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Dysphagie
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Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckvorgangs, bei der das Kauen, Transportieren oder Schlucken von Nahrung und/oder Flüssigkeit erschwert oder schmerzhaft ist. Sie kann funktionelle oder mechanische Ursachen haben und betrifft meist den Oropharynx oder die Speiseröhre.
Klassifikation
- Oropharyngeale Dysphagie: Störung beim Einleiten des Schluckakts, z. B. bei neurologischen Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Parkinson)
- Ösophageale Dysphagie: Passageprobleme im Bereich der Speiseröhre, z. B. durch Stenosen, Tumoren, Achalasie
Pathologische Relevanz
- Chronische Entzündungen (z. B. Refluxösophagitis, eosinophile Ösophagitis)
- Neoplasien der Speiseröhre (z. B. Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom)
- Strikturen nach Verätzungen oder Bestrahlung
Klinische Relevanz
- Leitsymptom bei ösophagealen Raumforderungen
- Abklärung mittels Endoskopie, radiologischer Schluckdiagnostik oder Manometrie
- Kann mit Aspirationsgefahr und Malnutrition einhergehen
Synonyms -
Schluckstörungen,Schluckstörung
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Dysplasie
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Dysplasie bezeichnet in der Pathologie eine abnorme Zell- und Gewebestruktur, die eine Vorstufe zu malignen Veränderungen darstellen kann. Sie ist durch unregelmäßige Zellgrößen, abweichende Zellformen, veränderte Zellkerne und eine gestörte Zellarchitektur gekennzeichnet. Dysplasien entstehen häufig in Epithelgeweben und werden nach Schweregrad eingeteilt (leicht, mittel, schwer). Sie sind oft reversibel, können jedoch bei fortschreitender Veränderung zu einer präkanzerösen Läsion und letztlich zu einem Karzinom führen. Dysplasie ist daher ein wichtiger Befund in der Früherkennung von Krebserkrankungen.
Synonyms -
dysplastische, dysplastisch, dysplastisches
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Dysurie
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Dysurie bezeichnet schmerzhaftes oder erschwertes Wasserlassen. Sie ist ein häufiges Symptom, das durch Reizungen oder Entzündungen der Harnwege (z. B. bei Harnwegsinfektionen, Prostatitis oder Urethritis) verursacht wird. Typische Beschwerden sind Brennen, Stechen oder Druckgefühl während der Miktion. Dysurie kann auch bei obstruktiven oder funktionellen Störungen der Harnwege auftreten.
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ECL-Zell-Hyperplasie
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ECL-Zell-Hyperplasie bezeichnet eine reaktive Vermehrung der enterochromaffin-like (ECL)-Zellen im Fundus des Magens. ECL-Zellen sind neuroendokrine Zellen, die Histamin produzieren und über Gastrinrezeptoren die Magensäuresekretion stimulieren.
Pathogenese
- Stimulation durch chronisch erhöhte Gastrinspiegel (Hypergastrinämie)
- Ursachen: chronisch atrophische Gastritis (Typ A), Zollinger-Ellison-Syndrom, langfristige PPI-Therapie
Histologische Formen
- Lineare Hyperplasie: Vermehrte ECL-Zellen entlang der Basalmembran der Drüsen
- Mikronoduläre Hyperplasie: Kleine, umschriebene Zellaggregate im Korpus-Fundus-Bereich
Abgrenzung zu NET
- ECL-Zell-Hyperplasie: Reaktive, nicht-neoplastische Veränderung
- Gastrales NET: Neoplastisch, meist aus vorbestehender ECL-Hyperplasie entstanden
- Grenze: NET bei Läsionen > 0,5 mm mit destruktivem Wachstum und Umgebungsreaktion (z. B. Fibrose, Gefäßinfiltration)
Klinische Bedeutung
- Hinweis auf chronische Hypergastrinämie → Abklärung zugrunde liegender Ursache
- Kann Übergang zu Typ 1 oder Typ 2 gastralen NET markieren
Synonyms -
ECL-Zellhyperplasie
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EGFR
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EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor, Chromosom 7p11.2) ist eine membranständige Tyrosinkinase aus der HER/ERBB-Familie. Er wird durch Bindung von Liganden wie EGF oder TGF-α aktiviert und spielt eine zentrale Rolle in Zellproliferation, Differenzierung und Überleben.
