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Glossaries

Term Definition
multiparametrische MRT
Multiparametrisches MRT

Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) kombiniert verschiedene MRT-Sequenzen, um anatomische und funktionelle Informationen über Gewebe oder Organe zu liefern. Sie wird häufig für die Diagnostik von Tumoren, entzündlichen Erkrankungen und strukturellen Anomalien eingesetzt. Moderne mpMRT-Systeme nutzen KI-Algorithmen, um die Analyse von Bilddaten zu automatisieren, die Erkennung von Tumoren zu verbessern und die Befundinterpretation zu standardisieren. Besonders etabliert bei der Prostata-Diagnostik.

  • Benutzte Sequenzen:
    • T2-gewichtete Bildgebung: Liefert hochauflösende anatomische Bilder zur Beurteilung der Gewebearchitektur. Besonders nützlich bei der Analyse von Organen wie Prostata, Leber oder Gehirn.
    • Diffusionsgewichtete Bildgebung (DWI): Misst die Bewegung von Wasser im Gewebe. Tumoren und entzündliche Prozesse zeigen oft eine eingeschränkte Diffusion.
    • Dynamic Contrast-Enhanced (DCE) Bildgebung: Analysiert die Perfusion von Kontrastmittel im Gewebe. Bietet Hinweise auf die Durchblutung und Kapillarpermeabilität, z. B. bei der Tumordiagnostik.
  • Anwendungsbereiche:
    • Erkennung und Charakterisierung von Tumoren (z. B. Prostata-, Brust- oder Lebertumoren).
    • Unterscheidung zwischen malignen und benignen Läsionen.
    • Staging von Krebserkrankungen und Überwachung des Therapieansprechens.
    • Diagnostik entzündlicher Erkrankungen (z. B. entzündliche Darmerkrankungen).
    • Beurteilung von strukturellen Anomalien und funktionellen Veränderungen in Organen wie Gehirn oder Herz.
Synonyms - mpMRT
Mutation

Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung der DNA-Sequenz in den Genen eines Organismus. Diese Veränderung kann verschiedene Formen annehmen, wie beispielsweise das Ersetzen, Einfügen oder Löschen von Nukleotid-Bausteinen der DNA. Mutationen können zufällig bei der Zellteilung entstehen, also spontan auftreten, oder durch exogene Faktoren wie ionisierende Strahlung, Chemikalien und bestimmte Viren induziert werden.

Es gibt verschiedene Typen von Mutationen, wie Punktmutationen (Veränderung eines einzelnen Basenpaars), Deletionen (Verlust von DNA-Abschnitten), Insertionen (Einfügen von zusätzlichen DNA-Stücken) oder Chromosomenmutationen (größere strukturelle Veränderungen). Manche Mutationen haben keine Auswirkungen auf die Genfunktion und bleiben "stumm" oder neutral. Andere hingegen können die Genaktivität beeinflussen oder dazu führen, dass Proteine fehlerhaft oder gar nicht gebildet werden.

Mutationen spielen eine wichtige Rolle in der Evolution, da sie genetische Vielfalt schaffen, die an natürliche Selektion und Anpassung geknüpft ist. Gleichzeitig können Mutationen auch zur Entstehung von Krankheiten beitragen, insbesondere wenn sie Gene betreffen, die Zellwachstum und -teilung regulieren, wie es bei vielen Krebserkrankungen der Fall ist.

Synonyms - Mutationen
Muzin

Muzin ist ein schleimbildendes Glykoprotein, das von bestimmten Epithelzellen produziert wird und eine gelartige Substanz bildet. Es dient vor allem als Schutzschicht auf Schleimhäuten, indem es Feuchtigkeit speichert und Gewebe vor mechanischer Belastung sowie Infektionen schützt. Muzinös bezeichnet in der Pathologie das Vorhandensein von Muzin in Geweben oder Tumoren. Muzinöse Tumoren zeichnen sich durch eine hohe Produktion von Muzin aus, das sich in und um die Tumorzellen ansammelt und eine schleimige Konsistenz verleiht. Dies ist bei bestimmten Tumortypen z.B. des Magen-Darm-Trakts und der Eierstöcke zu beobachten.

