Term | Definition |
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multiparametrische MRT | Multiparametrisches MRT
![]() Prostatakarzinom in mpMRT-Sequenzen
Quelle: Shijun Wang et al., CC BY 4.0 Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) kombiniert verschiedene MRT-Sequenzen, um anatomische und funktionelle Informationen über Gewebe oder Organe zu liefern. Sie wird häufig für die Diagnostik von Tumoren, entzündlichen Erkrankungen und strukturellen Anomalien eingesetzt. Moderne mpMRT-Systeme nutzen KI-Algorithmen, um die Analyse von Bilddaten zu automatisieren, die Erkennung von Tumoren zu verbessern und die Befundinterpretation zu standardisieren. Besonders etabliert bei der Prostata-Diagnostik.
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Mutation | Punktmutation
Quelle: Mouagip, PD Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung der DNA-Sequenz in den Genen eines Organismus. Diese Veränderung kann verschiedene Formen annehmen, wie beispielsweise das Ersetzen, Einfügen oder Löschen von Nukleotid-Bausteinen der DNA. Mutationen können zufällig bei der Zellteilung entstehen, also spontan auftreten, oder durch exogene Faktoren wie ionisierende Strahlung, Chemikalien und bestimmte Viren induziert werden. Es gibt verschiedene Typen von Mutationen, wie Punktmutationen (Veränderung eines einzelnen Basenpaars), Deletionen (Verlust von DNA-Abschnitten), Insertionen (Einfügen von zusätzlichen DNA-Stücken) oder Chromosomenmutationen (größere strukturelle Veränderungen). Manche Mutationen haben keine Auswirkungen auf die Genfunktion und bleiben "stumm" oder neutral. Andere hingegen können die Genaktivität beeinflussen oder dazu führen, dass Proteine fehlerhaft oder gar nicht gebildet werden. Mutationen spielen eine wichtige Rolle in der Evolution, da sie genetische Vielfalt schaffen, die an natürliche Selektion und Anpassung geknüpft ist. Gleichzeitig können Mutationen auch zur Entstehung von Krankheiten beitragen, insbesondere wenn sie Gene betreffen, die Zellwachstum und -teilung regulieren, wie es bei vielen Krebserkrankungen der Fall ist. |
Muzin | ![]() Muzin ist ein schleimbildendes Glykoprotein, das von bestimmten Epithelzellen produziert wird und eine gelartige Substanz bildet. Es dient vor allem als Schutzschicht auf Schleimhäuten, indem es Feuchtigkeit speichert und Gewebe vor mechanischer Belastung sowie Infektionen schützt. Muzinös bezeichnet in der Pathologie das Vorhandensein von Muzin in Geweben oder Tumoren. Muzinöse Tumoren zeichnen sich durch eine hohe Produktion von Muzin aus, das sich in und um die Tumorzellen ansammelt und eine schleimige Konsistenz verleiht. Dies ist bei bestimmten Tumortypen z.B. des Magen-Darm-Trakts und der Eierstöcke zu beobachten. |
NET |
Neuroendokrine Tumoren (NET) sind epithelial abgeleitete Neoplasien mit neuroendokriner Differenzierung. Sie können in nahezu allen Organen auftreten, besonders häufig im Gastrointestinaltrakt und der Lunge. NETs sind meist langsam wachsend, können aber auch metastasieren.
Synonyms -
neuroendokriner Tumor,NETsHistologische Merkmale
Grading (nach WHO)
Abgrenzung
Klinische Relevanz |
neutrophiler Granulozyt | ![]() Neutrophile Granulozyten sind die häufigsten Leukozyten im peripheren Blut (50–70 % der Leukozyten, Normwert: 1500–7500/µL) und gehören zur angeborenen Immunabwehr. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Bekämpfung von bakteriellen Infektionen durch Phagozytose und die Freisetzung antimikrobieller Substanzen. Morphologie und Eigenschaften
Funktion
Klinische Relevanz
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Next-Generation-Sequencing | Next-Generation-Sequencing (NGS) ist eine Hochdurchsatz-Sequenziertechnologie, die eine parallele Analyse von DNA- oder RNA-Sequenzen ermöglicht. Im Gegensatz zur klassischen Sanger-Sequenzierung erlaubt NGS die gleichzeitige Sequenzierung von Millionen von Fragmenten, wodurch Mutationen, Genfusionen, Amplifikationen und Expressionsmuster effizient erfasst werden können. Methoden und Ansätze
Pathologische Relevanz
Diagnostik
Therapeutische Relevanz
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NF-κB | ![]() NFkB1
Quelle: Boghog, PD NF-κB (Nuclear Factor kappa-light-chain-enhancer of activated B cells) bezeichnet eine Familie von Transkriptionsfaktoren aus der Rel-Protein-Familie, die als Homo- oder Heterodimere wirken. NF-κB reguliert die Expression zahlreicher Gene, die an Entzündung, Immunantwort, Zellproliferation und Apoptose beteiligt sind, und kann in vielen Zelltypen aktiviert werden. Aktivierung und Funktion
Pathologische Relevanz
Klinische Relevanz
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NKX3.1 |
NKX3.1 ist ein nukleärer Transkriptionsfaktor, der eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Homöostase der Prostata spielt (NK-Homeobox-Familie). Das Gen befindet sich auf Chromosom 8p21 und fungiert als Tumorsuppressor. Immunhistochemisch zeigt NKX3.1 eine nukleäre Färbung und dient als hochspezifischer Marker für Prostatakarzinome.
