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Term Definition
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Neuroendokriner Tumor (NET)
Neuroendokrine Tumoren (NET) sind epithelial abgeleitete Neoplasien mit neuroendokriner Differenzierung. Sie können in nahezu allen Organen auftreten, besonders häufig im Gastrointestinaltrakt und der Lunge. NETs sind meist langsam wachsend, können aber auch metastasieren.
Histologische Merkmale
  • Monomorphes Zellbild mit "salt-and-pepper"-Chromatin
  • Organotypisches Wachstum: trabekulär, insulär, rosettenbildend
  • Immunhistochemie: Synaptophysin+, Chromogranin A+, CD56+
Gastrale NETs werden unterteilt in:
  • Typ 1: Assoziiert mit atrophischer Gastritis und Hypergastrinämie, meist multipel und klein, sehr gute Prognose
  • Typ 2: Im Rahmen eines MEN1-assoziierten Gastrinoms (Zollinger-Ellison-Syndrom), ebenfalls gastrinabhängig
  • Typ 3: Sporadisch, nicht gastrinabhängig, solitär, aggressiver Verlauf
Grading (nach WHO)
  • NET G1: Niedrig proliferierend (Ki-67 ≤2%)
  • NET G2: Mittlere Proliferation (Ki-67 3–20%)
  • NET G3: Hoch proliferierend (Ki-67 >20%) – aber mit gut differenzierter Morphologie
Abgrenzung
  • NEC (Neuroendokrines Karzinom): Undifferenzierte, hochmaligne Tumoren mit hohem Ki-67 (>55%), z. B. kleinzellig oder großzellig
  • MiNEN: Gemischte Tumoren mit neuroendokriner und nicht-neuroendokriner Komponente (≥30 % jeweils)
Klinische Relevanz
  • Funktionelle NETs produzieren Hormone (z. B. Serotonin, Insulin) → spezifische Symptome (z. B. Karzinoid-Syndrom)
  • Therapie abhängig von Lokalisation, Grading, Metastasierung und Hormonproduktion
  • Zielgerichtete Therapien: Somatostatin-Analoga, mTOR-Inhibitoren (z. B. Everolimus), PRRT
Synonyms: neuroendokriner Tumor,NETs
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