Krämpfe |
Krämpfe sind unwillkürliche, schmerzhafte Muskelkontraktionen, die durch eine gestörte Muskel- oder Nervenfunktion verursacht werden. Sie können akut oder chronisch auftreten und verschiedene Ursachen haben.
Pathophysiologie
- Erhöhte neuromuskuläre Erregbarkeit: Übermäßige Aktivierung motorischer Nervenfasern.
- Elektrolytstörungen: Hypokalzämie, Hypomagnesiämie oder Hyponatriämie können Krämpfe auslösen.
- Ischämie und Hypoxie: Unzureichende Sauerstoffversorgung der Muskulatur.
Ursachen
- Physiologisch: Muskelüberlastung, Dehydratation, Elektrolytverlust.
- Neurologisch: Epileptische Anfälle, periphere Neuropathien.
- Metabolisch: Hypoglykämie, Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen.
- Medikamentös: Diuretika, Beta-Agonisten, Statine.
Klinische Relevanz
- Unterscheidung zwischen muskulären Krämpfen und neuronalen Spasmen essenziell.
- Therapie abhängig von Ursache: Elektrolytausgleich, Muskelrelaxantien, physikalische Therapie.
- Chronische oder generalisierte Krämpfe können auf neurologische oder systemische Erkrankungen hinweisen.
Synonyms:
Krampf
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