Antibiotika sind natürlich vorkommende, halbsynthetische oder synthetische Substanzen, die das Wachstum von
Bakterien hemmen (
bakteriostatisch) oder diese abtöten (
bakterizid). Sie werden in der Medizin zur Behandlung von
bakteriellen Infektionen eingesetzt.
Wirkmechanismen
- Zellwandsynthese-Hemmung: z. B. Penicilline, Cephalosporine
- Proteinsynthese-Hemmung: z. B. Makrolide, Tetrazykline, Aminoglykoside
- DNA-/RNA-Synthese-Hemmung: z. B. Chinolone, Rifampicin
- Folsäuresynthese-Hemmung: z. B. Sulfonamide, Trimethoprim
Klinische Relevanz
- Gezielter Einsatz erfordert Erregernachweis und Empfindlichkeitstestung (Antibiogramm)
- Antibiotikaresistenzen stellen ein zunehmendes globales Gesundheitsproblem dar
- Unnötiger oder unsachgemäßer Einsatz kann das Mikrobiom stören und Resistenzen fördern
Synonyms:
Antibiotika