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Glossaries

Term Definition
Ösophagus
Der Ösophagus (Speiseröhre) ist ein ca. 25–30 cm langer muskulärer Schlauch, der die Nahrung vom Pharynx zum Magen transportiert. Er beginnt hinter dem Ringknorpel (C6) und endet am ösophagogastralen Übergang auf Höhe des Zwerchfells (Th11).
Topographische Einteilung
  • Halsösophagus: Vom unteren Rand des Ringknorpels (ca. 15 cm ab Schneidezähnen) bis zur oberen Thoraxapertur.
  • Brustösophagus: Von ca. 20 cm ab Zahnreihe bis zum Hiatus oesophageus.
  • Bauchösophagus: Kurzes Segment (ca. 1–3 cm) zwischen Hiatus und Kardia (ca. 40 cm ab Zahnreihe).
Engstellen des Ösophagus
  • Obere Enge: Ringknorpel (ca. 15 cm ab Schneidezähnen)
  • Mittlere Enge: Aortenbogen und linker Hauptbronchus (ca. 25 cm)
  • Untere Enge: Zwerchfelleintritt (ca. 40 cm)
Histologie
  • Mehrschichtig unverhorntes Plattenepithel (bis zur Z-Linie)
  • Muskularis propria: Oben quergestreift, unten glattmuskulär
  • Submukosale Drüsen zur Gleitfähigkeit
Klinische Relevanz
  • Häufige Erkrankungen: Refluxösophagitis, Barrett-Metaplasie, Ösophaguskarzinome
  • Endoskopische Orientierung erfolgt über Entfernung ab Zahnreihe in Zentimetern
  • Engstellen sind Prädilektionsorte für Fremdkörperverlagerung und Tumorentstehung
Synonyms - Speiseröhre,ösophagial,ösophagiale,ösophagiales
Ossifikation

Ossifikation bezeichnet die Bildung von Knochengewebe durch Osteoblasten aus nicht ossärem Gewebe. Sie kann physiologisch (z. B. im Wachstum) oder pathologisch (z. B. in Tumoren oder Narben) auftreten. In der Pathologie ist zwischen echter (heterotoper) Ossifikation und bloßer Kalzifikation zu unterscheiden.

Formen der Ossifikation
  • Desmale Ossifikation: Direkte Knochenbildung aus Bindegewebe (z. B. Schädel, Mandibula)
  • Chondrale Ossifikation: Knochenbildung über Knorpelzwischenstufe (z. B. Röhrenknochen, Epiphysen)
  • Heterotope Ossifikation: Ektopische Knochenbildung außerhalb des Skeletts (z. B. in Narben, Weichteilen, Tumoren)
Ossifikation bei Tumoren
  • Osteogene Tumoren: Osteosarkom produziert atypisches, tumorassoziiertes Osteoid → mineralisiert zu „bizarrem“ Knochen
  • Chondrosarkome: zeigen teils sekundäre Ossifikation in der Knorpelmatrix
  • Weichteiltumoren: z. B. myositis ossificans, ossifizierendes Fibrom, ossifizierendes Lipom
  • Karzinome: Selten metaplastische Knochenbildung (z. B. Mamma-, Schilddrüsen-Ca)
Molekulare Aspekte
  • BMP-Signalweg (Bone Morphogenetic Proteins): zentral bei der Osteoblasteninduktion (v. a. BMP-2, BMP-4, BMP-7)
  • RUNX2: Transkriptionsfaktor der Osteoblastenreifung, ↑ in ossifizierenden Tumoren
  • ALK2 (ACVR1): mutiert bei fibrodysplasia ossificans progressiva – Modell für pathologische Ossifikation
Histologie
  • Lamellärer oder geflechtartiger Knochen mit Osteoblastensaum
  • Abgrenzung zu Verkalkung: Ossifikation zeigt organisierten Knochenaufbau
Klinische Relevanz
  • Heterotope Ossifikation: Kann posttraumatisch oder postoperativ auftreten (z. B. nach Gelenk-OP, Schädelhirntrauma)
  • Tumorassoziierte Ossifikation: Kann diagnostisch hilfreich sein (z. B. Osteosarkom vs. metastatisches Karzinom)
  • Kann Schmerzen, Bewegungseinschränkung oder Frakturanfälligkeit verursachen
  • Therapieansätze: z. B. COX-Hemmer, Bestrahlung, chirurgische Resektion bei symptomatischer Ossifikation
Synonyms - Ossifikationen
Osteoid

Osteoid ist die nicht mineralisierte, organische Grundsubstanz des neugebildeten Knochens, die von aktiven Osteoblasten sezerniert wird. Es besteht hauptsächlich aus Typ-I-Kollagen und wird im Anschluss durch Einlagerung von Kalziumphosphat mineralisiert.

