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Glossaries

Term Definition
Erosion

Erosion bezeichnet einen oberflächlichen Gewebedefekt der Haut oder Schleimhaut, der die Epidermis bzw. das Epithel betrifft, aber die Basalmembran intakt lässt. Im Gegensatz zum Ulkus heilt eine Erosion in der Regel narbenfrei ab.

Ursachen
  • Mechanisch: Abschürfungen, Druck oder Reibung
  • Entzündlich: Ekzeme, bullöse Hauterkrankungen
  • Infektiös: Herpes simplex, Aphthen, Impetigo contagiosa
  • Chemisch: Säure- oder Laugenverätzungen
Klinische Relevanz
  • Kann auf der Haut oder Schleimhaut (z. B. oral, gastrointestinal, genital) auftreten
  • Unterscheidung von Ulkus (tieferer Defekt mit Beteiligung der Dermis/Submukosa)
  • Therapie je nach Ursache: Schutzmaßnahmen, Wundheilungsförderung, ggf. antiseptische oder entzündungshemmende Therapie
Synonyms - Erosionen, erosiv, erosive, erosives
Erregernachweis
Erregernachweis bezeichnet in der Medizin den Nachweis eines infektiösen Agens (z. B. Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten) im Patientenmaterial. Er dient der Diagnose, Therapieplanung und Verlaufskontrolle von Infektionskrankheiten.
Formen des Erregernachweises
  • Direkter Nachweis:
    • Mikroskopie: Sichtbarmachung von Erregern (z. B. Gram-Färbung, Ziehl-Neelsen-Färbung)
    • Kultur: Anzucht auf Nährmedien zur Identifikation und Resistenztestung
    • Molekularbiologie: Nachweis spezifischer Nukleinsäuren (z. B. PCR, RT-PCR)
    • Antigen-Nachweis: z. B. ELISA, Lateral-Flow-Tests
  • Indirekter Nachweis:
    • Antikörpernachweis: serologische Tests (z. B. IgM-/IgG-Bestimmung)
    • Hinweis auf stattgehabte oder chronische Infektion
Klinische Relevanz
  • Erregernachweis ist Voraussetzung für gezielte antimikrobielle Therapie
  • Wichtig für nosokomiale Infektionskontrolle und Epidemiologie
  • Teil des hygienisch-mikrobiologischen Monitorings (z. B. MRE-Screening)
Erythem

Erythem bezeichnet eine umschriebene oder diffuse Rötung der Haut oder Schleimhaut, die durch eine gesteigerte Kapillardurchblutung (Hyperämie) entsteht. Es verschwindet bei Druck auf das betroffene Areal, da keine Einblutung vorliegt.