Pathologische Relevanz
- EGFR-Überexpression: Häufig bei verschiedenen Tumoren, darunter nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC), Kolorektalkarzinom und Glioblastom.
- EGFR-Mutationen: Besonders relevant bei NSCLC, wo Exon-19-Deletion oder die L858R-Mutation (Exon 21) zur konstitutiven Aktivierung führen.
- Kolorektalkarzinom: EGFR kann überexprimiert sein, jedoch ist die Wirksamkeit von Anti-EGFR-Therapien wie Cetuximab oder Panitumumab abhängig vom RAS-Mutationsstatus (KRAS/NRAS-Wildtyp erforderlich).
Diagnostik
Therapeutische Relevanz
- Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs): Erlotinib, Gefitinib, Osimertinib für EGFR-mutiertes NSCLC.
- Monoklonale Antikörper: Cetuximab, Panitumumab bei EGFR-positivem, RAS-Wildtyp-Kolorektalkarzinom.
- Resistenzmechanismen: T790M-Mutation im NSCLC führt zu Resistenz gegen Erstgenerations-TKIs, Ansprechen auf Osimertinib.
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Eisenmangel
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Ein Eisenmangel bezeichnet eine unzureichende Verfügbarkeit von Eisen für die Hämoglobinsynthese und zelluläre Stoffwechselprozesse. Er ist die häufigste Ursache einer mikrozytär-hypochromen Anämie weltweit.
Ursachen
- Chronischer Blutverlust: gastrointestinale Blutungen, Menorrhagie, Tumoren
- Erhöhter Bedarf: Schwangerschaft, Wachstum, Stillzeit
- Verminderte Aufnahme: Malabsorption, Zöliakie, Gastrektomie
- Unzureichende Zufuhr: selten isolierte Ursache
Molekularbiologie
- Eisen ist essenziell für die Hämoglobinsynthese und zahlreiche Enzyme
- Die Eisenhomöostase wird über Hepcidin reguliert, welches die Eisenfreisetzung über Ferroportin hemmt
- Bei Eisenmangel sinkt die Hepcidinproduktion und die intestinale Eisenresorption steigt
Typische Laborbefunde
- Ferritin ↓ (frühester und sensitivster Marker)
- Transferrin ↑ bzw. TIBC ↑
- Transferrinsättigung ↓
- Serumeisen ↓
- Hb ↓, MCV ↓, MCH ↓ bei manifester Eisenmangelanämie
- Häufig RDW ↑ durch Anisozytose
Histologie
- Mikrozytäre, hypochrome Erythrozyten mit Aniso- und Poikilozytose
- Verminderte oder fehlende Eisenspeicher in der Knochenmarksfärbung (Berliner-Blau-Reaktion)
Klinisch-pathologische Bedeutung
- Leitsymptome: Müdigkeit, Leistungsabfall, Dyspnoe und Blässe
- Bei Erwachsenen sollte insbesondere an eine okkulte gastrointestinale Blutungsquelle gedacht werden
- Die Therapie umfasst Ursachenbehandlung und Eisensubstitution
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Ekzem
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Ekzem (auch: Dermatitis) ist ein nicht infektiöser, entzündlicher Hautzustand, der durch Rötung, Juckreiz, Schuppung, Nässen und ggf. Bläschenbildung gekennzeichnet ist. Es handelt sich um eine häufige Reaktion der Haut auf exogene Reize (z. B. Allergene, Irritantien) oder endogene Dispositionen.
Typen (Beispiele)
- Atopisches Ekzem: Chronisch-rezidivierend, oft bei atopischer Diathese (z. B. Heuschnupfen, Asthma)
- Kontaktallergisches Ekzem: Typ-IV-Reaktion nach Allergenkontakt (z. B. Nickel, Duftstoffe)
- Irritativ-toxisches Ekzem: Durch direkte Schadwirkung von Chemikalien, häufig an Händen
- Seborrhoisches Ekzem: Fette Hautareale, assoziiert mit Malassezia-Hefen
Histologie
- Spongiose: Interzelluläres Ödem der Epidermis
- Lymphozytäres Infiltrat in der Dermis (perivaskulär)
- Intraepidermale Vesikel (bei akuten Formen)
- Hyperkeratose und Akanthose (bei chronischem Verlauf)
Klinische Relevanz
- Sehr häufige dermatologische Diagnose
- Therapie je nach Ursache: topische Kortikosteroide, Calcineurininhibitoren, Barriereschutz
- Bei allergischem Ekzem: Allergiediagnostik (Epikutantest)
Synonyms -
Dermatitis
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Elektronenmikroskopie
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Elektronenmikroskopie (EM) ist ein hochauflösendes bildgebendes Verfahren, bei dem anstelle von Licht ein Elektronenstrahl zur Darstellung von Strukturen im Nanometerbereich verwendet wird. Sie erlaubt die ultrastrukturelle Analyse von Zellen, Organellen und Pathogenen.