Molekularbiologie
  • 90 % Typ-I-Kollagenfasern (Strukturprotein)
  • 10 % Nicht-Kollagene Matrixproteine: Osteocalcin, Osteopontin, Bone Sialoprotein, ALP
  • Enthält Zytokine und Wachstumsfaktoren (z. B. TGF-β, IGF-1)
  • Reguliert durch: Bone Morphogenetic Proteins (BMPs), insbesondere BMP-2, BMP-7 → fördern Osteoblasten-Differenzierung über RUNX2
Histologie
  • Eosinophil, fibrilläres Material auf der Knochenoberfläche
  • Liegt dem mineralisierten Knochen an, oft osteoblastenbesäumt
  • In H.E.-Färbung heller als reifer Knochen
Klinisch-pathologische Relevanz
  • Osteomalazie / Rachitis: vermehrtes, unmineralisiertes Osteoid durch gestörte Mineralisation
  • Osteosarkom: maligner Tumor mit Produktion von atypischem Osteoid
  • Marker: Alkalische Phosphatase (ALP) ↑ bei erhöhter Osteoidbildung
Synonyms - Osteoidproduktion, osteoidbildende, osteoidbildend,Osteoidbildung,Osteoidnachweis,osteoider,Osteoidbildende
Osteolyse

Osteolyse bezeichnet den pathologischen Abbau von Knochengewebe durch gesteigerte Aktivität von Osteoklasten, durch tumorassoziierte Prozesse oder Infektionen/Entzündungen. „Osteolytisch“ beschreibt Läsionen mit Knochenverlust ohne sklerotische Reaktion, erkennbar als transparente (radioluzente) Areale in der Bildgebung.

Molekulare Mechanismen
  • ↑ RANKL / ↓ OPG: Stimulation osteoklastärer Differenzierung und Aktivität
  • Produktion lytischer Mediatoren: z. B. IL-6, PTHrP, MMPs (z. B. bei Knochenmetastasen)
  • Direkte Destruktion durch infiltrierende Tumorzellen möglich
  • Osteoklastenaktivierung auch durch bakterielle Toxine und Immunantwort bei Osteomyelitis
Histologie
  • Abbau der Knochentrabekel durch Osteoklasten (Howship-Lakunen)
  • Begleitend: Tumorinfiltration, Entzündungszellen oder granulierendes Gewebe
Radiologie
  • Osteolytische Läsion: Scharf oder unscharf begrenzte, radioluzente Zone
  • DD: Osteosklerotische Läsion (z. B. Prostatakarzinom), gemischter Typ
Klinisch-pathologische Bedeutung
  • Typisch bei osteolytischen Metastasen (z. B. Mamma-, Nieren-, Schilddrüsen-Ca, Plasmozytom)
  • Vorkommen auch bei infektiösen Prozessen (z. B. Osteomyelitis), zystischen Läsionen und benignen Tumoren (z. B. Riesenzelltumor)
  • Auch bei entzündlichen Knochenerkrankungen wie Osteomyelitis (häufig metaphysär, besonders bei Kindern)
  • Gefahr von pathologischen Frakturen und Hyperkalzämie
Synonyms - osteolytisch,osteolytische,osteolytisches
osteoplastisch

Osteoplastisch bezeichnet Eigenschaften oder Prozesse, die mit der Bildung von Knochengewebe durch Osteoblasten in Verbindung stehen. Osteoblasten sind spezialisierte Zellen, die für die Synthese und Mineralisation der Knochenmatrix verantwortlich sind. Sie produzieren Kollagen Typ I, Osteocalcin und weitere Proteine, die den Aufbau von Knochen fördern.