Ursachen
  • Entzündlich: Infektionen, Dermatitis, Autoimmunerkrankungen
  • Reaktiv: Sonnenbrand, mechanische Reizung, Hitze
  • Allergisch: Arzneimittelreaktionen, Kontaktallergien
  • Infektiös: Virale Exantheme, bakterielle Infektionen (z. B. Scharlach-Exanthem, Stomatitis)
Klinische Relevanz
  • Unspezifisches Symptom zahlreicher Haut- und Schleimhauterkrankungen
  • Unterscheidung von purpurischen Läsionen, die nicht wegdrückbar sind
  • Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung (antientzündlich, antiallergisch, symptomatisch)
Synonyms - erythematös
ESR1
Östrogen-Rezeptor 1
ESR1 (Estrogenrezeptor 1, Gen: ESR1 auf Chromosom 6q25.1) kodiert für den Estrogenrezeptor-α (ERα), einen nukleären Rezeptor und Transkriptionsfaktor, der durch das Hormon Estrogen aktiviert wird. ERα spielt eine zentrale Rolle in der Regulation der Genexpression, die mit der Entwicklung und Funktion von Geweben wie Brust, Uterus und Knochen verbunden ist.
Struktur
  • Domänen: ERα besteht aus mehreren funktionellen Domänen:
    • A/B-Domäne: Ligandenunabhängige transkriptionelle Aktivierungsfunktion (AF-1).
    • C-Domäne: DNA-Bindungsdomäne (DBD) mit zwei Zinkfingermotiven.
    • D-Domäne: Verbindungsregion.
    • E/F-Domäne: Ligandenbindungsdomäne (LBD) mit ligandenabhängiger Aktivierungsfunktion (AF-2).
Pathologische Relevanz
  • Brustkrebs: Etwa 70 % der Brustkrebsfälle sind ER-positiv, was bedeutet, dass das Tumorwachstum durch Estrogen gefördert wird. Diese Tumoren sprechen häufig auf endokrine Therapien an.
  • ESR1-Mutationen: In metastasiertem, hormonrezeptorpositivem Brustkrebs können Mutationen im ESR1-Gen auftreten, die zu einer Resistenz gegenüber Aromatasehemmern führen.
  • Estrogenresistenz: Seltene Mutationen im ESR1-Gen können zu einem Syndrom führen, das durch eine partielle oder vollständige Resistenz gegenüber Estrogenen gekennzeichnet ist, trotz erhöhter Estrogenspiegel im Serum.
Therapeutische Relevanz
  • Endokrine Therapie: Bei ER-positivem Brustkrebs werden Therapien eingesetzt, die die Estrogenwirkung blockieren oder die Estrogenproduktion reduzieren, wie Tamoxifen (ein selektiver Estrogenrezeptormodulator) und Aromatasehemmer.
  • ESR1-Mutationen: Das Vorhandensein von ESR1-Mutationen kann die Wirksamkeit bestimmter endokriner Therapien (v.a. Aromatase-Inhibitoren) beeinflussen und erfordert möglicherweise alternative Behandlungsstrategien.
Synonyms - Östrogenrezeptor 1, ESR1-Mutation
Exsudat
Exsudat ist eine eiweißreiche Flüssigkeit, die durch gesteigerte Gefäßpermeabilität im Rahmen einer entzündlichen Reaktion aus den Kapillaren in das umliegende Gewebe austritt.
Pathophysiologie
  • Ausgelöst durch Entzündung (infektiös, autoimmun, physikalisch, chemisch)
  • Freisetzung von Mediatoren wie Histamin, Prostaglandinen, Bradykinin
  • Erhöhte Permeabilität der Endothelien → Austritt von Plasmaproteinen (z. B. Fibrinogen, Immunglobuline), Zellen (v. a. Leukozyten) und Wasser
Abgrenzung
  • Exsudat: eiweißreich (>30 g/L), zellreich, entzündlich bedingt
  • Transsudat: eiweißarm (<30 g/L), nicht-entzündlich, z. B. bei Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose (hydrostatischer/onkotischer Druck)
Klinische Relevanz
  • Exsudate treten z. B. bei Pleuritis, Peritonitis, Perikarditis oder Wundentzündungen auf
  • Analyse von Exsudaten (z. B. Pleuraerguss) liefert diagnostische Hinweise auf Ursache und Entzündungsart
Synonyms - exsudativ,exsudative,Exsudate
fäkal-oral
Fäkal-oraler Übertragungsweg

Der fäkal-orale Übertragungsweg beschreibt die Infektion durch die Aufnahme von Krankheitserregern aus fäkal kontaminierten Substanzen über den Mund. Dies geschieht meist durch verunreinigtes Wasser, Lebensmittel oder direkten Kontakt.

