu einer Störung des Mismatch-Repair-(MMR)-Systems mit nachfolgender Mikrosatelliteninstabilität (MSI).

Molekularer Mechanismus
  • Methylierung von CpG-Inseln im MLH1-Promotor verhindert die Transkription des Gens
  • Verlust der MLH1-Proteinexpression führt sekundär meist auch zum Verlust von PMS2
  • Folge ist die Akkumulation von Replikationsfehlern, insbesondere in Mikrosatellitenregionen
Pathologische Bedeutung
  • Häufigste Ursache eines sporadischen dMMR/MSI-H-Karzinoms
  • Besonders häufig bei kolorektalen Karzinomen und Endometriumkarzinomen
  • Typischerweise assoziiert mit einer BRAF-V600E-Mutation beim kolorektalen Karzinom
Diagnostik
  • Immunhistochemie: Verlust von MLH1 und PMS2
  • Molekularpathologie: Nachweis der Promotormethylierung mittels PCR-basierter Verfahren oder NGS
  • Dient der Abgrenzung eines sporadischen Tumors von einem Lynch-Syndrom
Klinische Relevanz
  • Wichtiger Biomarker für die hereditäre Tumorabklärung
  • dMMR/MSI-H-Tumoren zeigen häufig ein gutes Ansprechen auf Immuncheckpoint-Inhibitoren
Synonyms: MLH1-Methylierung