In der Pathologie wird der Begriff oft im Zusammenhang mit osteoplastischen Metastasen verwendet, z. B. bei Prostatakarzinomen, bei denen Tumorzellen die übermäßige Knochenbildung stimulieren.

Östrogene
Östrogene sind Steroidhormone mit zentraler Bedeutung für die Entwicklung und Funktion des weiblichen Reproduktionssystems. Sie werden hauptsächlich in den Ovarien synthetisiert, in geringerem Umfang auch in Nebennieren, Plazenta und peripherem Fettgewebe. Zu den wichtigsten Östrogenen gehören Estradiol (E2), Estron (E1) und Estriol (E3).
Physiologische Funktionen
  • Regulation des Menstruationszyklus (v. a. Proliferation des Endometriums in der Follikelphase)
  • Förderung von Brustentwicklung, Vaginal- und Uterusschleimhautreifung, Knochenaufbau
  • Beeinflussung von Lipidstoffwechsel, Gefäßtonus und Gerinnung
Östrogenrezeptoren
  • Östrogene wirken über nukleäre Östrogenrezeptoren: ERα (ESR1) und ERβ (ESR2)
  • Diese fungieren als ligandabhängige Transkriptionsfaktoren und regulieren die Expression zahlreicher Gene
  • Zusätzlich gibt es membranständige, nicht-genomische Signalwege (z. B. über GPER1)
Pathologische Relevanz
  • Hormonabhängige Tumoren: Mammakarzinom, Endometriumkarzinom, seröses Ovarialkarzinom
  • ER-positive Tumoren wachsen östrogenabhängig und sprechen auf antihormonelle Therapien an
  • Nachweis von ER: Immunhistochemisch (z. B. ER-Allred-Score bei Brustkrebs)
Therapeutische Relevanz
  • Antiöstrogene: Tamoxifen (selektiver ER-Modulator)
  • Aromatasehemmer: Hemmen die Umwandlung von Androgenen in Östrogene (v. a. postmenopausal)
  • GnRH-Analoga: Suppression der ovariellen Östrogenproduktion
Synonyms - Östrogen,Estradiol,Estriol,Östrogenabhängig
oxidativer Stress

Oxidativer Stress bezeichnet ein Ungleichgewicht zwischen der Produktion freier Sauerstoffradikale (reaktive Sauerstoffspezies, ROS) und der Fähigkeit des Organismus, diese durch Antioxidantien zu neutralisieren. Dies führt zu Zell- und Gewebeschäden.

Mechanismus
  • Radikalbildung: Superoxid-Anion (O₂⁻), Hydroxylradikal (•OH), Wasserstoffperoxid (H₂O₂)
  • Fenton-Reaktion: Eisen-katalysierte Umwandlung von H₂O₂ in hochreaktive Hydroxylradikale → DNA-, Protein- und Lipidschäden
  • Schädigung: Lipidperoxidation, Proteinmodifikationen, mitochondriale Dysfunktion
Klinische Relevanz
  • Rolle bei neurodegenerativen Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson), Krebs und kardiovaskulären Erkrankungen
  • Fördert Zellalterung durch DNA-Schäden und Telomerverkürzung
  • Antioxidantien (z. B. Glutathion, Vitamin C/E) wirken protektiv
Synonyms - Oxidativer Stress
Oxyntische Mukosa

Die oxyntische Mukosa ist das Magenschleimhautepithel des Fundus und Corpus, das durch das Vorhandensein von Belegzellen (Parietalzellen) charakterisiert ist. Sie ist für die Produktion von Magensäure und intrinsischem Faktor essenziell.