Synonyms - Mucin, muzinös, muzinöse, mucinöse, Muzinproduktion, Mucinproduktion, mukös, muköse,Muzinschicht
NET
Neuroendokriner Tumor (NET)
Neuroendokrine Tumoren (NET) sind epithelial abgeleitete Neoplasien mit neuroendokriner Differenzierung. Sie können in nahezu allen Organen auftreten, besonders häufig im Gastrointestinaltrakt und der Lunge. NETs sind meist langsam wachsend, können aber auch metastasieren.
Histologische Merkmale
  • Monomorphes Zellbild mit "salt-and-pepper"-Chromatin
  • Organotypisches Wachstum: trabekulär, insulär, rosettenbildend
  • Immunhistochemie: Synaptophysin+, Chromogranin A+, CD56+
Gastrale NETs werden unterteilt in:
  • Typ 1: Assoziiert mit atrophischer Gastritis und Hypergastrinämie, meist multipel und klein, sehr gute Prognose
  • Typ 2: Im Rahmen eines MEN1-assoziierten Gastrinoms (Zollinger-Ellison-Syndrom), ebenfalls gastrinabhängig
  • Typ 3: Sporadisch, nicht gastrinabhängig, solitär, aggressiver Verlauf
Grading (nach WHO)
  • NET G1: Niedrig proliferierend (Ki-67 ≤2%)
  • NET G2: Mittlere Proliferation (Ki-67 3–20%)
  • NET G3: Hoch proliferierend (Ki-67 >20%) – aber mit gut differenzierter Morphologie
Abgrenzung
  • NEC (Neuroendokrines Karzinom): Undifferenzierte, hochmaligne Tumoren mit hohem Ki-67 (>55%), z. B. kleinzellig oder großzellig
  • MiNEN: Gemischte Tumoren mit neuroendokriner und nicht-neuroendokriner Komponente (≥30 % jeweils)
Klinische Relevanz
  • Funktionelle NETs produzieren Hormone (z. B. Serotonin, Insulin) → spezifische Symptome (z. B. Karzinoid-Syndrom)
  • Therapie abhängig von Lokalisation, Grading, Metastasierung und Hormonproduktion
  • Zielgerichtete Therapien: Somatostatin-Analoga, mTOR-Inhibitoren (z. B. Everolimus), PRRT
Synonyms - neuroendokriner Tumor,NETs
neutrophiler Granulozyt

Neutrophile Granulozyten sind die häufigsten Leukozyten im peripheren Blut (50–70 % der Leukozyten, Normwert: 1500–7500/µL) und gehören zur angeborenen Immunabwehr. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Bekämpfung von bakteriellen Infektionen durch Phagozytose und die Freisetzung antimikrobieller Substanzen.

Morphologie und Eigenschaften
  • Segmentierter Zellkern mit 2–5 Lappen (segmentkernig) oder stabförmigem Kern (stabkernig, Normwert: < 5 %)
  • Zytoplasma mit Granula: Enthält azurophile (primäre), spezifische (sekundäre) und gelatinasehaltige (tertiäre) Granula
  • Färbung: Neutrophil (keine starke Anfärbung mit sauren oder basischen Farbstoffen)
Funktion
  • Phagozytose: Aufnahme und Zerstörung von Pathogenen
  • Degranulation: Freisetzung von Enzymen wie Myeloperoxidase und Defensinen
  • NETs (Neutrophil Extracellular Traps): DNA-Freisetzung zur Pathogenabwehr
Klinische Relevanz
  • Neutrophilie: Erhöhte Werte (>7500/µL) bei bakteriellen Infektionen, Entzündungen oder myeloproliferativen Erkrankungen
  • Neutropenie: Verminderte Anzahl (<1500/µL) bei Chemotherapie, Knochenmarkserkrankungen oder schweren Infektionen
  • Linksverschiebung: Vermehrtes Auftreten unreifer neutrophiler Vorstufen im Blut (z. B. bei akuten Infektionen, >5 % Stabkernige)
Synonyms - Neutrophilen,neutrophile Granulozyten,Neutrophile,Neutrophile Granulozyten,neutrophilen Granulozyten,neutrophile Granulozyten
Next-Generation-Sequencing

Next-Generation-Sequencing (NGS) ist eine Hochdurchsatz-Sequenziertechnologie, die eine parallele Analyse von DNA- oder RNA-Sequenzen ermöglicht. Im Gegensatz zur klassischen Sanger-Sequenzierung erlaubt NGS die gleichzeitige Sequenzierung von Millionen von Fragmenten, wodurch Mutationen, Genfusionen, Amplifikationen und Expressionsmuster effizient erfasst werden können.