Mechanismus
  • Erreger werden über den Stuhl ausgeschieden und gelangen in die Umwelt
  • Übertragung durch mangelnde Hygiene, kontaminierte Nahrungsmittel oder Wasser
  • Infektion erfolgt durch orale Aufnahme
Erreger
  • Bakterien: Salmonella, Shigella, Vibrio cholerae, Escherichia coli
  • Viren: Hepatitis A, Norovirus, Rotavirus
  • Parasiten: Giardia lamblia, Entamoeba histolytica
Prävention
  • Handhygiene mit Seife
  • Sauberes Trinkwasser und hygienische Lebensmittelzubereitung
  • Impfungen (z. B. gegen Hepatitis A, Cholera, Rotavirus)
Familiäre Häufung
Familiäre Häufung beschreibt das gehäufte Auftreten einer bestimmten Erkrankung bei mehreren biologisch verwandten Familienmitgliedern. Sie weist auf eine mögliche genetische Prädisposition hin, kann aber auch durch gemeinsame Umweltfaktoren oder Lebensgewohnheiten mitbedingt sein.
Abgrenzung
  • Familiäre Häufung ≠ erbliche Erkrankung: Eine familiäre Häufung impliziert nicht zwangsläufig eine monogen vererbte Erkrankung.
  • Multifaktoriell: Kombination aus genetischer Veranlagung und Umwelt (z. B. Diabetes, Brustkrebs, Asthma)
  • Monogenetisch: Bei bestimmten familiär gehäuften Erkrankungen liegt ein erbliches Syndrom zugrunde (z. B. Lynch-Syndrom, BRCA1/2)
Klinische Relevanz
  • Hinweis auf erhöhtes individuelles Erkrankungsrisiko
  • Wichtig für Anamneseerhebung, Risikostratifizierung und ggf. genetische Beratung
  • Grundlage für Screening- und Präventionsprogramme (z. B. bei familiärem Brust-, Darm- oder Prostatakrebs)
Synonyms - familiäre Häufung
Fernmetastase

Eine Fernmetastase ist eine Tochtergeschwulst, die sich durch Absiedlung von Tumorzellen in entfernten Organen oder Geweben vom Primärtumor bildet. Diese Metastasen entstehen, wenn Tumorzellen in die Blut- oder Lymphbahnen gelangen und sich in Organen wie Leber, Lunge, Knochen oder Gehirn ansiedeln. Fernmetastasen kennzeichnen ein fortgeschrittenes Tumorstadium und verschlechtern oft die Prognose der Erkrankung.

Synonyms - Fernmetastasen, Fernmetastasierung, fernmetastasiert
FGFR
FGFR1–4 (Fibroblast Growth Factor Receptors)

FGFR1–4 (Fibroblast Growth Factor Receptors) sind eine Familie von Rezeptor-Tyrosinkinasen, die durch die Gene FGFR1 (8p11.23), FGFR2 (10q26.13), FGFR3 (4p16.3) und FGFR4 (5q35.2) kodiert werden. Sie binden verschiedene Fibroblast Growth Factors (FGFs) und steuern Zellproliferation, Differenzierung, Migration und Angiogenese.

Pathologische Relevanz
  • Onkogene Aktivierung: Mutationen, Amplifikationen oder Fusionen in FGFR-Genen führen zu einer konstitutiven Signalaktivierung und sind mit Tumorentstehung assoziiert.
  • FGFR1: Amplifikationen treten in Lungen-, Brust- und Plattenepithelkarzinomen auf.
  • FGFR2: Mutationen oder Fusionen sind bei Endometriumkarzinom, Magen- und cholangiozellulärem Karzinom nachweisbar.
  • FGFR3: Punktmutationen wie S249C oder Y373C kommen in Urothelkarzinomen häufig vor.
  • FGFR4: Aktivierende Mutationen sind mit hepatozellulärem Karzinom (HCC) assoziiert.
Diagnostik
Therapeutische Relevanz
  • FGFR-Inhibitoren: Erdafitinib (Urothelkarzinom), Pemigatinib (Cholangiokarzinom), Futibatinib (HCC).
  • Zielgerichtete Therapie: Insbesondere für FGFR2- und FGFR3-alterierte Tumoren.
  • Resistenzmechanismen: Sekundäre Mutationen oder alternative Signalwege können zu Resistenzen führen.
Synonyms - FGFR1,FGFR2,FGFR3,FGFR4
Fibrin
Fibrin ist ein unlösliches Protein, das durch enzymatische Spaltung von Fibrinogen durch Thrombin entsteht und eine zentrale Rolle in der Blutgerinnung spielt. Es bildet ein stabilisierendes Netzwerk innerhalb eines Thrombus und ist Bestandteil des Wundheilungsprozesses.
Pathologische Relevanz
  • Fibrinablagerungen sind typisch bei akuten Entzündungen, Ulzerationen, Thrombosen und in Gefäßwänden (z. B. Vaskulitiden).
  • Bei Ulzera und Erosionen der Schleimhaut (z. B. Magen, Darm, Haut) findet sich oberflächlich häufig ein fibrinös-exsudativer Belag.
  • Fibrin ist wesentlicher Bestandteil von Wundschorf und deckt nekrotisches Gewebe bei der Koagulationsnekrose ab.
Histologische Darstellung
  • In der HE-Färbung erscheint Fibrin als amorphes, eosinophiles (rosa) Material, oft schichtweise gelagert oder netzartig.
  • Kann mit Spezialfärbungen wie MSB (Martius Scarlet Blue) oder Phosphotungstinsäure-Hämatoxylin (PTAH) differenziert dargestellt werden.
Klinische Bedeutung
  • Fibrinablagerungen helfen bei der Beurteilung akuter Entzündungen, Thromben und Ulzerationen.
  • Im Wundschorf dient Fibrin als <b"provisorisches matrixmaterial<="" b=""> für Zellmigration und Heilung.</b"provisorisches>
Synonyms - fibrinös,fibrinöse,fibrinöses,Fibrinauflagerung
Fibroblast