Histologie und Zelltypen
  • Belegzellen: Produzieren Salzsäure (HCl) und intrinsischen Faktor (essentiell für Vitamin B12-Resorption)
  • Hauptzellen: Sekretieren Pepsinogen, Vorstufe des proteolytischen Enzyms Pepsin
  • Endokrine Zellen: Produzieren Ghrelin, Somatostatin und Histamin (Regulation der Magensäuresekretion)
  • Becherzellen: Kommen nur vereinzelt vor, sezernieren Schleim
Klinische Relevanz
Synonyms - oxyntische Mukosa,oxynthische,oxyntisch, oxynthische Mukosa (Corpus, Fundus)
p40
p40 ist eine Isoform des Transkriptionsfaktors p63 und entsteht durch alternatives Spleißen des TP63-Gens. Es zeigt eine nukleäre Färbung und ist ein hochspezifischer Marker für Plattenepithelkarzinome.
Expression in Tumoren
Klinische Relevanz
  • Höhere Spezifität als p63 für Plattenepithelkarzinome
  • Ermöglicht die Differenzierung zwischen Plattenepithel- und Adenokarzinomen der Lunge
  • Wichtiger Marker in der Pathologie des Urothels zur Beurteilung von Plattenepithel-Differenzierungen
p63
p63 ist ein nukleärer Transkriptionsfaktor aus der p53-Familie und spielt eine zentrale Rolle in der Proliferation, Differenzierung und Regeneration epithelialer Gewebe. Immunhistochemisch zeigt p63 eine nukleäre Färbung und dient als wichtiger Marker zur Identifikation von Plattenepithel- und myoepithelialen Zellen.
Expression in Tumoren
Klinische Relevanz
  • Wichtiger Marker zur Identifikation von Plattenepithelkarzinomen (p63+/p40+)
  • Nützlich zur Abgrenzung von urothelialen und prostataepithelialen Tumoren
  • Kombiniert mit p40 zur Bestätigung der Plattenepithelzell-Differenzierung
Paneth-Zellen

Paneth-Zellen sind spezialisierte exokrine Zellen des Dünndarms, die tief in den Krypten von Lieberkühn, insbesondere im Ileum, vorkommen. Sie spielen eine zentrale Rolle in der angeborenen Immunabwehr des Darms.

Morphologie und Lokalisation
  • Lokalisiert in den Krypten des Dünndarms, seltener im Kolon bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) als Paneth-Zell-Metaplasie
  • Eosinophile, sekretorische Granula mit antimikrobiellen Peptiden
Molekulare Eigenschaften
  • Produktion von Defensinen (α-Defensin 5 und 6), Lysozym und Phospholipase A2
  • Expression von NOD2, wichtig für die bakterielle Erkennung und Immunantwort
  • Wichtige Rolle bei der Darmflora-Homöostase und Barrierefunktion
Klinische Relevanz
pankreatobiliär

Der Begriff pankreatobiliär bezeichnet anatomische, histologische oder klinische Strukturen und Erkrankungen des Pankreas und des biliären Systems (Gallenblase sowie intra- und extrahepatische Gallenwege). Beide Organsysteme sind embryologisch, anatomisch und funktionell eng miteinander verbunden.

Anatomische Strukturen
  • Pankreas: Ductus pancreaticus, Azini und Inselorgan
  • Biliäres System: Intrahepatische Gallengänge, Ductus hepaticus, Ductus choledochus und Gallenblase
  • Gemeinsame Mündung meist über die Ampulla Vateri in das Duodenum
Pathologische Bedeutung
  • Gemeinsame Krankheitsbilder: Cholangitis, Choledocholithiasis, Pankreatitis
  • Pankreatobiliärer Differenzierungstyp bei Tumoren beschreibt eine morphologische und immunhistochemische Ähnlichkeit zu Pankreas- oder Gallengangsepithel
  • Typische Immunphänotypen: CK7+, CK19+, häufig MUC1+, meist CK20 und CDX2
Klinisch-pathologische Relevanz
  • Wichtiger Differenzierungstyp bei Adenokarzinomen der Ampulla Vateri
  • Abgrenzung zum intestinalen Typ, der typischerweise CDX2+, CK20+ und MUC2+ ist
  • Der pankreatobiliäre Typ zeigt häufig eine ungünstigere Prognose
Synonyms - pankreatobiliäres,pankreatobiliäre
Parasiten
Parasiten sind Organismen, die auf Kosten eines menschlichen Wirts leben und sich von dessen Ressourcen ernähren, dabei potenziell Schäden verursachen. Sie können verschiedene Gewebe und Organsysteme befallen und eine Vielzahl von Erkrankungen auslösen.
Einteilung der Parasiten
  • Protozoen (Einzellige Parasiten):
    • Intestinal: Giardia lamblia, Entamoeba histolytica
    • Blut-/Gewebsparasiten: Plasmodium spp. (Malaria), Trypanosoma spp. (Schlafkrankheit)
  • Helminthen (Würmer):
    • Nematoden (Rundwürmer): Ascaris lumbricoides, Strongyloides stercoralis, Enterobius vermicularis
    • Trematoden (Saugwürmer): Schistosoma spp.
    • Zestoden (Bandwürmer): Taenia solium, Echinococcus spp.
  • Ektoparasiten (äußere Parasiten): Läuse, Milben (z. B. Sarcoptes scabiei, Erreger der Krätze)
Pathophysiologie
  • Direkte Gewebeschädigung durch Zellinvasion und Toxine.
  • Chronische Entzündungsreaktionen durch Immunaktivierung.
  • Nährstoffraub führt zu Mangelerscheinungen (z. B. Eisenmangelanämie bei Hakenwurmbefall).
Klinische Relevanz
  • Diagnostik über Mikroskopie, Serologie oder Molekulartests (PCR).
  • Therapie abhängig vom Erreger, u. a. Metronidazol (Protozoen), Albendazol (Helminthen), Ivermectin (Ektoparasiten).
  • Prävention durch Hygiene, Impfungen (z. B. Malaria-Forschung) und Antiparasitika.
Synonyms - parasitär,parasitäre,parasitäres
Parietalzellen