Typen
- Transmissionselektronenmikroskopie (TEM): Darstellung von inneren Zellstrukturen durch Elektronendurchstrahlung ultradünner Schnitte.
- Rasterelektronenmikroskopie (REM): Darstellung von Oberflächenstrukturen in 3D durch Elektronenabtastung der Probe.
Medizinische Relevanz
- Ultrastrukturelle Diagnostik z. B. bei glomerulären Erkrankungen (z. B. Minimal-Change-Nephropathie), Mitochondriopathien, Virozytosen oder Ziliopathien.
- Ermöglicht die Identifikation feinster Organellveränderungen, Einschlüsse oder Membranstrukturanomalien.
Limitationen
- Aufwändige Probenaufbereitung, lange Untersuchungszeit, hoher technischer Aufwand.
Synonyms -
EM
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ELISA
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ELISA (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay) ist ein enzymbasierter immunologischer Nachweis, der zur qualitativen und quantitativen Bestimmung von Proteinen, Antikörpern, Antigenen oder Hormonen in biologischen Proben eingesetzt wird. Er beruht auf der spezifischen Antigen-Antikörper-Reaktion und der enzymatischen Umsetzung eines Farbreagenzes.
Klinische Verwendung
- ELISA ist ein zentraler Bestandteil der serologischen Diagnostik in der Infektionsserologie, Autoimmundiagnostik und Tumormarkerbestimmung.
- Ermöglicht den hochsensitiven Nachweis von Biomarkern in Serum, Plasma, Urin oder Zelllysaten.
- Wird häufig zur Screening-Diagnostik eingesetzt, z. B. bei HIV, Hepatitis oder SARS-CoV-2.
Typen von ELISA
- Direkter ELISA: Antigenbindung direkt durch ein enzymgekoppeltes Primärantikörper.
- Indirekter ELISA: Sekundärantikörper mit Enzymmarkierung erkennt den Primärantikörper.
- Sandwich-ELISA: Erfasst Antigen zwischen zwei Antikörpern – hohe Spezifität und Sensitivität.
- Kompetitiver ELISA: Probenantigen konkurriert mit markiertem Antigen um die Bindung an den Antikörper.
Diagnostische Anwendungen
- Nachweis von Virusinfektionen (z. B. HIV, Hepatitis B/C, Dengue, SARS-CoV-2).
- Bestimmung von Autoantikörpern bei Autoimmunerkrankungen (z. B. ANA, RF, anti-dsDNA).
- Messung von Tumormarkern (z. B. PSA, CEA, CA-125).
- Quantifizierung von Zytokinen und Hormonen (z. B. IL-6, TSH).
Vorteile und Limitationen
- Vorteile: Hohe Sensitivität, Spezifität, Skalierbarkeit, einfache Automatisierung.
- Limitationen: Kreuzreaktivität möglich, Probenqualität entscheidend, meist kein Nachweis infektiöser Erreger (nur Antikörper/Antigene).
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Embolie
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Die Embolie ist die akute Verlegung eines Blutgefäßes durch einen Embolus (im Blutstrom verschlepptes festes, flüssiges oder gasförmiges Material). Dies führt zur Ischämie des nachgeschalteten Gewebes.
Embolus-Typen & Ursprung
- Thromboembolie (häufigst, >90%): Ablösung eines Blutgerinnsels (Thrombus).
- Pulmonal: Aus tiefen Bein-/Beckenvenen (z.B. bei tiefer Venenthrombose, TVT) → Lungenarterien (Lungenembolie).
- Systemisch: Aus linkem Herzen (z.B. bei Vorhofflimmern) oder großen Arterien (Atherosklerose) → Gehirn, Niere, Milz, Extremitäten.