Methoden und Ansätze
  • Whole-Genome-Sequencing (WGS): Sequenzierung des gesamten Genoms.
  • Whole-Exome-Sequencing (WES): Analyse der proteinkodierenden Regionen (~1 % des Genoms).
  • Targeted Sequencing: Fokussierte Untersuchung spezifischer Gene oder Genpanels.
  • RNA-Sequencing (RNA-Seq): Erfassung der Genexpression und Fusionstranskripte.
Pathologische Relevanz
  • Onkologie: Erkennung von somatischen Mutationen, Treibermutationen (z. B. EGFR, KRAS, PIK3CA) und Tumormutationslast (TMB).
  • Erbkrankheiten: Identifikation monogener Erkrankungen.
  • Infektionsdiagnostik: Detektion viraler und bakterieller Pathogene.
Diagnostik
  • NGS wird in der personalisierten Medizin zur gezielten Therapieentscheidung genutzt.
  • Analysen erfolgen aus Tumorgewebe oder zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA).
Therapeutische Relevanz
Synonyms - NGS
NF-κB

NF-κB (Nuclear Factor kappa-light-chain-enhancer of activated B cells) bezeichnet eine Familie von Transkriptionsfaktoren aus der Rel-Protein-Familie, die als Homo- oder Heterodimere wirken. NF-κB reguliert die Expression zahlreicher Gene, die an Entzündung, Immunantwort, Zellproliferation und Apoptose beteiligt sind, und kann in vielen Zelltypen aktiviert werden.

Aktivierung und Funktion
  • Im Ruhezustand im Zytoplasma durch Bindung an IκB-Inhibitorproteine inaktiviert.
  • Aktivierung durch Reize wie zytokine (z. B. TNF-α, IL-1), Pathogene, oxidativer Stress.
  • Nach Dissoziation von IκB Translokation in den Zellkern → Aktivierung proinflammatorischer Gene (z. B. IL-6, COX-2, TNF-α).
Pathologische Relevanz
  • Chronisch erhöhte NF-κB-Aktivität bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen (z. B. CED, Rheumatoide Arthritis).
  • Wichtiger Mechanismus in der Tumorentstehung (z. B. Kolonkarzinom, MALT-Lymphom), v. a. durch Förderung von Zellüberleben und Entzündung.
Klinische Relevanz
  • Therapeutischer Angriffspunkt in der Immuntherapie und Krebstherapie.
  • Inhibitoren von NF-κB-Signalwegen werden experimentell untersucht (z. B. Bortezomib bei hämatologischen Neoplasien).
NKX3.1
NKX3.1 ist ein nukleärer Transkriptionsfaktor, der eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Homöostase der Prostata spielt (NK-Homeobox-Familie). Das Gen befindet sich auf Chromosom 8p21 und fungiert als Tumorsuppressor. Immunhistochemisch zeigt NKX3.1 eine nukleäre Färbung und dient als hochspezifischer Marker für Prostatakarzinome.
Expression in Tumoren
  • NKX3.1-positiv:
    • Prostatakarzinome (NKX3.1+, PSA+, PSMA+, CK7-/CK20-)
    • Selten in metastasierten duktalen Prostatakarzinomen (variable Expression)
    • Seltene Expression in Speicheldrüsentumoren (z. B. Azinuszellkarzinom)
  • NKX3.1-negativ:
Klinische Relevanz
  • Hochspezifischer Marker für metastatische Prostatakarzinome, insbesondere wenn PSA nicht mehr exprimiert wird
  • Hilfreich zur Unterscheidung von Prostatakarzinomen und Urothelkarzinomen
  • Verlust oder Mutation von NKX3.1 häufig in fortgeschrittenen Prostatatumoren nachweisbar
Noxe
Noxe (von griech. "noxae" = Schaden) bezeichnet in der Medizin einen schädigenden Einfluss auf Zellen, Gewebe oder den Gesamtorganismus. Noxen können physikalischer, chemischer, biologischer oder psychischer Natur sein und eine reversible oder irreversible Zell- oder Gewebeschädigung verursachen.
Beispiele für Noxen
  • Physikalisch: Strahlung, Hitze, Kälte, Trauma
  • Chemisch: Toxine, Medikamente, Säuren/Basen
  • Biologisch: Bakterien, Viren, Parasiten
  • Immunologisch: Autoimmunreaktionen, Transplantatabstoßung
  • Psychisch/sozial: Stress, soziale Isolation (v. a. in psychosomatischem Kontext)
Klinische Relevanz
  • Die Art, Dauer und Intensität der Noxe bestimmen die Gewebereaktion (z. B. reversible Schädigung, Nekrose, Apoptose).
  • Noxen sind zentrale Auslöser vieler pathologischer Prozesse und Erkrankungen.
Synonyms - Noxen
Nrf2/ARE-Pfad
Der Nrf2/ARE-Pfad (nuclear factor erythroid 2–related factor 2 / antioxidant response element) ist ein zentraler zellulärer Signalweg zur Regulation der antioxidativen Abwehr und des zellulären Stressmanagements. Er schützt Zellen vor oxidativem Stress, Elektrophilen und toxischen Substanzen.
Mechanismus
  • Unter physiologischen Bedingungen ist Nrf2 an KEAP1 gebunden und wird im Proteasom abgebaut.
  • Bei oxidativem Stress wird KEAP1 inaktiviert → Nrf2 akkumuliert und transloziert in den Zellkern.
  • Dort bindet Nrf2 an das antioxidant response element (ARE) in der Promotorregion von Zielgenen.
  • Aktiviert die Expression zellschützender Gene: Glutathion-Synthese, Hämoxygenase-1 (HO-1), NAD(P)H:Quinon-Oxidoreduktase 1 (NQO1) u. a.
Pathologische Relevanz
  • Schutzmechanismus: Wichtige Rolle bei Entgiftung, Redox-Homöostase und Entzündungshemmung.
  • Tumorbiologie: In vielen Tumoren ist der Nrf2-Pfad konstitutiv aktiviert → Schutz vor Chemotherapie, Förderung von Zellüberleben und Proliferation.
Klinische Relevanz
  • Therapeutisches Ziel in chronisch-entzündlichen Erkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen und Krebs.
  • Modulatoren des Nrf2/ARE-Pfads werden als zellschützende oder antitumorale Wirkstoffe erforscht.
NSAR

