Pylorus

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Term Definition
Pylorus
Der Pylorus (Magenausgang, griech. „Torhüter“) ist der unterste Abschnitt des Magens und bildet den Übergang zum Duodenum. Er besteht aus dem Antrum pyloricum und dem Canalis pyloricus und endet am Pylorussphinkter, einem muskulären Ring, der den Weitertransport des Speisebreis reguliert.
Histologie
  • Schleimhaut mit mukösen Drüsen (Pylorusdrüsen), die v. a. Schleim und Bikarbonat sezernieren
  • Starke Ausprägung der Ringmuskulatur (Sphinkterfunktion)
Pathologie
  • Hypertrophe Pylorusstenose: Angeborene Muskelhypertrophie des Sphinkters im Säuglingsalter → Passagestörung, Erbrechen, palpable „Olive“
  • Pylorusulzera: Peptische Ulzera im Bereich des Antrums/Pylorus → Risiko für Narbenbildung und Stenose
  • Chronisch-entzündliche Veränderungen: z. B. bei chronischer Antrumgastritis (häufig H. pylori-assoziiert)
  • Pyloruskarzinom: Adenokarzinome im Bereich des distalen Magens, oft späte Diagnosestellung durch lange Symptomfreiheit
Klinische Relevanz
  • Der Pylorus ist ein häufiger Ort für H. pylori-Infektionen und Folgeerkrankungen wie Ulzera oder MALT-Lymphome
  • Stenosen können zu gastrointestinalen Obstruktionssymptomen führen
  • Pathologische Prozesse im Pylorus können eine endoskopische oder chirurgische Intervention erforderlich machen
Synonyms: pyloruserhaltend,pyloruserhaltende,pyloruserhaltendes,pyloruserhaltender
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