Bikarbonat

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Term Definition
Bikarbonat
Das Bikarbonat- bzw. Hydrogenkarbonat-Ion (HCO₃⁻) ist ein wichtiger Bestandteil des extrazellulären Puffersystems und spielt eine zentrale Rolle in der Säure-Basen-Homöostase. Es neutralisiert überschüssige Säuren und wird in verschiedenen Organen aktiv reguliert, u. a. in Niere, Pankreas und Magen.
Funktion im Magen
  • Bikarbonat wird von oberflächlichen Epithelzellen und Nebenzellen des Magens sezerniert.
  • Es neutralisiert die Magensäure (HCl) lokal in der Schleimschicht auf der Epitheloberfläche (mukosaler Schutzmechanismus).
  • Schützt die Magenschleimhaut vor Selbstverdauung durch peptische Enzyme und Säure.
Pathologische Relevanz
  • Bei Störungen der Bikarbonatproduktion oder Schleimschichtintegrität (z. B. durch NSAR, H. pylori) → Gefahr von Erosionen, Ulzera und Gastritis.
  • Chronische Entzündungen oder Ischämien können die Bikarbonatsekretion vermindern und die Schleimhautbarriere schwächen.
  • Im pankreatobiliären System ist Bikarbonat ebenfalls entscheidend zur Neutralisation des sauren Chymus aus dem Magen – bei Insuffizienz → Schleimhautreizung im Duodenum.
Klinische Relevanz
  • Wichtiger Faktor bei der Ulkusprophylaxe und beim Verständnis säurebedingter Schleimhautläsionen.
  • Bikarbonat ist auch Bestandteil vieler Antazida und spielt eine Rolle in der systemischen pH-Regulation.
Synonyms: Bikarbonatsekretion,Bikarbonat-Sekretion
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