NSAR/NSAID steht für nichtsteroidale Antirheumatika bzw. Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs, eine Gruppe von Medikamenten, die entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend wirken. Sie hemmen die Enzyme Cyclooxygenase-1 (COX-1) und Cyclooxygenase-2 (COX-2), die an der Synthese von Prostaglandinen beteiligt sind – Moleküle, die Entzündungen und Schmerzen fördern. NSAR werden häufig bei Erkrankungen wie Arthritis, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber eingesetzt. Bekannte NSAR sind Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen.

Synonyms - NSAIDs, NSAID, NSAID-induzierte,ASS,NSAR-Einnahme
NTRK
NTRK (Neurotrophe Tyrosin-Rezeptor-Kinasen) sind kodiert durch die Gene NTRK1 (Chromosom 1q21-q22; syn. TRKA), NTRK2 (Chromosom 9q21.33; syn. TRKB) und NTRK3 (Chromosom 15q25; syn. TRKC) und spielen eine entscheidende Rolle in der neuronalen Entwicklung, Zellproliferation und Differenzierung. In der Pathologie sind NTRK-Fusionen als onkogene Treiber in verschiedenen Tumoren von Bedeutung.
Pathologische Relevanz
  • NTRK-Genfusionen führen zur Bildung von konstitutiv aktiven Fusionsproteinen, die das Zellwachstum unkontrolliert fördern
  • Nachweis in einer Vielzahl solider Tumoren, insbesondere in seltenen pädiatrischen und adulten Karzinomen
Häufige Tumoren mit NTRK-Fusionen und ihre Fusionspartner
  • Pädiatrische Tumoren:
    • Infantiles Fibrosarkom: ETV6-NTRK3
    • Kongenitales mesoblastisches Nephrom: ETV6-NTRK3
    • Hochgradige Gliome: NTRK2- und NTRK3-Fusionen mit verschiedenen Partnern
  • Schilddrüsenkarzinome:
    • Papilläres Karzinom: ETV6-NTRK3, TPM3-NTRK1
  • Speicheldrüsentumoren:
  • Weichteilsarkome:
    • Inflammatorische myofibroblastische Tumoren: ETV6-NTRK3, RBPMS-NTRK3
  • Seltene Adenokarzinome:
Diagnostik
Therapeutische Relevanz
  • TRK-Inhibitoren: Larotrectinib und Entrectinib bei NTRK-Fusions-positiven Tumoren
  • Zugelassen für tumoragnostische Therapie, unabhängig vom Ursprungsorgan
Nukleolus

