Schleimhautschädigung |
Schleimhautschädigung bezeichnet eine strukturelle oder funktionelle Beeinträchtigung des Schleimhautepithels, die durch physikalische, chemische, infektiöse oder immunvermittelte Noxen verursacht wird. Sie kann alle Schleimhautsysteme betreffen – z. B. im Gastrointestinaltrakt, Urogenitaltrakt oder der Atemwege.
Histologische Merkmale
- Oberflächendefekte: Erosionen oder Ulzerationen des Epithels
- Regeneratorische Veränderungen: Kryptenhyperplasie, Basalzellvermehrung
- Entzündliches Infiltrat: Neutrophile, Lymphozyten, Plasmazellen je nach Ursache
- Apoptose und Zellschäden: z. B. bei Chemotherapie, Virusinfektion, GvHD
Ursachen
Klinische Relevanz
- Schleimhautschäden können reversibel sein oder zu chronischer Entzündung, Ulzera oder Narbenbildung führen.
- Früher histologischer Nachweis ist entscheidend für Diagnostik und Therapieplanung.
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