- Fettembolie: Nach schweren Knochenbrüchen, Traumata oder orthopädischen Eingriffen.
- Luft-/Gasembolie: Iatrogen (z.B. bei ZVK-Anlage, Infusionen) oder Dekompressionskrankheit (Tauchen).
- Fruchtwasserembolie: Seltene Komplikation während oder kurz nach der Geburt.
- Cholesterinembolie: Ablösung von Cholesterinkristallen aus atherosklerotischen Plaques, oft nach invasiven Gefäßprozeduren.
- Tumorembolie: Tumorzellen/-zellverbände als Metastasenstreuung.
- Septische Embolie: Von infektiösem Herd (z.B. Endokarditis) stammend → septische Infarkte.
Klinische Relevanz & Folgen
- Ischämie, Infarkt: Akuter Sauerstoffmangel (Ischämie) → irreversibler Gewebeuntergang (Infarkt).
- Lungenembolie: Plötzlich Dyspnoe, Thoraxschmerz, Tachypnoe, Tachykardie. Bei massiver Embolie: akutes Rechtsherzversagen, Kreislaufschock.
- Systemische Embolie: Manifestation je nach betroffenem Organ:
- Gehirn: Ischämischer Schlaganfall mit neurologischen Ausfällen (z.B. Hemiparese, Aphasie).
- Extremitäten: Akuter Arterienverschluss mit "6 P's" (Pain, Pallor, Pulselessness, Paresthesia, Paralysis, Poikilothermia).
- Niere/Milz/Darm: Organinfarkt mit akuten Bauchschmerzen, Funktionsverlust.
Synonyms -
Embolien, Embolus
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Emesis
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Erbrechen ( Emesis) ist die reflektorische Entleerung des Mageninhalts über den Mund, ausgelöst durch zentrale oder periphere Reize. Es handelt sich um einen komplexen Schutzmechanismus des Körpers, z. B. bei Toxinen oder gastrointestinaler Reizung.
Pathophysiologie
- Gesteuert im Brechzentrum der Medulla oblongata
- Reize über:
- Area postrema (Chemorezeptor-Triggerzone, z. B. Medikamente, Toxine)
- Viszerale Afferenzen (z. B. Magendehnung, Entzündungen)
- Vestibuläres System (z. B. Reisekrankheit)
- Höhere Zentren (z. B. Gerüche, Emotionen)
- Neurotransmitter: Dopamin, Serotonin (5-HT3), Histamin, Acetylcholin, Substanz P
Klinische Relevanz
- Ursachen vielfältig: gastrointestinal, zerebral, vestibulär, medikamentös
- Wichtiges Symptom bei Intoxikation, Migräne, Gastroenteritis, erhöhter intrakranieller Druck u. a.
- Therapie richtet sich nach Ursache und beinhaltet ggf. Antiemetika
Synonyms -
Erbrechen
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EMR
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EMR (Endoskopische Mukosaresektion, engl. Endoscopic Mucosal Resection) ist ein endoskopisches Verfahren zur Abtragung oberflächlicher Schleimhautläsionen des Gastrointestinaltraktes. Sie dient sowohl der Diagnostik als auch der kurativen Therapie früher Neoplasien und Präkanzerosen.
Prinzip
- Anhebung der Läsion durch submuköse Injektion („lifting sign“)
- Anschließende Resektion mittels Diathermieschlinge
- Resektion en bloc oder piecemeal bei größeren Läsionen
Indikationen
Pathologische Bedeutung
- Beurteilung von Resektionsrändern (R-Status), Invasionstiefe und Lymph-/Gefäßinvasion
- Entscheidend für die Einschätzung einer möglichen kurativer Resektion
- Abgrenzung zur ESD (endoskopische Submukosadissektion) mit höherer En-bloc-Resektionsrate bei größeren Läsionen
Komplikationen
- Blutung
- Perforation
- Lokales Rezidiv, insbesondere nach Piecemeal-Resektion
Synonyms -
endoskopische Mukosaresektion
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Endoskopie
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Endoskopie bezeichnet ein minimalinvasives bildgebendes Verfahren zur direkten Inspektion innerer Hohlorgane und Körperhöhlen mithilfe eines Endoskops. Sie dient sowohl der Diagnostik als auch der Therapie (z. B. Biopsie, Polypektomie, Blutstillung).