Parietalzellen (Belegzellen) sind spezialisierte Zellen der Magenschleimhaut, die für die Produktion von Salzsäure (HCl) und Intrinsic Factor verantwortlich sind. Sie befinden sich in den Drüsen des Fundus und Korpus des Magens und spielen eine zentrale Rolle in der Verdauung und Vitamin-B12-Absorption.

Molekulare Mechanismen
  • HCl-Sekretion: Reguliert durch den H+/K+-ATPase (Protonenpumpe)-Komplex in der apikalen Membran
  • Stimulation:
    • Gastrin: Bindet an CCK-B-Rezeptoren → Aktivierung der H+/K+-ATPase
    • Histamin: Bindet an H2-Rezeptoren → cAMP-vermittelte Aktivierung
    • Acetylcholin: Bindet an muskarinische M3-Rezeptoren → Aktiviert den IP3/Ca2+-Signalweg
  • Hemmer: Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) wie Omeprazol blockieren die HCl-Sekretion
  • Intrinsic Factor (IF): Glykoprotein, essenziell für die Vitamin-B12-Resorption im terminalen Ileum
Klinische Relevanz
  • Parietalzellen sind Zielstrukturen bei der Behandlung von Gastritis, Ulkuskrankheit und Refluxerkrankung
  • Autoimmunzerstörung führt zu atrophischer Gastritis mit Perniziöser Anämie (Vitamin-B12-Mangel)
  • PPI-Therapie kann langfristig zu Hypochlorhydrie und Resorptionsstörungen führen
Synonyms - Parietalzellverlust,Belegzelle,Belegzellen,Belegzellverlust
PAS

PAS (Periodic acid–Schiff) ist eine histochemische Färbung zur Darstellung von Polysacchariden wie Glykogen, Muzinen, Basalmembranen und Pilzen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik in Pathologie und Infektiologie.

Färbeprinzip
  • Oxidation von 1,2-Glykolgruppen durch periodische Säure → Bildung von Aldehyden
  • Reaktion mit Schiff-Reagenzmagenta-violette Färbung
  • Nachweis von Glykogen, Muzinen, Pilzwänden, Basalmembranen
Typische Färbemuster
  • Glykogen: Magenta (z. B. in Leberzellen)
  • Basalmembranen: Deutlich positiv (z. B. in Niere)
  • Pilze: Zellwände intensiv PAS-positiv
  • Muzine: Nachweis in muzinösen Adenokarzinomen
Diagnostische Relevanz
  • Nachweis von Speicherkrankheiten und Basalmembranveränderungen
  • Tumordiagnostik: Mucin-Nachweis in Adenokarzinomen
  • Pilzinfektionen: Erkennung invasiver Mykosen
Klinische Anwendungen
  • Nephropathologie (z. B. Glomerulonephritiden)
  • Lebererkrankungen mit Glykogenvermehrung
  • Infektiologie: Candida-, Aspergillus-Nachweis
Synonyms - PAS-Färbung,PAS-Reaktion
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