Ein Fibroblast ist eine spezialisierte, spindelförmige Zelle des Bindegewebes, die eine zentrale Rolle bei der Synthese und dem Erhalt der extrazellulären Matrix (EZM) spielt. Fibroblasten sind die Hauptproduzenten von Kollagen, Elastin, Proteoglykanen und anderen Matrixbestandteilen, die die strukturelle Integrität und Funktion des Gewebes gewährleisten.

Funktionen:

  • Matrixproduktion: Fibroblasten synthetisieren Kollagene (v. a. Typ I und III), Fibronectin, und Hyaluronsäure.
  • Wundheilung: Sie proliferieren und migrieren in verletztes Gewebe, wo sie Narbengewebe bilden.
  • Gewebserneuerung: Sie regulieren den Umbau der EZM durch die Produktion von Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) und deren Inhibitoren (TIMPs).
  • Interaktion mit anderen Zellen: Fibroblasten beeinflussen die Funktion von Immunzellen und Endothelzellen und spielen so eine Rolle bei Entzündungen und Tumorprogression.

In aktivierten Zuständen, z. B. bei Wundheilung oder Tumorbildung, werden Fibroblasten oft als Myofibroblasten bezeichnet, gekennzeichnet durch die Expression von α-Smooth-Muscle-Actin (α-SMA) und erhöhte kontraktile Eigenschaften.

Synonyms - Fibroblasten,fibroblastär
Fibrose
  • Definition: Pathologische Vermehrung von Bindegewebe in Organen oder Geweben.
  • Ätiologie: Chronische Entzündungen, ischämische Schäden, toxische Schädigungen, Autoimmunerkrankungen.
  • Pathogenese:
    • Aktivierung von Fibroblasten und Myofibroblasten.
    • Vermehrte Kollagenproduktion (v.a. Typ I und Typ III Kollagen).
    • Umbau der extrazellulären Matrix (ECM).
    • Progressive Gewebevernarbung und Verlust der normalen Architektur.
  • Morphologische Kriterien:
    • Vermehrung von kollagenen Fasern im interstitiellen Raum.
    • Verminderte Zellzahl, aber vermehrtes Bindegewebe.
    • Veränderung der Gewebearchitektur mit Destruktion des funktionellen Parenchyms.
    • Ansammlung von ECM-Komponenten (z.B. Proteoglykane).
  • Relevanz: Führt zu Funktionsverlust im betroffenen Organ (z.B. Lunge, Leber, Niere).
  • Histopathologische Befunde:
    • Homogene eosinophile Färbung des kollagenen Bindegewebes.
    • Verdickung der Basalmembranen (z.B. bei Kapillaren).
    • Fibroblastenproliferation und evtl. Myofibroblastenbildung.
Foveoläre Hyperplasie
Foveoläre Hyperplasie bezeichnet eine reaktive, gutartige Vermehrung der foveolären (oberflächlichen mukösen) Zellen des Magens, typischerweise infolge chronischer Reizung oder Entzündung. Sie tritt v. a. im Rahmen einer reaktiven (chemischen) Gastropathie auf, z. B. bei Gallereflux oder NSAR-Einnahme.
Histologische Merkmale
  • Verlängerte Foveolen, die bis tief in die Mukosa reichen
  • Verzweigte und irregulär angeordnete Foveolen mit Becherzell-artigem, mukösem Zytoplasma
  • Vermehrung schleimbildender Epithelzellen ohne Dysplasie
  • Begleitend: Oberflächliche Erosionen, Ödem und fibroblastisch erweiterte Lamina propria
  • Geringgradiges, oft lymphoplasmazelluläres Infiltrat
Klinische Relevanz
  • Häufiger histologischer Befund bei chemischer Gastropathie (Typ-C-Gastritis), Reflux oder chronischer Reizung
  • Abgrenzung zu neoplastischen Läsionen (z. B. foveoläres Adenom oder Frühkarzinom) wichtig
  • In der Regel benigne und reversibel nach Eliminierung der Ursache
Gain-of-Function-Mutationen
Gain-of-Function-Mutationen