Technik
- Verwendung von flexiblen oder starren optischen Instrumenten mit integrierter Lichtquelle und Kamera.
- Darstellung erfolgt meist in Echtzeit auf einem Monitor.
Wichtige Verfahren
- Gastroskopie: Untersuchung von Ösophagus, Magen und Duodenum.
- Koloskopie: Inspektion des Dickdarms (und terminalen Ileums).
- Bronchoskopie: Endoskopie der Trachea und Bronchien.
- Laparoskopie: Inspektion der Bauchhöhle (meist unter CO₂-Insufflation).
- Kapselendoskopie: Nicht-invasive Untersuchung des Dünndarms durch Schlucken einer kamerabestückten Kapsel – v. a. bei obskuren gastrointestinalen Blutungen.
Klinische Relevanz
- Zentrale Methode zur Frühdiagnose und Überwachung gastrointestinaler, pulmonaler und anderer Erkrankungen.
- Ermöglicht gezielte Biopsien zur histopathologischen Abklärung.
- Wesentlich bei der interventionellen Therapie, z. B. Polypabtragung, Fremdkörperentfernung oder Stenteinlage.
Synonyms -
Endoskop,endoskopisch,endoskopische,endoskopisches
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Entamoeba histolytica
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Entamoeba histolytica ist ein pathogener Darmprotozoon, der Amöbenruhr und extraintestinale Infektionen (v. a. Leberabszesse) verursachen kann. Die Infektion erfolgt fäkal-oral über Zysten und betrifft besonders Regionen mit schlechten hygienischen Bedingungen.
Erreger, Übertragung und Vorkommen
- Erreger: Entamoeba histolytica; morphologisch kaum unterscheidbar von apathogener E. dispar
- Übertragung: Fäkal-oral über kontaminiertes Wasser, Nahrung oder Hände
- Vorkommen: Weltweit, besonders in Tropen/Subtropen und endemischen Regionen mit mangelhafter Sanitärversorgung
Histologie
- Trophozoiten: Rund bis oval, mit zentralem Kern und oft phagozytierten Erythrozyten
- Nachweis in Kolonulzeraoder Lebergewebe bei Abszessen
- Nachweis mit HE, PAS, Giemsa, IHC oder PCR
Klinische Manifestationen
- Darm: Amöbenruhr mit blutig-schleimigen Durchfällen, Tenesmen
- Leber: Amöbenleberabszess mit Fieber, Schmerzen im rechten Oberbauch
Diagnostik und Relevanz
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Enterozyt
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Enterozyten sind hochprismatische Epithelzellen des Dünndarms, die entlang der Zotten die innere Oberfläche des Darms auskleiden. Sie übernehmen zentrale Aufgaben bei der Verdauung und Resorption von Nährstoffen sowie bei der Barriere- und Immunfunktion des intestinalen Epithels.
Histologische Merkmale
- Zylinderförmig mit ovalem Zellkern im basalen Drittel.
- Apikale Mikrovilli bilden den Bürstensaum – reich an Verdauungsenzymen und Transportproteinen.
- Gute Differenzierung in HE, PAS und Immunhistochemie (z. B. CD10, Villin).
Funktionen
- Verdauung: Expression membranständiger Enzyme im Bürstensaum, u. a. Laktase, Maltase, Sucrase-Isomaltase, Aminopeptidase N.
- Resorption:
- Glukose und Galaktose via SGLT1 (Na+-gekoppelt), Fruktose über GLUT5, Export über GLUT2.
- Aminosäuren durch Na+- oder H+-gekoppelte Transporter.
- Fettsäuren nach Emulgierung durch Gallensalze → Aufnahme via FABPs und Re-Esterifizierung.
- Transzelluläre und parazelluläre Resorption von Ionen (z. B. Ca2+ via TRPV6, Fe2+ via DMT1).
- Barrierefunktion: Bildung von Tight Junctions (z. B. Claudine, Occludin), Sekretion antimikrobieller Peptide und Zytokine.
Klinische Relevanz
- Strukturelle oder funktionelle Schädigung (z. B. durch Zöliakie, bakterielle Toxine, Chemotherapie) führt zu Malabsorption und Barrierestörung.
- Target für enterotrope Viren (z. B. Rotaviren) und intraluminale Parasiten (Giardia lamblia).
Synonyms -
Enterozyten
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