Gain-of-Function-Mutationen

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Term Definition
Gain-of-Function-Mutationen
Gain-of-Function-Mutationen

Gain-of-Function-Mutationen (GOF) sind genetische Veränderungen, die zu einer verstärkten, konstitutiven oder neuen Funktion eines Proteins führen. Diese Mutationen können die Zellproliferation, Signaltransduktion oder Resistenzmechanismen in Tumorzellen fördern.

Mechanismen
  • Erhöhte Aktivität: Verstärkte Enzymfunktion oder Rezeptoraktivierung (z. B. konstitutive Kinaseaktivierung).
  • Stabilisierung des Proteins: Verhindert Abbau oder erhöht die Halbwertszeit (z. B. MET-Exon-14-Skipping).
  • Neue Funktionen: Änderung der Substratspezifität oder Interaktionen mit neuen Proteinen.
Beispiele in der Onkologie
  • EGFR (L858R, Exon-19-Deletionen): Führt zu einer konstitutiven Kinaseaktivität im nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom.
  • KRAS (G12D, G12C): Dauerhafte Aktivierung des MAPK-Signalwegs in Kolorektal- und Pankreaskarzinomen.
  • BRAF (V600E): Hyperaktivierung des MAPK-Signalwegs in Melanomen.
  • PIK3CA (H1047R): Verstärkte PI3K-Signalgebung in Brust- und Endometriumkarzinomen.
Klinische Relevanz
  • Wichtige Zielstrukturen für Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) oder monoklonale Antikörper.
  • Prädiktive Marker für die Therapieentscheidung, z. B. KRAS-G12C-Inhibitoren (Sotorasib, Adagrasib).
  • Erkennung mittels Next-Generation-Sequencing (NGS) für personalisierte Behandlungsstrategien.
Synonyms: GoF-Mutationen,GoF-Mutation