Gain-of-Function-Mutationen (GOF) sind genetische Veränderungen, die zu einer verstärkten, konstitutiven oder neuen Funktion eines Proteins führen. Diese Mutationen können die Zellproliferation, Signaltransduktion oder Resistenzmechanismen in Tumorzellen fördern.

Mechanismen
  • Erhöhte Aktivität: Verstärkte Enzymfunktion oder Rezeptoraktivierung (z. B. konstitutive Kinaseaktivierung).
  • Stabilisierung des Proteins: Verhindert Abbau oder erhöht die Halbwertszeit (z. B. MET-Exon-14-Skipping).
  • Neue Funktionen: Änderung der Substratspezifität oder Interaktionen mit neuen Proteinen.
Beispiele in der Onkologie
  • EGFR (L858R, Exon-19-Deletionen): Führt zu einer konstitutiven Kinaseaktivität im nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom.
  • KRAS (G12D, G12C): Dauerhafte Aktivierung des MAPK-Signalwegs in Kolorektal- und Pankreaskarzinomen.
  • BRAF (V600E): Hyperaktivierung des MAPK-Signalwegs in Melanomen.
  • PIK3CA (H1047R): Verstärkte PI3K-Signalgebung in Brust- und Endometriumkarzinomen.
Klinische Relevanz
  • Wichtige Zielstrukturen für Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) oder monoklonale Antikörper.
  • Prädiktive Marker für die Therapieentscheidung, z. B. KRAS-G12C-Inhibitoren (Sotorasib, Adagrasib).
  • Erkennung mittels Next-Generation-Sequencing (NGS) für personalisierte Behandlungsstrategien.
Synonyms - GoF-Mutationen,GoF-Mutation
Gallensäure

Gallensäuren sind amphiphile Steroide, die in der Leber aus Cholesterin gebildet werden und eine zentrale Rolle bei der Fettverdauung und -resorption im Dünndarm spielen. In konjugierter Form mit Glycin oder Taurin liegen sie im Darm meist als Gallensalze vor.

Primäre und sekundäre Gallensäuren
  • Primäre Gallensäuren: Cholsäure, Chenodesoxycholsäure – in der Leber gebildet
  • Sekundäre Gallensäuren: Desoxycholsäure, Lithocholsäure – durch bakterielle Umwandlung im Kolon
Funktion
  • Emulgieren von Fetten zur Bildung von Mizellen für die Absorption im Dünndarm
  • Fördern die Aufnahme von Fettsäuren, Cholesterin und fettlöslichen Vitaminen
  • Regulieren den enterohepatischen Kreislauf über FXR und TGR5-Rezeptoren
Klinische Relevanz
  • Gallensäureverlust (z. B. bei Ileumresektion) kann zu Gallensäure-Diarrhö führen
  • Erhöhte Konzentrationen von sekundären Gallensäuren gelten als tumorbegünstigend im Kolon
  • Therapeutisch wird z. B. Ursodesoxycholsäure bei cholestatischen Lebererkrankungen eingesetzt
Synonyms - Gallensäuren,Gallensalze,Gallensalz
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