Der Nukleolus ist eine Struktur im Zellkern, die nicht von einer Membran umgeben ist. Er ist das Zentrum der ribosomalen RNA (rRNA)-Synthese und der Assemblierung von Ribosomenuntereinheiten. Der Nukleolus besteht aus dichten fibrillären und granularen Bereichen, in denen rDNA-Transkription und ribosomale Partikelbildung stattfinden.

Funktion:

  • Synthese der ribosomalen RNA (rRNA) durch RNA-Polymerase I
  • Assemblierung der ribosomalen Untereinheiten
  • Regulation von Zellzyklus und Stressantwort

In hochaktiven Zellen und Tumoren ist der Nukleolus vergrößert, weil diese Zellen eine erhöhte Synthese von Proteinen benötigen. Tumorzellen haben einen besonders hohen Bedarf an Ribosomen für die Produktion der Proteine, die das schnelle Zellwachstum und die Zellteilung unterstützen. Diese gesteigerte Aktivität führt zu einer Hyperaktivität der rRNA-Synthese und damit zur Vergrößerung des Nukleolus.

Synonyms - Nukleoli,Nucleoli,Nucleolus
Oberbauchbeschwerden
Oberbauchbeschwerden bezeichnen unspezifische Schmerzen oder Missempfindungen im Bereich zwischen Rippenbogen und Nabel, meist mittig oder rechts/links oberhalb des Bauchnabels lokalisiert. Sie sind ein häufiger Vorstellungsgrund in der Allgemein- und Inneren Medizin.
Mögliche Ursachen
  • Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)
  • Gastritis, Ulcus ventriculi oder duodeni
  • Funktionelle Dyspepsie
  • Gallenwegserkrankungen (z. B. Cholelithiasis, Cholezystitis)
  • Pankreaserkrankungen (z. B. Pankreatitis, Pankreastumoren)
  • Hepatopathien (z. B. Hepatitis, Leberstauung, Fettleber)
  • Kardial (selten, z.B. Myokardinfarkt)
Klinische Relevanz
  • Symptome reichen von Völlegefühl, Druck und Brennen bis zu krampfartigen Schmerzen.
  • Erfordern differenzialdiagnostische Abklärung, ggf. mittels Endoskopie, Sonografie, Labor.
  • Unterscheidung zwischen funktionellen und organischen Ursachen entscheidend für Therapieplanung.
Ödem
Ein Ödem ist eine pathologische Flüssigkeitsansammlung im Interstitium oder in Körperhöhlen, die durch ein Ungleichgewicht zwischen Filtration und Rückresorption im Kapillargebiet entsteht. Es kann lokal oder systemisch auftreten und mechanisch, entzündlich oder hämodynamisch bedingt sein.
Pathophysiologische Ursachen
  • Erhöhter hydrostatischer Druck: z. B. bei Linksherzinsuffizienz (Lungenödem), Rechtsherzinsuffizienz (Beinödeme)
  • Verminderter kolloidosmotischer Druck: z. B. bei Hypalbuminämie (Leberzirrhose, nephrotisches Syndrom)
  • Erhöhte Gefäßpermeabilität: z. B. bei Entzündungen, Allergien, Schock
  • Lymphabflussstörung: z. B. bei Tumoren, Lymphknotenresektion, Strahlentherapie
  • Natrium- und Wasserretention: z. B. bei Niereninsuffizienz
Histologie
  • Weitgestellte, klar erscheinende Interstitien
  • Flüssigkeit ohne Zellkomponenten (nicht-entzündlich)
  • Eventuell begleitend: Lymphozyteninfiltrate, bei chronischer Stauung Makrophagen (Herzfehlerzellen)
Klinische Relevanz
  • Ödeme sind Leitsymptome bei kardiovaskulären, renalen, hepatischen und inflammatorischen Erkrankungen.
  • Diagnostisch wichtig ist die Einteilung nach Lokalisation (z. B. Lungenödem, Hirnödem, Anasarka) und Ursache.
Synonyms - ödematös,ödematöse,ödematöses
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