Expression in Tumoren
Klinische Relevanz |
Noxe |
Noxe (von griech. "noxae" = Schaden) bezeichnet in der Medizin einen schädigenden Einfluss auf Zellen, Gewebe oder den Gesamtorganismus. Noxen können physikalischer, chemischer, biologischer oder psychischer Natur sein und eine reversible oder irreversible Zell- oder Gewebeschädigung verursachen.
Synonyms -
NoxenBeispiele für Noxen
Klinische Relevanz |
Nrf2/ARE-Pfad |
Der Nrf2/ARE-Pfad (nuclear factor erythroid 2–related factor 2 / antioxidant response element) ist ein zentraler zellulärer Signalweg zur Regulation der antioxidativen Abwehr und des zellulären Stressmanagements. Er schützt Zellen vor oxidativem Stress, Elektrophilen und toxischen Substanzen.
Mechanismus
Pathologische Relevanz
Klinische Relevanz
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NSAR | ![]() NSAR/NSAID steht für nichtsteroidale Antirheumatika bzw. Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs, eine Gruppe von Medikamenten, die entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend wirken. Sie hemmen die Enzyme Cyclooxygenase-1 (COX-1) und Cyclooxygenase-2 (COX-2), die an der Synthese von Prostaglandinen beteiligt sind – Moleküle, die Entzündungen und Schmerzen fördern. NSAR werden häufig bei Erkrankungen wie Arthritis, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber eingesetzt. Bekannte NSAR sind Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen. |
NTRK |
NTRK (Neurotrophe Tyrosin-Rezeptor-Kinasen) sind kodiert durch die Gene NTRK1 (Chromosom 1q21-q22; syn. TRKA), NTRK2 (Chromosom 9q21.33; syn. TRKB) und NTRK3 (Chromosom 15q25; syn. TRKC) und spielen eine entscheidende Rolle in der neuronalen Entwicklung, Zellproliferation und Differenzierung. In der Pathologie sind NTRK-Fusionen als onkogene Treiber in verschiedenen Tumoren von Bedeutung.
Pathologische Relevanz
Häufige Tumoren mit NTRK-Fusionen und ihre Fusionspartner
Diagnostik
Therapeutische Relevanz
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Nukleolus | Der Nukleolus ist eine Struktur im Zellkern, die nicht von einer Membran umgeben ist. Er ist das Zentrum der ribosomalen RNA (rRNA)-Synthese und der Assemblierung von Ribosomenuntereinheiten. Der Nukleolus besteht aus dichten fibrillären und granularen Bereichen, in denen rDNA-Transkription und ribosomale Partikelbildung stattfinden. Funktion:
In hochaktiven Zellen und Tumoren ist der Nukleolus vergrößert, weil diese Zellen eine erhöhte Synthese von Proteinen benötigen. Tumorzellen haben einen besonders hohen Bedarf an Ribosomen für die Produktion der Proteine, die das schnelle Zellwachstum und die Zellteilung unterstützen. Diese gesteigerte Aktivität führt zu einer Hyperaktivität der rRNA-Synthese und damit zur Vergrößerung des Nukleolus. |
Oberbauchbeschwerden |
Oberbauchbeschwerden bezeichnen unspezifische Schmerzen oder Missempfindungen im Bereich zwischen Rippenbogen und Nabel, meist mittig oder rechts/links oberhalb des Bauchnabels lokalisiert. Sie sind ein häufiger Vorstellungsgrund in der Allgemein- und Inneren Medizin.
Mögliche Ursachen
Klinische Relevanz
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Ödem |
Ein Ödem ist eine pathologische Flüssigkeitsansammlung im Interstitium oder in Körperhöhlen, die durch ein Ungleichgewicht zwischen Filtration und Rückresorption im Kapillargebiet entsteht. Es kann lokal oder systemisch auftreten und mechanisch, entzündlich oder hämodynamisch bedingt sein.
Synonyms -
ödematös,ödematöse,ödematösesPathophysiologische Ursachen
Histologie
Klinische Relevanz
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